Zum Hauptinhalt springen ... Alle Themen & Ziele
  (03 52 04) 92 112 / Mo – Fr: 07:00 – 19:00 Uhr + Sa: 10:00 – 15:00 Uhr
Eberhardt TRAVEL GmbH
Testsieger 2025
Banner-Hero

Usbekistan – das ist 1001 Nacht und noch viel, viel mehr

Reisebericht: 08.05. – 17.05.2026

Unterwegs auf einem Stück des längsten Handelsweges der Geschichte, der Seidenstraße – für uns Faszination und Begeisterung ohne Ende

Dr. Inge Bily

Ein Reisebericht von
Dr. Inge Bily

Taschkent: Erinnerung an das Erdbeben – © Inge Bily (Eberhardt TRAVEL) Chiwa: unser Hotel – © Inge Bily (Eberhardt TRAVEL) Chiwa: Rundgang in der Altstadt – © Inge Bily (Eberhardt TRAVEL) Buchara: Rundgang in der Altstadt: Hodscha Nasreddin – © Inge Bily (Eberhardt TRAVEL) Buchara: Rundgang in der Altstadt – © Inge Bily (Eberhardt TRAVEL) Buchara: Rundgang in der Altstadt: Kaljan-Moschee – © Inge Bily (Eberhardt TRAVEL) Umgebung von Buchara: Bahouddin Naqshbandi-Komplex – © Inge Bily (Eberhardt TRAVEL) Buchara: Souvenirs – © Inge Bily (Eberhardt TRAVEL) Schahrisabs: im Memorialkomplex der Timuriden-Dynastie – © Inge Bily (Eberhardt TRAVEL) Samarkand: Mausoleumskomplex Gur-Emir mit dem Grab des berühmten Timur Lenk – © Inge Bily (Eberhardt TRAVEL) Samarkand: Seidenpapierherstellung – © Inge Bily (Eberhardt TRAVEL) Samarkand: Astrophysikalische Ausstellung – © Inge Bily (Eberhardt TRAVEL)

1. Tag: Freitag 08.05.2026: Über Istanbul nach Taschkent [usbekisch: Toşkent, russisch: Taškent]

Bereits am Flughafen BER ist unsere Gruppe fast komplett. Mit Turkish Airlines geht es über Istanbul weiter nach Taschkent, wo wir nach Mitternacht planmäßig landen. Die Spannung steigt, nun sind wir da, in Taschkent, in Usbekistans Hauptstadt.
Unser örtlicher Reiseleiter Alibek Azimov empfängt uns, begleitet uns zum Bus, schon fahren wir los zu unserem Hotel.
Für morgen früh ist ein späteres Frühstück für uns geplant. Danach werden wir unser Programm beginnen. Wir wollen alles sehen, freuen uns schon lange auf diese Tour.

2. Tag: Sonnabend 09.05.2026: Taschkent [usbekisch: Toşkent, russisch: Taškent]: Hauptstadt Usbekistans

Für 10 Uhr sind wir dann mit Alibek zum Beginn unseres touristischen Programms verabredet. Wir gehen auf eine Rundfahrt durch Taschkent, die Hauptstadt Usbekistans. Geschichte und Moderne reichen sich hier gleichsam die Hand. Die Stadt mit einer so bewegten und langen Geschichte ist modern. Wir treffen fröhliche, überaus aufgeschlossene Menschen. Gleich wollen sie mit uns ein Foto machen. Das wird so weiter gehen. Woher wir kommen, warum wir hier sind, ob wir Kinder haben, das wollen die Menschen auf der Straße und auf dem Markt, auch beim Besuch der zahlreichen Sehenswürdigkeiten wissen. Und wie wir es hier finden, werden wir auch immer wieder gefragt. Sprachlich kommen wir mit Russisch und Englisch wirklich gut zurecht.
Natürlich zeigt uns Alibek die historischen Gebäude, die uns besonders interessieren. Es sind vor allem die Zeugnisse aus orientalischer Zeit: das Kafali-Shash-Mausoleum, die Kukeldasch-Medrese und die berühmte Koran-Bibliothek. Und dazu erfahren wir ganz viel aus der Geschichte des Landes, das wir auf keinen Fall isoliert betrachten dürfen, sondern immer im Zusammenhang mit der Entwicklung der gesamten Region hier.
Es bleibt auch noch Zeit für einen Bummel durch die Markthalle. Da können wir uns nur schwer losreißen von den Ständen mit frischem und getrocknetem Obst, Gemüse, Nüssen, und dann erst die Süßigkeiten! Dazu wird uns auch immer wieder etwas angeboten, auch Tee. Alibek hat inszwischen am Bäckerstand Brot gekauft, superfrisch. Das teilt er aus. So gut schmeckt also Usbekistan!
Eine Fahrt mit der U-Bahn muss natürlich unbedingt sein. Dort sehen wir ganz originelle Stationen. Alibek hat alles prima organisiert. Das Umsteigen klappt. Und in den Zügen werden uns immer wieder Plätze angeboten. Inzwischen darf man in der Metro auch fotografieren. Das war nicht immer so.
Unser Abendessen nehmen wir heute im typisch usbekischen Restaurant Sim Sim ein. Zufrieden mit diesem schönen Tag fahren wir in unser Hotel und sind schon auf die nächsten Programmpunkte gespannt. Aber die lange Anreise steckt uns doch irgendwie in den Gliedern. Das wird die nächsten Tage besser, aber morgen müssen wir gleich nochmals früh raus, denn mit dem Flugzeug geht es weiter mit dem Ziel Chiwa.

3. Tag: Sonntag 10.05.2026: Flug Taschkent nach Urgentsch [usbekisch: Urganç, russisch: Urgenč] – märchenhaftes Chiwa [usbekisch: Xiva, russisch: Chiva] – Besuch der Zirkusfamilie Darbozschi – Freizeit

Heute fliegen wir weiter. Es geht zunächst nach Urgentsch [usbekisch: Urganç, russisch: Urganč], dann mit dem Bus nach Chiwa [usbekisch: Xiva, russisch: Chiva].
Hier gibt es zunächst die an einem Flughafen üblichen Prozeduren zu erledigen. Dann fahren wir zum Hotel, unweit der Altstadt gelegen. Das ist immer gut für die Besichtigungen, vor allem auch für eigene Erkundungen. Auch das Umfeld dieses früh erwähnten Ortes ist für uns interessant: wir sehen die Wüste, und um uns herum ist endlose Weite, alles flach, jede Menge Sand. Das konnte man auf dem Flug nach Urgentsch schon gut aus der Luft sehen.
Chiwa war schon sehr früh ein bedeutender Ort an der Seidenstraße, eine Oase. Bereits im 6. Jh. v. Chr. kamen hier Karawanen mit kostbaren Seidenstoffen aus China vorbei. Prächtig ausgestattete Gebäude wie die Djuma-Moschee, das Islam Khodja-Minarett, Medresen und der Tash Hauli-Palast sind Zeugen der bewegten Geschichte und bilden gleichsam ein riesiges Freilichtmuseum. Wie staunen, bleiben stehen, bewundern alles und verpassen manchmal fast die Gruppe. Aber Alibek kennt das schon von seinen Gästen und erinnert uns. Für uns ist das alles eine ganz neue faszinierende Welt, einfach traumhaft! So hatten wir es uns vorgestellt.
Nach einer Mittagspause treffen wir uns wieder, um das Programm der Zirkusfamilie Darbozschi in der Medrese Feruz Khan zu erleben. Es gibt eine kleine Darbietung für uns und auch für noch andere Gäste. Wir applaudieren kräftig.
Einige Gäste wollen noch den Aussichtsturm besteigen, die anderen genießen inzwischen die unverwechselbare Kulisse dieses unbeschreiblich schönen Ortes.
Nun wartet schon das Abendessen im Restaurant Terassa gleich nebenan, wo wir den wunderbaren Tag ausklingen lassen.
Und jetzt und auch schon zuvor sind unsere Einkäufe auf den Basaren ein Thema. Die Verlockung ist einfach zu groß, die Auswahl an farbenfrohen Mitbringseln riesig. Wir beraten uns gegenseitig, denn wir haben die Qual der Wahl. Irgendwann wird man schwach, schon ist der Handel perfekt. Und wir sollen auch feilschen, sagt jedenfalls Alibek. Da müssen wir unsere Zaghaftigkeit noch besser überwinden. Aber die Gelegenheiten zum Üben sind ja da.

4. Tag: Montag 11.05.2026: Wüste Kizilkum [usbekisch: Kizilkum, russisch: Kyzylkum] – Buchara [usbekisch: Bucharo, russisch: Buchara]

Heute ziehen wir weiter, wir sind ja auf einer Rundreise. Nach dem Frühstück verlassen wir das uns schnell vertraut gewordene Chiwa und fahren durch einen Teil der riesigen Wüste Kizilkum, auf den Spuren mongolischer Steppenreiter. Teilweise geht es entlang des Amudarja-Flusses [usbekisch: Amudarjja, russisch: Amudar’ja]. Wir sehen schier endlose, eindrucksvolle Halbwüsten- und Steppenlandschaft. Naja, die Straßen sind noch nicht alle in gutem Zustand, aber unser versierter Busfahrer schafft es immer wieder, den Schlaglöchern auszuweichen. Und der Bau von richtig breiten Autobahnen ist im vollen Gange.
Unterwegs ist schon eine Mittagspause eingeplant, ein Essen für uns bestellt. Auch andere Reisegruppen sind im Restaurant dabei, Franzosen, Italiener, Spanier.
Am späten Nachmittag erreichen wir unser heutiges Etappenziel: die Oase Buchara. Natürlich waren wir wieder alle sehr gespannt. Und Alibek hatte mit uns sowieso vor dem Abendessen noch einen Spaziergang in die Altstadt geplant, in der wir ja eigentlich wohnten, denn unser Hotel könnte kaum günstiger liegen, auch für geplante eigene Erkundungen, Abendspaziergänge usw., usw.
Das Abendessen wartete dann im Restaurant Old Buchara. Es gab allerlei regionale Speisen, dazu das schon bekannte gute Brot. Und nach dem Essen konnten wir ganz gemütlich durchs inzwischen beleuchtete Buchara schlendern. Was für eine Stadt! Ein Märchen! Und wir mittendrin! Was wollen wir mehr?!

5. Tag: Dienstag 12.05.2026: Buchara [usbekisch: Bucharo, russisch: Buchara]

Der Tag beginnt mit einer ausführlichen Stadtbesichtigung von Buchara. Wir sehen u.a. das Mausoleum der Samaniden, die Ark-Zitadelle und auch die Kaljan-Moschee mit ihrem 46 Meter hohen Kaljan-Minarett. Weiterhin die Mir-i-Arab-Medrese. Durch die Anwesenheit zahlreicher berühmter Gelehrter war das heilige Buchara, das den Beinamen die Edle trägt, schon sehr früh ein berühmtes Zentrum von Bildung und Kultur. Darauf macht uns Alibek immer wieder aufmerksam.
Und mit Alibek gehen wir noch auf verschiedene Handwerkermärkte der Stadt. Wir tauchen ein in das lebhafte Treiben auf den Basaren, und natürlich probieren wir auch immer wieder zu handeln. Naja, mit mäßigem Erfolg, aber immerhin. Da müssen wir noch üben, denn so versiert wie die Einheimischen sind wir noch längst nicht.

6. Tag: Mittwoch 13.05.2026: Umgebung von Buchara [usbekisch: Bucharo, russisch: Buchara] mit Chor Bakr Mausoleum, Palast Sitorai Mokhi Chosa, Bahouddin Naqshibandi

Die Stadt Buchara haben wir ja nun schon gut kennen gelernt. Heute ist die Umgebung dieser einzigartigen Stadt an der Reihe. Wir fahren mit dem Bus ein Stück hinaus. Eigentlich wird auf den Feldern im Umland Baumwolle angebaut, aber die Pflanzen sind noch klein. Zur Ernte muss man im Herbst hierher kommen. Alibek berichtet über die Landwirtschaft, den Baumwollanbau, das Leben der Bauern, auch über die Probleme, die noch zu lösen sind, über Wege aus der Monokultur des Baumwollanbaus, hier ein sehr aktuelles Thema. Auch über die Entsalzung der Felder erzählt uns Alibek.
Unser Ziel sind aber auch heute eine Reihe einzigartiger Kulturdenkmäler. Wir besuchen das Chor Bakr Mausoleum und den Palast Sitorai Mokhi Khosa, die Residenz des letzten Herrschers von Buchara. Und wir fahren auch zur Anlage von Bahouddin Naqshbandi, die zu einem der heiligen Plätze der Moslems zählt. Das sieht man auch vor Ort. Die Menschen beten.
Um die Mittagszeit sind wir von unserer Tour wieder zurück in Buchara. Alle haben schon Pläne für die nachmittägliche Freizeit, können es kaum erwarten, zu schauen, zu stöbern, zu schlendern.
Fakultativ geht Alibek mit allen Interessenten noch zu einem ganz bestimmten Stand, um uns in die Kunst der Seidenstickerei einzuweihen. Und dann werden wir noch durchs jüdische Museum in unserem Hotel geführt, denn das Gebäude war ursprünglich in jüdischer Hand. Überhaupt erinnert Alibek immer wieder daran, dass wir hier in einer Region sind, wo viele, viele unterschiedliche Völker und mehrere Religionen friedlich miteinander lebten. Und es hat funktioniert! Das kann man gar nicht oft genug betonen.
Und vor dem Folkloreprogramm mit einer Modenschau in der Medrese Nodir Devon Begi, unter freiem Himmel und in einem altertümlichen Innenhof, wollen wir noch die Synagoge der bucharischen Juden besuchen. Anschließend geht Alibek mit uns zum jüdischen Friedhof.
Diese Stadt mit ihren Händlern und den bunten Basaren hat es uns wirklich angetan. Es ist einfach märchenhaft, stellen wir immer wieder fest.

7. Tag: Donnerstag 14.05.2026: Von Buchara [usbekisch: Bucharo, russisch: Buhara] über Scharisabs [usbekisch: Schahrisaby, russisch: Šachisabz] über den Bergpass nach Samarkand [usbekisch: Samarqand, russisch: Samarkand]

Heute ziehen auch wir wieder weiter. Unser Ziel ist Schahrisabs, die Geburtsstätte von Timur Lenk, der vielen auch als Tamerlan bekannt ist. Er war ein mittelasiatischer Militärführer und Eroberer islamischen Glaubens am Ende des 14. Jh., der Herrscher der Goldenen Horde und einer der letzten Kaiser der Mongolen. Wenn man den Gemälden glauben kann, eine ausgesprochen imposante Erscheinung! Seine Herrschaft ist gekennzeichnet durch Brutalität und Tyrannei, aber er ist gleichzeitig auch als großzügiger Kunst- und Literaturförderer bekannt geworden. Allein die Ruinen des Ak Saray (Weißes Schloss), einem einst großartig angelegten Palast, von dem nur noch einige Teile übrig geblieben sind, vermitteln noch heute einen überwältigenden Eindruck.
Auch die Fahrten über Land haben für uns immer wieder ihren Reiz, so auch heute. Gut können wir uns selbst ein Bild machen, sehen Felder, Bewässerungskanäle, Schaf- und Ziegenherden, Kühe, Pferde und Dromedare am Wegesrand.
Vor den geplanten Besichtigungen stärken wir uns nun noch in einem landestypischen Restaurant, wo auch die Usbeken gern einkehren. Alibek hatte für unsere Mittagspause dort schon Plätze reserviert.
Nach dem Besichtigungsprogramm stiegen wir schließlich in PKWs um, denn nun ging es über eine Pass-Straße nach Samarkand, unserem heutigen Tagesziel. Unser Bus war inzwischen längst abgefahren, denn er mußte den weiteren Weg über die Landstraße nehmen.
Wir sind nun schon auf Samarkand gespannt, auf eine der schönsten Städte des Orients. Unter der Herrschaft von Timur Lenk wurde es 1369 zur Hauptstadt seines Reiches. Wieder sind wir neugierig. Die Stadt liegt in einer Fluss-Oase der Sarafschan-Berge [usbekisch: Zarafşon, russisch: Zarafšan].

8. Tag: Freitag 15.05.2026: Samarkand [usbekisch: Samarqand, russisch: Samarkand] und Besuch eines usbekischen Weinhauses

Heute erleben wir eine der ältesten Städte der Welt: Samarkand. Nach dem Frühstück sehen wir die Anlage Schahi-Sinda. Das ist eine Gräberstraße und eine der bekanntesten Nekropolen in ganz Mittelalasien. Entsprechend gut besucht ist diese Anlage. Und wir kommen wieder mit Einheimischen und anderen Touristen ins Gespräch, tauschen uns aus, teilen die Bewunderung.
Danach fahren wir noch zum Mausoleumskomplex Gur-Emir mit dem Grab des berühmten Timur Lenk, über den wir von Alibek inzwischen schon allerhand gehört haben.
Für heute hat uns Alibek um die Mitttagszeit ein Plow-Essen organisiert. Das hatten wir uns gewünscht, und essen ist schließlich auch Teil der Landeskunde, finden wir alle. Anschließend wartet auf uns ein Besuch in einem Weinhaus. Hier verkosten wir verschiedene mittelasiatische Weine und Spirituosen, alles in wirklich sehr guter Qualität. Bei den heißen Temperaturen sind wir allerdings vorsichtig. Natürlich kann man bei der Gelegenheit auch etwas kaufen.
Nach einer kleinen Verschnaufpause im Hotel setzen wir unsere Besichtungstour fort. Es geht zum Registan-Platz, dem Dreh- und Angelpunkt aller Sehenswürdigkeiten hier. Wir gehen weiter zu Timurs Großer Moschee für Bibi Hanim, die für viele als die größte und schönste Moschee Mittelasiens gilt. Dazu liegt das einmalig schöne Ensemble der drei Medresen, d.h. ursprünglicher Koranschulen, Ulug Beg, Shir-Dor und Tillja Kari auf dem Registan-Platz vor uns. Wir sind fasziniert vom Anblick und zücken natürlich die Fotoapparate und Handys. Die einzigartigen Mosaike leuchten himmelblau und grünblau. Hier ist das Licht völlig anders, stellen wir immer wieder fest. Und wir haben das Gefühl, längst in eine Märchenwelt wie bei 1001 Nacht eingetaucht zu sein. Auch die farbenfrohen Kleider der Frauen, die Kopfbedeckungen, die aufregenden Basare mit ihren Händlern, alles zieht uns einfach in seinen Bann. Und natürlich finden sich pausenlos schöne Souvenirs in sehr guter Qualität. Wer wird da nicht schwach?! Alibek hat unendlich viel Geduld mit uns, wartet ab, erklärt. Und zwischendurch besuchen wir noch einen Musiker, der uns verschiedene Volksinstrumente vorstellt. So bekommen wir auch einen kleinen Einblick in diesen Bereich des usbekischen kulturellen Lebens.
Nun steht das Abendessen auf dem Programm, danach für alle Interessenten ein Besuch auf dem schön angestrahlten Registan-Platz.

9. Tag: Sonnabend 16.05.2026: Von Samarkand [usbekisch: Samarqand, russisch: Samarkand] nach Taschkent [usbekisch: Toşkent, russisch: Taškent]

Heute haben wir noch den ganzen Tag für Samarkand. Zunächst steht eine Seidenstoff-Papierfabrik am Stadtrand von Samarkand auf dem Programm. In der kleinen Fabrik können wir sehen, wie aus den Blättern der Maulbeerbäume am Ende schöne Erzeugnisse werden. Neben Stoffen, kann man natürlich auch Papier, Taschen oder Kalender herstellen, die man auch kaufen kann, was wir eifrig tun.
Unsere einzigartige Rundreise durch das wunderbare Usbekistan beschließen wir mit einem frühen Abschieds-Abendessen im Restaurant Platan in Taschkent. Dann bringt uns der Bus zum Bahnhof, denn mit dem Schnellzug Afrasiab fahren wir nach Taschkent, zusammen mit anderen Reisegruppen, stellt sich heraus.

10. Tag: Sonntag 17.05.2026: Abschied von Usbekistan

Heute heißt es leider Abschied nehmen! Vom Hotel machen wir uns mit Alibek auf den Weg zum Flughafen. Viele Erinnerungen haben wir im Gepäck, unendlich viele Fotos aufgenommen, und an unzähligen schönen und originellen Souvenirs unterwegs kamen wir einfach nicht vorbei, ganz gleich, ob sie aus Stoff, Leder, Metall oder Papier waren. Auch auf den Märkten gab es viele interessante Sachen, von Nüssen über Trockenfrüchte bis hin zu zahllosen Gewürzen, Tees und vielen anderen Leckereien. So nehmen wir nicht nur die schönen Erinnerungen mit nach Hause, sondern werden durch unsere Mitbringsel immer wieder Gelegenheit haben, uns an diese einmalige Reise zu erinnern, an deren Gelingen unser örtlicher Reiseleiter Alibek eine sehr große Aktie hat. Nach einem Zwischenstopp in Istanbul erreichten wir pünktlich den Flughafen BER und verabschiedeten uns dort.
Was wir zusammen gesehen und erlebt haben war einzigartig! Eine Tour in die Geschichte und auch in die Moderne des ganz besonderen mittelasiatischen Landes Usbekistan. Dies ist ein Schmelztiegel der Geschichte ganz allgemein, der Völker, der Kulturen, des Wissens, der Religionen, der Kulturen im weitesten Sinne. Und das alles erlebten wir mit Alibek, unserem örtliche Reiseleiter, der nicht nur ein erstaunliches Wissen mitbringt, sondern auch ein ausgeprägtes Gespür für seine Gäste aus einer völlig anderen Kultur hat. Wir werden uns immer wieder gern an dieses wunderbare Miteinander erinnern. Und wir lernten bei dieser Gelegenheit auch gleich unendlich viele Querverbindungen zwischen den Ländern und Kulturen Mittelalsiens kennen, mit einer großen Strahlkraft weit über diesen Raum hinaus.
Die Gastfreundschaft und erstaunliche Offenheit der Menschen in Usbekistan hat uns immer wieder angenehm berührt. Alle haben uns auf ganz unterschiedliche Art gezeigt, wie sehr wir hier willkommen sind.
Aber auch Sie, liebe Gäste, haben ganz viel zum Gelingen dieser großartigen Tour beigetragen, durch Ihr Interesse für das Land und seine Kultur und durch Ihre wachsende Begeisterung gegenüber all dem Neuen!
Was bleibt, sind wunderbare Eindrücke einer ganz besonderen Reise.


So möchte ich meinen Bericht nicht schließen, ohne Ihnen allen sehr herzlich zu danken: für Ihr großes Interesse an dieser Tour, vor allem aber für Ihren ganz individuellen Beitrag zum Gelingen der Reise, und dies in jeder Hinsicht, und ganz besonders dann, wenn gegenseitige Rücksichtnahme, ein gutes Miteinander und die sprichwörtliche usbekische Gelassenheit gefragt waren.
Ihnen alles, alles Gute, Gesundheit und Energie für viele schöne Reisen, auf denen wir uns dann hoffentlich bald begegnen. Ich freue mich aufs Wiedersehen!
Und das einmalige Abschiedsgemälde hat schon einen festen Platz gefunden und wird mich sowieso immer wieder an Sie alle erinnern. Vielen, vielen Dank auch dafür!
Ihre Dr. Inge Bily


Kommentare zum Reisebericht