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Hinterlasse nichts als Fußabdrücke und nimm nichts mit außer wunderschöne Erinnerungen...Auf in den Wilden Westen der USA!

Reisebericht: 12.04. – 25.04.2025

In den kommenden zwei Wochen erleben wir spektakuläre Nationalparks, weltberühmte Metropolen und genießen leichte Wanderungen durch einige der beeindruckendsten Landschaften Nordamerikas. Ein echtes Abenteuer zwischen Grand Canyon, Death Valley und Golden Gate Bridge!

Susanne Schirmann

Ein Reisebericht von
Susanne Schirmann


Samstag, 12.04.2025 Anreise aus Deutschland nach Los Angeles – Auf in den Wilden Westen der USA!

Heute startet unser großes Abenteuer durch den Westen der Vereinigten Staaten! Gemeinsam mit mir, Susanne Schirmann, Reisebegleiterin von Eberhardt TRAVEL, treffen wir uns am Flughafen Frankfurt. Aus ganz Deutschland sind die Reisegäste angereist – und schon am Gate liegt Vorfreude in der Luft. Unser Ziel: Los Angeles, die Stadt der Engel. Der Flug mit Lufthansa verläuft angenehm ruhig. Wir werden gut versorgt, und während wir über den Atlantik gleiten, wächst die Spannung auf das, was uns in den kommenden Tagen erwartet. In Los Angeles angekommen, geht trotz vieler Menschen an der Passkontrolle alles relativ zügig. Die Einreiseformalitäten sind erledigt, und schon am Ausgang erwartet uns unser amerikanischer Reiseleiter Chris Raeymaekers mit einem herzlichen Willkommen. Nur das Wetter scheint heute noch nicht ganz auf kalifornische Sonnenseite zu stehen – statt strahlendem Blau zeigt sich nun der Küstennebel, der am Vormittag plötzlich aufzog. Unser Hotel, das Hilton in Santa Monica, erreichen wir nach ca. 30-minütiger Fahrt. Der Check-in verläuft flott, und kurz darauf treffen wir uns schon wieder in der Lobby für einen ersten gemeinsamen Spaziergang. Ziel ist der berühmte Santa Monica Pier – das westliche Ende der legendären Route 66. Trotz fehlender Sonne ist die Stimmung gut, und der erste Blick aufs Meer macht Lust auf mehr. Weiter geht’s zur 3rd Street Promenade, der belebten Fußgängerzone von Santa Monica. Hier reihen sich kleine Boutiquen, bekannte Marken, Straßenkünstler und Restaurants aneinander. Vielleicht schauen wir uns diese morgen Nachmittag genauer an. Den ersten Tag lassen wir ganz entspannt bei einem Willkommens-Dinner im Hotelrestaurant ausklingen. Bei leckerem Essen und in geselliger Runde lernen wir uns besser kennen, tauschen Erwartungen aus und freuen uns auf das, was kommt.

Sonntag, 13.04.2025 Citytour Los Angeles mit Hollywood und Beverly Hills

Dank Jetlag und Zeitverschiebung sind wir alle schon früh wieder munter und starten unseren Tag mit einem ausgiebigen Frühstück vom reichhaltigen Buffet. Im Anschluss wartet die pulsierende Metropole auf uns: Los Angeles entdecken wir heute auf einer spannenden Citytour. Gemeinsam mit unserem Reiseleiter und Fahrer Chris geht es über den Christopher Columbus Highway in Richtung Downtown – sonntags zum Glück herrlich ruhig. So können wir unterwegs entspannt parken und einen Fotostopp einlegen. Die umliegenden Hochhäuser, vor allem die der Banken, sind hier deutlich niedriger als in anderen US-Großstädten – dem Erdbebengebiet geschuldet, in dem sich L.A. befindet. Bei einem Spaziergang erreichen wir das Disney Theatre, einst Schauplatz der Oscarverleihung. Von hier genießen wir einen großartigen Blick auf das Rathaus der Stadt. Nur wenige Schritte weiter steht die imposante Walt Disney Concert Hall – ein architektonisches Highlight mit glanzvoller Kulisse. Chris verrät uns, dass hier bis zu 12.000 Gäste Platz finden. Geschichte erleben wir auf der Olvera Street, dem Gründungsort von „El Pueblo de la Reina de los Ángeles“, dem ursprünglichen Namen der Stadt – oder kurz: Los Angeles. Am 4. September 1781 von Missionaren gegründet, lebten hier einst nur rund 40 Menschen. Heute ist L.A. mit etwa 13 Millionen Einwohnern eine der größten Metropolregionen der USA. Natürlich darf ein Besuch der prachtvollen „Union Station“ nicht fehlen – dem Hauptbahnhof der Stadt, der schon in zahlreichen Hollywoodproduktionen als Filmkulisse diente. Am späten Vormittag erreichen wir Hollywood und den weltberühmten „Walk of Fame“, wo sich die Sterne der Reichen und Schönen dicht an dicht aneinanderreihen. Vor dem legendären Chinese Theatre bewundern wir die Hand- und Fußabdrücke von Marilyn Monroe, Eddie Murphy und vielen weiteren Berühmtheiten. Und natürlich ist ein Foto mit dem berühmten „Hollywood“-Schriftzug auf dem Hügel Pflicht! Chris erzählt uns die Geschichte hinter dem Namen: Die Frau eines Landbesitzers liebte die Stechpalme – auf Englisch „Holly“ – so sehr, dass sie diese auf dem Land ihres Mannes pflanzen wollte. Ihm zu Ehren wurde das Gebiet „Hollywoodland“ genannt – übersetzt: „Stechpalmenwald“. Später wurde daraus einfach „Hollywood“. Am Nachmittag fahren wir über den legendären Sunset Boulevard nach Beverly Hills – in das Viertel der Stars. Unser erster Halt ist ein ganz besonderes Haus: das ehemalige Zuhause von Norma Jeane Baker, besser bekannt als Marilyn Monroe. Hier kam die Ikone unter bis heute ungeklärte Umstände ums Leben. Weiter geht es zum noblen Rodeo Drive, wo Luxusmarken wie Gucci, Versace und Tiffany ihre Boutiquen betreiben. Hier befindet sich auch das berühmte Beverly Wilshire Hotel – bekannt aus dem Filmklassiker Pretty Woman. Nach so viel Glanz und Glamour ist es Zeit für eine kulinarische Pause. Im charmanten „The Grove“ mit seinem vielfältigen Farmers Market findet garantiert jeder etwas nach seinem Geschmack – vom veganen Taco bis zum klassischen Burger und einem herrlichen Stück Pizza gibt es hier im Grunde Spezialitäten aus allen Herren Länder. Zurück geht es über den Santa Monica Boulevard, der gleichzeitig das Ende der legendären Route 66 markiert, wieder Richtung Pazifik. Hier steigen so manche von uns aus und genießen Santa Monica nun nochmals bei Kaiserwetter. Ein abendlicher, gemütlicher Spaziergang zur 3rd Street Promenade und ein schmackhaftes Abendessen im kultigen „Barney’s Beanery“ bilden den perfekten Abschluss für unseren spannenden Tag in der Stadt der Engel – Los Angeles.

Montag, 14.04.2025 Fahrt nach Calico und zur Spielerstadt Laughlin in Nevada

Goodbye Los Angeles! Heute sagen wir der Metropole "Adiós" und begeben uns auf eine Zeitreise – mit Zwischenstopp im Wilden Westen und Endstation in einem Spielerparadies mitten in der Wüste. Unser erstes Ziel: Calico, eine alte Silberminenstadt, die 1881 gegründet wurde – zu einer Zeit, als der Wilde Westen noch wirklich wild war und der Silberboom ganze Städte aus dem Boden stampfte. Die Sonne knallt schon früh auf den Asphalt, als wir Kalifornien verlassen. Apropos Kalifornien: Der Name stammt angeblich von „Caldo Forno“ – also „heißer Ofen“ – ab… Klingt plausibel, wenn man sich die Temperaturen hier anschaut.
Während wir der glühenden Straße entgegenrollen, nutzt unser Reiseleiter Chris die Zeit, um uns mit spannenden Infos über die USA zu versorgen. Draußen zieht die Landschaft vorbei – der San Bernardino, mit über 2.700 Metern die höchste Spitze der südlichen Sierra Nevada, grüßt aus der Ferne, bevor wir tief in die Mojave-Wüste eintauchen. Und die hat’s in sich – immerhin ist sie fast so groß wie halb Europa.
In Calico angekommen, fühlt sich plötzlich alles nach Cowboyhut und Westernfilm an. Die Stadt war zwar nur 26 Jahre lang bewohnt, von 1881 bis 1907, aber 1951 hat Walter Knott – ja genau, der von Knott’s Berry Farm – sie wieder zum Leben erweckt. Heute spazierst du vorbei am Sheriff-Büro, durch den Saloon, zur alten Schule und sogar zum Waschhaus. Und für alle, die es etwas bequemer mögen: Die Bimmelbahn tuckert in gemütlichem Tempo – mit wilden 10 km/h – über das ehemalige Minengelände. Nach diesem Zeitsprung ins 19. Jahrhundert machen wir einen Satz zurück ins Hier und Jetzt – und zwar nach Laughlin, in den Bundesstaat Nevada. Auf dem Weg überqueren wir den berühmten Drei-Staaten-Punkt, wo sich Kalifornien, Nevada und Arizona die Hand geben. Getrennt werden Nevada und Arizona nur noch durch den Colorado River nur durch eine Brücke voneinander getrennt.
Laughlin ist das totale Kontrastprogramm zu Calico: Hier blinken die Lichter, klingeln die Automaten und klimatisierte Kasinos locken mit dem Versprechen vom schnellen Glück. Don Laughlin – der Mann, dem die Stadt ihren Namen verdankt – war ursprünglich Rinderzüchter. Doch irgendwann wurde ihm klar: Mit Pokerchips verdient man mehr als mit Kühen. Er baute Unterkünfte für seine Arbeiter, hängte die Viehzucht an den Nagel und eröffnete Spielsalons. Heute findest du hier nicht nur Glücksspiele aller Art, sondern auch ein Automobilmuseum, das seine Sammlung schicker Oldtimer zeigt – Chrom, Flossen, V8 und Träume auf vier Rädern.
Wir checken im Riverside Hotel ein – mit stolzen 1.380 Zimmern eine eigene kleine Stadt – und gönnen uns einen Spaziergang entlang des Colorado River. Bei über 35 Grad ist das allerdings eher ein gemütliches Schlendern im Schatten. Am Abend lassen wir den Tag stilecht ausklingen: mit Burger, Pommes und vielleicht einem kühlen Getränk in der Hand. Und wer weiß? Vielleicht wartet der Jackpot ja genau auf uns. Morgen früh wissen wir mehr…

Dienstag, 15.04.2025 Fahrt über die Route 66 &Seligman zum Grand Canyon

Gut ausgeschlafen machen wir uns auf den Weg zum Frühstücksbuffet – das wir natürlich nur über einen kleinen Umweg durch das Kasino erreichen. Und siehe da: Schon wieder oder vielleicht noch immer sitzen Menschen an den blinkenden Automaten. Eine surreale Welt, die irgendwie komplett an uns vorbeigeht.
Wir verabschieden uns von Laughlin, winken ein letztes Mal der Statue von Don Laughlin, dem Gründer dieser Stadt, der im stolzen Alter von 92 Jahren im Oktober 2023 verstorben ist. Dann überqueren wir die Brücke über den Colorado River – und im Nu befinden wir uns im nächsten Bundesstaat: Welcome to Arizona!
An einem Checkpoint für kommerzielle Fahrzeuge wird eigentlich das Fahrzeuggewicht samt Papiere kontrolliert. Eigentlich. Wir werden per grünem Pfeil freundlich durchgewunken – Glück gehabt. Kurz darauf erreichen wir sie: die legendäre Route 66, auch liebevoll "Mother Road" genannt. 3945 Kilometer voller Geschichte und Nostalgie. Die Straße zieht sich quer durch die USA – von Chicago bis an den Pazifik nach Santa Monica – und wurde 1926 eröffnet. Entlang dieser Route entstanden viele amerikanische Erfolgsgeschichten: Die erste Phillips 66-Tankstelle, das allererste Hilton Hotel – und sogar McDonald’s nahm hier seinen Anfang. In Seligman, einem verschlafenen Ort mit deutschen Wurzeln, legen wir einen Zwischenstopp ein. Der ganze Ort scheint eine Hommage an die Route 66 zu sein – perfekt für Souvenirs, klischeehafte Schilder, kultige Fotospots und ein bisschen Zeitreise-Feeling. Gegen Mittag erreichen wir unser Tageshighlight: den Grand Canyon Nationalpark auf etwa 2000 Metern Höhe. Erstes Ziel: der Helikopterflugplatz. Wir checken für den Rundflug ein, erhalten eine kurze Sicherheitseinweisung – und dann geht's für viele von uns ab in die Luft. Aus der Vogelperspektive zeigt sich der Canyon in seiner ganzen gewaltigen Schönheit. Ein Erlebnis, untermalt mit der passenden Musik, das Gänsehaut macht – und viele strahlende Gesichter zurückbringt. Anschließend geht's zu Fuß weiter: Wir spazieren gemütlich am Rand der gigantischen Schlucht entlang. Der Canyon liegt majestätisch vor, neben und unter uns – ein Anblick, der schlichtweg den Atem raubt. Die Schlucht ist etwa 400 Kilometer lang, wurde über Millionen von Jahren vom Colorado River ins Gestein des Colorado-Plateaus gegraben und zeigt heute eine atemberaubende Vielfalt an Farben, Schichten und Formen. Wer genau hinschaut, kann unten im Tal den smaragdgrünen Fluss erkennen – winzig klein aus dieser Höhe, aber deutlich sichtbar. Bei herrlichem Wetter entstehen unzählige Fotos – jede Ecke ein neues Postkartenmotiv. Jeder geht sein Tempo, nimmt sich Zeit für den Moment, für die Aussicht, für die Stille. Und alle sind sich einig: Dieser Ort gehört zu den beeindruckendsten Naturwundern der Welt – sowie dieser Nachmittag unvergessen bleibt. Am Abend lassen wir den Tag mit einem leckeren Essen im Plaza Bonita ausklingen. Fajitas, Tacos und andere mexikanische Leckereien bringen nochmal ordentlich Stimmung auf den Tisch – und runden diesen erlebnisreichen Tag perfekt ab.

Mittwoch, 16.04.2025 Desert View Tower Grand Canyon und Besuch Monument Valley

Unser heutiges Motto lässt sich so benennen: von roten Felsen zu heiligen Stätten und Western-Klassikern – unterwegs zum Monument Valley. Jedoch bevor wir Tusayan hinter uns lassen, gönnen wir uns noch ein kräftiges Frühstück im Plaza Bonita. Die mexikanische Musik leise im Hintergrund, buntes Mobiliar und somit ein letzter Hauch von Mexiko, bevor wir weiterziehen. Unser Weg führt uns nochmals durch den Grand Canyon Nationalpark. Natürlich lassen wir es uns nicht nehmen, am Desert View Tower ein letztes Mal zu stoppen. Der Ausblick ist einfach zu spektakulär: Tief unten windet sich der Colorado River durch das gewaltige Canyon-Labyrinth. Wir saugen die Stille und die kühle Morgenluft in uns auf – und natürlich landet dieser Anblick nicht nur in unseren Handys- aber vor allem: in unseren Herzen.
Am frühen Nachmittag erreichen wir schließlich einen weiteren ikonischen Ort des amerikanischen Westens – das Monument Valley. Kaum jemand kennt es nicht aus Filmen, Werbespots oder Bildern. Doch in echt wirkt die Szenerie einfach atemberaubend. Diese Weite und Dimensionen machen uns sprachlos.
Schon warten unsere Jeeps – offene Fahrzeuge, perfekt für das volle Naturerlebnis. Aufgeteilt auf zwei Gruppen, starten wir unsere Tour über das weite, rot leuchtende Land. Donna und Stanley, unsere Navajo-Guides, kennen jede Ecke und steuern mit uns die besten Aussichtspunkte an. Mit im Bunde ist auch Chris, der uns unterwegs spannende Einblicke gibt: Das Monument Valley liegt zwar mitten in der Wüste, aber geografisch verteilt es sich auf gleich vier Bundesstaaten – Utah, Arizona, New Mexico und Colorado. Anders als viele bekannte Naturwunder gehört das Monument Valley keinem Nationalpark-System an, sondern dem Navajo-Volk. Für sie ist dieser Ort heilig – die Felsformationen gelten als die Geister ihrer Ahnen. Mit großem Respekt fahren wir durch diese eindrucksvolle Landschaft und staunen bei bestem Wetter über die mächtigen Monumente, die wie riesige Skulpturen in den Himmel ragen. Zum Abschluss unseres Aufenthalts halten wir am berühmten Forrest Gump Point. Hier, wo Tom Hanks im gleichnamigen Film beschloss, nicht mehr zu laufen, genießen wir noch einmal einen sagenhaften Blick zurück aufs Tal. Der perfekte Fotospot! Unsere lange heutige Fahrtstrecke füllt Guide Chris mit spannenden Informationen. Über 360 indigene Nationen leben heute in den USA – viele mit eigener Sprache, Geschichte und Lebensweise. Chris erzählt eindrucksvoll von ihrem Schicksal, von kultureller Vielfalt und historischen Herausforderungen. Seine Erzählweise fesselt uns – und schwups, sind wir auch schon da und haben heute 560 km „erfahren“. In Moab angekommen, lassen wir den Tag bei einem leckeren Abendessen in der Moab Brewery ausklingen. Kellnerin Stephanie sorgt flink und freundlich dafür, dass niemand lange auf Essen oder Getränke warten muss. Zufrieden stoßen wir auf einen erlebnisreichen Tag an – mit Geschichten, Ausblicken und Begegnungen, die lange nachwirken.

Donnerstag, 17.04.2025 Besuch Arch Nationalpark und Dead Horse Point

Heute steht ein erneutes Highlight auf dem Programm: Wir sind in Utah unterwegs und steuern den berühmten Arches-Nationalpark an – ein wahres Naturwunder mit seinen spektakulären Felsbögen. Doch bevor wir uns ins Abenteuer stürzen, decken wir uns noch im Supermarkt mit Proviant ein. Schließlich wartet später ein Mittagspicknick mit Aussicht am Dead Horse Point auf uns. Die Sonne meint es gut mit uns – obwohl das Wetter zunächst bedeckt und windig gemeldet war, begrüßt uns der Tag mit strahlend blauem Himmel und angenehmen Temperaturen. Beste Bedingungen also! Dank Chris’ wie immer perfekter Planung und unserer frühen Abfahrt sind wir fast allein am Parkeingang. Unser erster Halt: die sogenannte „Park Avenue“. Zwischen gewaltigen Felswänden fühlen wir uns wie in einem Naturtheater.
Bevor es weiter in den Park hinein geht, gibt uns Chris noch ein paar Tipps mit auf den Weg. Skorpione oder Schlangen könnten sich zwar theoretisch blicken lassen, aber heute ist es wohl selbst denen zu kühl – beruhigend. Jedoch vermeiden wir für uns uneinsichtige Höhlen zu erkunden.
Dann geht’s weiter zu den bekannten „Windows“-den Fenstern. Wir wandern gemütlich zwischen North und South Window, bestaunen den Double Arch und die faszinierenden Felsformationen, die aussehen wie eine Elefantenparade. Es ist beeindruckend zu sehen, wie Wind und Wetter über Jahrtausende diese Bögen aus dem Gestein geformt haben – durch das Spiel harter und weicher Schichten entstehen hier die wildesten Gebilde. Ein weiterer Zwischenstopp führt uns zum Aussichtspunkt auf den Delicate Arch – dem Wahrzeichen von Utah, das auch die Autokennzeichen ziert. Von hier aus eröffnet sich ein grandioser Blick auf den ikonischen Felsen, eingerahmt von roten Klippen und weitem Himmel. Anschließend fahren wir weiter zum Dead Horse Point. Der Name klingt düster – und die Geschichte dahinter ist es auch: Früher trieben Cowboys Wildpferde auf dieses Hochplateau, um sie einzufangen. Die, die sich nicht fangen lassen wollten, hatten keine Chance – es ging 600 Meter senkrecht nach unten in die Schlucht, wo sich der Colorado River durch die Landschaft schlängelt. Heute genießen wir an genau diesem Ort unser Mittagspicknick mit Panorama – atemberaubend schön und irgendwie ehrfürchtig.
Zurück in Moab lassen wir den Nachmittag entspannt angehen – einige von uns springen noch in den Hotelpool, andere schlendern durch den Ort und schauen in die vielen kleinen Läden. Heute ist hier noch Treff der Off-Road Fahrzeuge, nochmals ein besonderes Spektakel. Am Abend geht es dann für uns alle zum Moab Grill und dort lassen wir bei gutem Essen den Tag kulinarisch ausklingen.

Freitag, 18.04.2025 Fahrt zum Bryce Canyon und Wanderung

Mit dem Gefühl, dass uns heute eine herrliche Panoramafahrt bevorsteht, starten wir frohen Mutes in den Tag. Doch kaum sind wir unterwegs, verwandelt sich die Landschaft in ein unerwartetes Winterkleid. Der Temperatursturz kommt plötzlich, der Schneefall noch überraschender – und so ändert sich der Tag, den wir eher frühlingshaft erwarteten, in eine Szenerie wie aus einem Weihnachtsfilm.
Wir lassen Moab hinter uns und steuern weiter Richtung Bryce Canyon. Die Strecke zieht sich – und gleichzeitig vergeht die Zeit wie im Flug. Dafür sorgt unser Alleskönner Chris, der uns mit einem Mix aus stimmungsvoller Musik und spannenden Infos versorgt. Als wir durch das sogenannte Drachengebirge fahren, legen wir am Black Dragon einen Stopp ein. Die Aussicht? Filmreif. Kamera raus, Panorama rein.
Die Weite des amerikanischen Westens lässt uns immer wieder staunen. Chris hatte es schon erwähnt: Fünfmal könnte man Europa in die USA hineinpacken. Und doch leben hier weniger Menschen – 340 Millionen auf dieser riesigen Fläche, von denen der Großteil an den Küsten wohnt. Im Landesinneren, das wir gerade durchqueren, sind Städte und kleinere Ortschaften eine Rarität. Noch eindrucksvoller ist das Beispiel Alaska – größer als Europa, aber mit gerade mal 400.000 Einwohnern ein Land der endlosen Leere.
Kurz darauf machen wir Halt auf historischem Boden – oder besser gesagt: auf dem ehemaligen Gehöft eines berühmt-berüchtigten Outlaws. Hier lebte einst Butch Cassidy, der älteste Sohn einer mormonischen Großfamilie aus England. Was mit Viehzucht begann, endete in einem Leben als Bank- und Eisenbahnräuber. Heute stehen noch sein Wohnhaus und eine alte Scheune, die Geschichten von früheren Zeiten erzählen. Wir fühlen uns, als wären wir mitten in einem Western gelandet – stilvoll mit Schnee statt Staub.
Gegen Mittag erreichen wir den Bryce Canyon, und trotz des frostigen Wetters schlägt unser Herz höher. Die Hoodoos – bizarre Felstürme, die sich wie Statuen aus dem Boden recken – lassen sich auch bei Schneetreiben kaum übersehen. Manche sind bis zu 60 Meter hoch, das riesige Amphitheater, das sie formen, ist überwältigend: Der Canyon an sich fast fünf Kilometer in der Breite, neunzehn Kilometer in der Länge und mit einer Tiefe von über 240 Meter. Eine Landschaft, die uns sprachlos macht.
Eigentlich hatten wir eine Wanderung geplant – vom Sunset Point über die Wall Street bis hin zum Sunrise Point. Zwei Stunden wollten wir unterwegs sein, doch der Wintereinbruch macht uns einen gehörigen Strich durch die Rechnung. Der Schnee fällt unaufhörlich, der Wind pfeift um die Ohren. Stattdessen bestaunen wir das Naturwunder vom Bryce Point aus. Auch wenn die Sicht eingeschränkt ist – der Blick über das verschneite Amphitheater hat seinen ganz eigenen Zauber. Ein Versuch am Sunset Point bringt leider kaum mehr Sicht, dafür aber frostige Gesichter.
Doch wir geben nicht auf: Für den nächsten Morgen ist klarer Himmel angesagt – und minus neun Grad. Mit dicker Kleidung und großen Hoffnungen wollen wir uns die Morgenstimmung über dem Canyon nicht entgehen lassen.
Den Abend lassen wir entspannt im warmen Ruby’s Inn ausklingen. Am Buffet gibt’s reichlich Auswahl, und nach diesem winterlichen Tag schmeckt das Essen gleich doppelt so gut.

Samstag, 19.04.2025 Fahrt nach Las Vegas

Heute starten wir in einen dieser perfekten Tage, an denen der Himmel strahlt, die Sonne lacht und selbst die knackigen -5 Grad am Morgen uns ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Gut gestärkt vom deftigen Frühstück besuchen wir noch einmal den Sunset Point am Bryce Canyon – und trauen unseren Augen kaum. Was gestern im Schneechaos und Windgeheul fast unterging, entfaltet sich heute wie ein Gemälde: glasklare Luft, blauer Himmel, goldenes Licht. Ein echtes „Wow“-Erlebnis! Unsere Kameras klicken im Dauermodus – Petrus meint es eindeutig gut mit uns.
Beim Abschied vom Canyon gönnen wir uns noch einen letzten Halt am „Salz-und-Pfeffer-Streuer“, wie Chris das skurrile Felspärchen nennt – und natürlich kennt er wieder eine ganze Reihe spannender Geschichten während wir nach „Vegas“ rollen. Überhaupt vergeht die Fahrt dank seiner Erzählungen wie im Flug. Heute geht’s tief hinein in die Welt der Mormonen, ihrer Geschichte, ihrer Kultur – und wir lernen, warum Utah auch als der Bienenkorb Amerikas bekannt ist. Fleiß, Gemeinschaftssinn, und ein bisschen Symbolik. Und der Name? Der stammt vom indigenen Volk der Ute ab, deren Land diesem Bundesstaat einst seinen Namen gab. Wieder was gelernt!
Dann öffnet sich vor uns der Eingang zum berühmten Zion Nationalpark – und wir sind still vor Staunen. Die Checkboard Mesa steht da wie ein riesiges Schachbrett aus Stein, gemeißelt von Wind und Wasser, ein Kunstwerk der Natur. Und am Giant Arch entdecken wir noch einen weiteren Bogen, kunstvoll in den Fels gefräst. Dieser Nationalpark ist einfach etwas ebenso besonderes, wunderbare Natur, einfach gewaltig.
Nach einem kulinarischen Mittagsstopp mit frisch zubereiteten Sandwiches in St. George rollt unser Bus schließlich weiter – dem nächsten Kontrastprogramm entgegen.
Las Vegas! Allein schon die Einfahrt in diese Wüstenmetropole hat etwas Surreales. 1937 aus dem Boden gestampft, um die Arbeiter des Hoover Damms zu unterhalten, wirkt sie heute wie ein einziges riesiges Theaterstück. Chris klärt uns auf über Mafia-Geschichten, Millionendeals und warum „Las Vegas“ eigentlich „die Wiesen“ heißt – auch wenn heutzutage weit und breit keine grüne Wiese zu sehen ist.
Unser Hotel? Ein Koloss. Das Luxor in Form einer Pyramide bietet Platz für 4400 Gäste – und der Check-in-Bereich erinnert eher an ein Terminal am Flughafen. Nach dem Einchecken bleibt noch ein bisschen Zeit zum Relaxen oder das Hotel zu erkunden und schon bald geht’s weiter zum Abendessen – italienisch, lecker, und genau das, was wir jetzt brauchen-Buca di Beppo, wir kommen und bringen viel Hunger mit. Wir brauchen schließlich viel Energie, denn Las Vegas ruft!
Unser Abend startet in der Fremont Street – hier flackert, blinkt und leuchtet es aus allen Richtungen. Die Lichtershow über unseren Köpfen ist spektakulär, aber der wahre Wahnsinn spielt sich auf der Straße ab: schrille Typen, laute Musik, ein buntes Durcheinander, das uns fast ein bisschen überfordert – aber genau das macht den Reiz aus. Dann geht’s weiter auf den Strip oder den Las Vegas Boulevard. Wir staunen über skurrile Hochzeitskapellen, bei denen man sich im Auto das Ja-Wort geben kann, als würde man durch den Drive-in fahren. Im „Venetian“ glauben wir für einen Moment wirklich, in Venedig zu sein – mit Himmel über uns, der irgendwie künstlich, aber gleichzeitig charmant echt wirkt. Wir schlendern über den Markusplatz, sehen Gondeln auf Kanälen und können kaum glauben, dass das alles mitten in der Wüste passiert. Zum Finale stehen wir am Bellagio und lassen uns von der Wassershow verzaubern – ein Tanz aus Licht, Musik und Fontänen. Danach geht’s vorbei an einem Eiffelturm in Miniaturausgabe zurück zum Hotel – zu Fuß oder mit dem Bus, je nach Energielevel.
Ein Tag voller Gegensätze, voller Staunen, voller Geschichten. Und als wir endlich in unsere Betten im Luxor sinken, surrt der Kopf noch von all den Eindrücken dieser verrückten Stadt.

Sonntag, 20.04.2025 Goodbye Las Vegas und auf zum Tal des Todes

Im Pyramid Café des Luxor Hotels frühstücken wir mit einer Auswahl zwischen Burrito, French Toast, Pancakes und Co. Nicht ohne an Spielautomaten und Slotmaschinen, vorbeizukommen-versteht sich. Dann heißt es: Abschied nehmen von Las Vegas. Aber nicht, ohne den obligatorischen Fotostopp am berühmten „Welcome to Fabulous Las Vegas“-Schild! Ein bisschen Klischee muss einfach sein – denn wer hier nicht war, war nicht wirklich in „Vegas“. Während wir die Stadt hinter uns lassen, glitzert am Horizont der Mount Charleston mit seiner schneebedeckten Kuppe – ein unerwarteter Anblick nach all dem Wüstenflair. Und dann wird’s wirklich wild: Wir tauchen ein in eine Landschaft wie aus einem surrealen Roadmovie. Links und rechts sprießen wieder die bizarren Joshua Trees aus dem Boden, diese knorrigen, verrückten Pflanzen, die aussehen, wie menschenartige Wesen in der Landschaft. Kein Wunder, dass die Mormonen damals gleich an eine biblische Erscheinung dachten.
Ein kleines bisschen verrückt bleibt es auch beim nächsten Halt: Amargosa. Klingt irgendwie nach einem vergessenen Ort im Nirgendwo – und genau das ist es auch. Sechs Menschen wohnen hier noch. Sechs! Und mitten in dieser fast-geisterhaften Kulisse steht tatsächlich ein Opernhaus. Hier soll Alfred Hitchcock einmal übernachtet haben – im einzigen Motel – und sich von einer wahren Begebenheit zu seinem Filmklassiker „Psycho“ inspirieren lassen. Plötzlich wirkt das verlassene Nest ziemlich filmreif.
Gegen Mittag rollen wir dann ins Death Valley – dem Tal des Todes. Klingt dramatisch, sieht aber atemberaubend aus. Am Zabriskie Point staunen wir bei 32 Grad über ein Panorama wie von einem anderen Planeten. Die Farben, die Formen, die Stille – einfach magisch. In Furnace Creek gibt’s dann eine willkommene Pause: Picknick im Schatten und ein paar typische Mitbringsel aus dem General Store, bevor es weiter durch die staubige Filmkulisse geht. Chris erzählt uns unterwegs von Dreharbeiten zu „Star Wars“ und „Die Mumie“ – wir fangen langsam an, uns selbst wie Statisten in einem Hollywoodstreifen zu fühlen. Nächster Fotostopp: Stovepipe Wells. Dort stapfen wir durch die Dünen, die im Licht fast golden schimmern – nicht ohne vorher eine kurze Klapperschlangen-Warnung zu bekommen. Ein bisschen Nervenkitzel gehört eben dazu. Um Death Valley zu verlassen, cruisen wir durchs Panamint Valley – eingerahmt von schroffen Bergen mit Namen wie „Funeral Mountains“. Am Nachmittag landen wir in Trona – eine Siedlung, die sich anfühlt wie aus der Zeit gefallen. Verlassene Häuser, verlassene Straßen – fast wie ein Filmset, das man irgendwann vergessen hat abzubauen. Doch dann: grüne Rettung! Das San Joaquin Valley empfängt uns mit sattgrünen Feldern, sanften Hügeln und grasenden Kühen. Nach all dem Staub und Sand wirkt diese üppige Landschaft fast paradiesisch.
Den Abend lassen wir entspannt bei einem richtig guten Steak im Black Angus ausklingen – genau gegenüber von unserem Hotel in Bakersfield. Mit vollen Bäuchen und einem leichten Wüstenstaubfilm auf der Haut freuen wir uns auf morgen – wenn es wieder raus in die Natur geht, hinein in die wilde grüne Schönheit des Yosemite Nationalparks.

Montag, 21.04.2025 Fahrt zum Yosemite Nationalpark

Heute folgt das nächste Highlight unserer Reise durch den Südwesten – wir machen uns auf den Weg in den legendären Yosemite Nationalpark, den ältesten seiner Art in den USA. Doch bevor es losgeht, legen Chris und ich noch einen kleinen Zwischenstopp im Supermarkt ein. Schließlich wollen wir beim von Eberhardt TRAVEL organisierten Picknick ordentlich einkaufen – Käse, Wurstspezialitäten, frisches Brot, ein bisschen Obst, ein kühles Bier, alles, was das deutsche Reiseherz vermisst, will gefunden werden!
Dann rollen wir mit dem Bus Richtung Nationalpark, und je näher wir kommen, desto mehr steigt die Vorfreude. Schon bei der Einfahrt in das riesige Naturparadies spüren wir: Das hier ist ein besonderer Ort. Interessant ist auch, dass der Name „Yosemite“ eigentlich auf einem Missverständnis beruht. Ursprünglich nannten die indigenen Völker dieses Gebiet das „Land der Bären“ – aber französische Pelzjäger hörten wohl nicht so genau hin und machten kurzerhand „Yosemite“ daraus. Abraham Lincoln hatte später das richtige Gespür für die Schönheit dieser Landschaft und erklärte das Gebiet auf Initiative von Mr. Stanford zum ersten Nationalpark der Vereinigten Staaten. Unterwegs halten wir immer wieder an Aussichtspunkten, die einem fast den Atem rauben. Rechts rauscht der Brautschleierwasserfall in die Tiefe, links erhebt sich der mächtige „El Capitan“ mit seinen beeindruckenden 1000 Metern Höhe, und in der Mitte daneben lugt der berühmte Half Dome aus dem satten Grün hervor. Die Kulisse wirkt fast zu schön, um echt zu sein – wie gemalt und wie schon auf Zeichnungen gesehen, nun stehen wir hier selbst mittendrin!
Für unser Picknick haben wir ein kleines Paradies am Wawona-Fluss entdeckt. Umgeben von Bäumen, mit Vogelgezwitscher im Ohr und Sonne im Gesicht, bereiten wir unsere Speisen und Getränke vor. Es wird geschlemmt, geplaudert, gelacht – dazu ein Gläschen Wein oder ein kühles Bier. Ein echter Genussmoment!
Gut gestärkt machen wir uns danach auf den Weg zu einer kleinen Wanderung, die uns weitere schöne Einblicke bietet: Über die „Swinging Bridge“ geht’s in die sogenannten Wetlands, dann folgen wir dem Verlauf des Merced River. Der Yosemite Wasserfall begleitet uns eine Weile mit seinem Tosen – Natur pur! Wir tauchen tief ein in die wilde Schönheit dieses Parks, lassen uns Zeit, genießen die Stille und staunen über die Vielfalt um uns herum. Am späten Nachmittag erreichen wir unsere heutige Unterkunft – die Cedar Lodge, direkt am Rande des Nationalparks. Hier lässt es sich wunderbar urig wohnen. Vor den Zimmern sitzen wir noch lange zusammen, stoßen mit dem letzten Bier auf diesen großartigen Tag an und verzehren die restlichen Speisen unseres Picknicks, während über den Bergen langsam die Dämmerung einzieht.

Dienstag, 22.04.2025 Fahrt über Sacramento nach Nappa Valley

Beinahe Ausschlafen! Heute stellen wir den Wecker ein bisschen später und starten gemütlich in den Tag. Die Sonne lacht bereits über den Berggipfeln rund um unsere Lodge, während wir uns Zeit lassen beim Frühstück – und das dürfen wir auch, denn hier ticken die Uhren ein wenig langsamer. Bis das deftig amerikanische Frühstück auf unseren Tellern landet, vergeht ein Moment, aber dann wird ordentlich aufgetischt: Eier, Speck, Würstchen, Pancakes – das volle Programm. Und weil wir clever sind, kommt noch ein bisschen Picknick-Resteverwertung dazu: Brot, Wurst, Käse – voilà, gut gestärkt geht es in den Tag. Dann heißt es Abschied nehmen vom Yosemite Nationalpark, wir rollen weiter Richtung Napa Valley. Chris, unser Reiseleiter, ist natürlich wieder in Hochform und sorgt dafür, dass die Fahrt nicht langweilig wird. Mit viel Humor und spannenden Geschichten bringt er uns das Land näher – von der Politik über Michelle Obamas Gesundheitsprojekte bis hin zu ein paar Interna aus seiner Armeezeit ist ein breiter Mix dabei. Plötzlich sind wir schon in Sacramento – der Hauptstadt Kaliforniens, auch wenn sie sich eher wie eine charmante Kleinstadt anfühlt. In „Old Sacramento“ schlendern wir durch die Westernkulisse wie aus einem Film, gönnen uns eine Mittagspause in dieser nostalgischen Atmosphäre und genießen das Flair vergangener Tage.
Am Nachmittag wird’s politisch: Wir besuchen das Kapitol. Erst mal durch den Sicherheitscheck, wie am Flughafen – nur ohne Bordkarte. Drinnen staunen wir über die prachtvolle Architektur, die hohe Kuppel, die langen Gänge und die Portraits früherer Gouverneure, darunter natürlich zwei, die selbst Hollywoodstars Konkurrenz machen: Ronald Reagan und Arnold Schwarzenegger. Wir werfen einen Blick in den Sitzungssaal, wo Kaliforniens Politik gemacht wird – ziemlich beeindruckend! Und dann geht’s auch schon weiter, Richtung Napa, genauer gesagt nach American Canyon. Hier lassen wir den Tag gemütlich ausklingen, haben noch etwas Zeit zur freien Verfügung, bevor wir uns abends im „Table 29“ zum Abendessen treffen. Ein letztes Mal in diesem Reiseabschnitt heißt es: genießen, entspannen, Kraft tanken – denn morgen wartet unser großes Finale: San Francisco!

Mittwoch, 23.04.2025 Wanderung Muir Woods und San Francisco

So sehr wir uns auch dagegen wehren – heute ist er da: unser letzter Reisetag. Unser erster Stopp führt uns nach Sausalito – der hübsche Ort an der Bucht von San Francisco mit seinem schnuckeligen Jachthafen und den Traumhäusern in den Hügeln. Hier treffen wir Jason, unseren Shuttlefahrer, der mit seinem verschmitzten Grinsen glatt als Doppelgänger von Mr. Chow aus „Hangover“ durchgehen könnte. Jason kutschiert uns gelassen in Richtung Muir Woods. Denn dort, wo die Riesen unter den Bäumen wohnen – die uralten Redwoods und Sequoias – sind große Reisebusse und Privatfahrzeuge tabu. Der Nationalpark schützt seine Giganten gut, also steigen wir um. Nach einer entspannten Fahrt heißt es, auf in die Natur! Chris, unser Alleskönner, führt uns auf einem gemütlichen Pfad durch den märchenhaften Wald. Um uns herum: diese gigantischen Baumriesen, so alt, dass man sich selbst plötzlich ziemlich winzig vorkommt. An einer Schautafel wird's historisch – wir bestaunen den Querschnitt eines tausendjährigen Baums, auf dem Ereignisse der Menschheitsgeschichte markiert sind. Diese Riesen existieren nicht einfach nur, sie trotzen sogar Feuer – ihre dicke Borke macht sie quasi unverwundbar. Wir könnten hier ewig verweilen, zwischen Farnen, Moos und dem Flüstern des Waldes. Aber San Francisco ruft – und zwar laut.
Also nach dem Shuttle zurück in Sausalito, zurück in den Bus, Musik an! Und was läuft? Natürlich: „If you’re going to San Francisco...“ – und wir fahren stilecht über die Golden Gate Bridge. Was für ein Moment! Die Stadt begrüßt uns mit offenen Armen, und natürlich halten wir am Aussichtspunkt für die perfekte Postkarten-Perspektive. Jetzt rein ins bunte Leben dieser Stadt: Wir fahren entlang der legendären Lombard Street. Leider nicht per Bus– zu steil, zu kurvig. Aber kein Problem, wir steigen aus und nehmen die Herausforderung zu Fuß. Doch vorher wartet eine Überraschung und ein Highlight auf Schienen: Eine Fahrt mit der berühmten Cable Car auf der California Street! Wind im Gesicht, City-Feeling pur – das ist San Francisco, wie man es sich erträumt. An der Endstation wartet Chris schon wieder auf uns, der heute gefühlt überall gleichzeitig ist. Weiter geht's mit dem Bus Richtung Union Square – wir staunen nicht schlecht über das beeindruckende Rathaus, das in seiner Pracht glatt mit dem Kapitol mithalten könnte. Dann noch ein Abstecher zu den „Painted Ladies“, diesen wunderschönen viktorianischen Häusern, die wie aus einer Filmkulisse wirken, während im Hintergrund die Skyline glitzert. Und ja, natürlich darf auch das bunte Castro-Viertel nicht fehlen – hier pulsiert das Leben in Regenbogenfarben. Den krönenden Abschluss gibt’s ganz oben: auf den Twin Peaks. Der Ausblick ist schlichtweg überwältigend. Die ganze Stadt liegt uns zu Füßen – von der Bay bis zur Golden Gate, hier kann man die Dimensionen so richtig fassen.
Und weil man aufhören soll, wenn’s am schönsten ist, steuern wir zum Abschluss unserer Reise den Fisherman’s Wharf an. Im Italian Seafoodrestaurant „Swiss Louis“ gibt’s noch einmal ein schmackhaftes Abendessen. Wir stoßen auf Chris an, unseren Reiseengel auf vier Rädern. Wenn wir unterwegs vielleicht kein Glück im Casino hatten – mit ihm haben wir den Hauptgewinn gezogen: Humor, Herz, Wissen, Fahrkunst – einfach das volle Paket.
Zum Schluss noch ein bisschen Zukunftsmusik: Einige von uns testen zum Abschied ein fahrerloses Taxi – ein „Waymo“. Ganz ohne Fahrer, aber mit viel Spaß und Staunen. Und dann heißt es langsam: Tschüss sagen. Tschüss Chris. Tschüss San Francisco. Und Tschüss an eine Reise, die wir garantiert nie vergessen werden. Auch müssen wir Gäste uns verabschieden. Denn ab morgen „fliegen“ wir getrennte Wege.

Donnerstag, 24.04.25 Abreisetag in San Francisco und Rückflug nach Deutschland

Unser letzter Morgen in San Francisco beginnt entspannt – oder auch ein bisschen wehmütig. Einige von uns nutzen die zentrale Lage unseres Caza Hotels und ziehen noch einmal los: ein letzter Blick auf die Golden Gate Bridge oder gar Alcatraz, ein letzter Kaffee mit Blick aufs Wasser. Andere machen sich schon früh auf den Weg Richtung Flughafen – mit vollen Koffern und noch vollerem Herzen. Denn heute heißt es: Auf Wiedersehen, Amerika.
Der Abschied fiel uns schon gestern Abend nicht leicht – da hieß es nämlich auch „Good-bye“ zu unserem ganz besonderen Reiseleiter Chris Raeymaekers. Chris, der uns mit seiner charmanten Art, seinem unerschöpflichen Wissen und seinem unverkennbaren Humor durch zwei unvergessliche Wochen geführt hat. Mit ihm sind wir nicht nur gereist, sondern gewachsen – zu einer wunderbar bunten, neugierigen, herzlichen Reisegruppe, mit der jede Meile ein spannendes Abenteuer war.
Was bleibt, sind Geschichten, die wir weitererzählen werden – über Landschaften, Menschen, Begegnungen, über kleine Erlebnisse am Wegesrand und unter uns erwähnt: über die ein oder anderen "Flügel"-ihr wisst schon. Und natürlich über Chris, der für viele von uns ein echtes Reiseleiter-Phänomen bleibt. Wir hätten wohl alle noch ein paar Tage dranhängen können – oder am liebsten gleich noch ein, zwei Bundesstaaten mehr entdecken!

Freitag, 25.04.2025 Ankunft in Deutschland

Zurück in unserem Heimatland ziehen wir alle unseres Weges. Sei es über Frankfurt oder über München, irgendwann haben es alle geschafft und landen wieder wohlbehalten zu Hause!


Die USA haben sich uns als herrlich unkompliziertes, offenes und herzliches Reiseland gezeigt. Wir nehmen nicht nur Souvenirs mit, sondern auch ein Stück amerikanisches Lebensgefühl – dieses „Yes, we can“, die Freundlichkeit, die Gelassenheit, und vielleicht auch das ein oder andere Lächeln, das man einfach weitergeben muss.
Ein riesengroßes Dankeschön geht an unsere wunderbare Reisegruppe – ihr habt diese Reise zu dem gemacht, was sie war: ein echtes Highlight. Es war uns beiden, Chris und mir, eine große Freude, mit euch unterwegs zu sein. Und wer weiß – vielleicht treffen wir uns ja bald wieder, irgendwo zwischen New York und New Orleans, in den Nationalparks oder an der Küste Kaliforniens?
Herzliche Grüße von Chris, eurem USA-Guide mit Herz und Witz,
und von mir, Susanne Schirmann, Reisebegleitung mit großer Freude an Reisen mit euch und für Eberhardt TRAVEL.
P.S.: Ein besonders lieber Dank geht an Kristin Werner von Eberhardt TRAVEL und unserem kompetenten Partner vor Ort – dank euch lief alles wie am Schnürchen.


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