Zum Hauptinhalt springen ... Alle Themen & Ziele
  (03 52 04) 92 112 / Mo – Fr: 07:00 – 19:00 Uhr + Sa: 10:00 – 15:00 Uhr
Eberhardt TRAVEL GmbH
Testsieger 2025
Banner-Hero

Aktiv durch Vietnam und Kambodscha – Abenteuer in Südostasien

Reisebericht: 03.03. – 18.03.2026

16 Tage voller Eindrücke, Begegnungen und unvergesslicher Momente: Unsere Reise durch Vietnam und Kambodscha verbindet Natur, Kultur und gemeinsame Erlebnisse.

Marie Dittrich

Ein Reisebericht von
Marie Dittrich

Ho-Chi-Minh-Mausoleum im Zentrum der Gedenkanlage in Hanoi, Vietnam – © Marie Dittrich (Eberhardt TRAVEL) Bambusfloß auf dem Chum River mit Karstlandschaft im Hintergrund in Pu Luong, Vietnam – © Marie Dittrich (Eberhardt TRAVEL) Vietnamesisches Mittagessen während einer Pause in den Bergen von Nordvietnam – © Marie Dittrich (Eberhardt TRAVEL) Anlage der Zitadelle der Ho-Dynastie mit Flaggen und Skulpturen, Vietnam – © Marie Dittrich (Eberhardt TRAVEL) Sonnenuntergang über den Kalksteinfelsen der Hạ Long Bucht, Vietnam – © Marie Dittrich (Eberhardt TRAVEL) Ausflug Höhle auf Cat Ba, Ha Long Bucht, Vietnam – © Marie Dittrich (Eberhardt TRAVEL) Verarbeitung von Kokosnüssen im Mekong Delta, Vietnam – © Marie Dittrich (Eberhardt TRAVEL) Cu-Chi-Tunnelsystem, Vietnam – © Marie Dittrich (Eberhardt TRAVEL) Ankor Wat Tempel,  Siem Reap, Kambodscha – © Marie Dittrich (Eberhardt TRAVEL) Fahrt zum Phnom-Kulen-Nationalpark, Kambodscha – © Marie Dittrich (Eberhardt TRAVEL) Abendessen in Siem Reap, Kambodscha – © Marie Dittrich (Eberhardt TRAVEL) Siem Reap–Angkor International Airport, Kambodscha – © Marie Dittrich (Eberhardt TRAVEL)

Anreise nach Vietnam

Am Morgen beginnt unsere gemeinsame Reise. In Frankfurt am Flughafen finden wir uns nach und nach zusammen. Für einige begann der Tag bereits sehr früh, da sie aus verschiedenen Städten und sogar anderen Flughäfen angereist sind. Nach und nach treffen wir uns am Gate unseres Vietnam-Airlines-Fluges nach Hanoi. Die Stimmung ist von Anfang an gut und wir begrüßen uns freudig.

Nach einem letzten Kaffee, den Sicherheitskontrollen und etwas Wartezeit beginnt schließlich das Boarding für unseren langen Flug nach Vietnam. Die Stewardessen empfangen uns in ihren eleganten Uniformen, die von der traditionellen vietnamesischen Kleidung inspiriert sind.

Der rund elf Stunden lange Flug wird zwar lang werden, doch für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt. Während wir uns langsam auf die Reise in Richtung Südostasien begeben, bleibt genug Zeit, um sich kennenzulernen, einen Film zu schauen oder einfach etwas zu schlafen.

Über Nacht fliegen wir weiter Richtung Vietnam und freuen uns bereits auf die ersten Eindrücke unseres Reiseziels.

Erste Eindrücke von Hanoi

Am frühen Morgen Ortszeit landen wir schließlich in Vietnam. Wir sind zwar etwas müde, aber vor allem voller Vorfreude. Die Einreise verläuft problemlos. Wir erhalten unsere Stempel und begeben uns zur Gepäckausgabe. Nach kurzer Zeit folgt die erste Erleichterung: Alle Koffer haben den langen Weg sicher nach Vietnam geschafft.

Am Flughafen werden wir bereits freundlich von unserem lokalen Reiseleiter empfangen. Sein englischer Spitzname ist Brave, was auf Deutsch so viel wie „mutig“ bedeutet. Dieser Name leitet sich von seinem vietnamesischen Namen ab, der eine ähnliche Bedeutung hat. In Vietnam ist es üblich, dass Eltern ihren Kindern Namen mit einer besonderen Bedeutung geben, die ausdrücken soll, welche Eigenschaften sie ihrem Kind wünschen. So tragen beispielsweise viele Menschen den Namen Minh, wie auch Ho Chi Minh, was so viel wie „heller Kopf“ oder „klug“ bedeutet.

Brave ist 27 Jahre alt und arbeitet bereits seit fast acht Jahren als Reiseleiter. Mit einem Augenzwinkern erzählt er uns, dass seine Eltern langsam ungeduldig werden, da er nach vietnamesischen Vorstellungen mit 27 Jahren schon fast zu alt zum Heiraten sei.

Gemeinsam mit ihm und unserem Busfahrer, die uns die nächsten Tage durch Nordvietnam begleiten werden, fahren wir zunächst zu unserem Hotel. Aufgrund der frühen Uhrzeit können wir unsere Zimmer zwar noch nicht beziehen, aber immerhin unser Gepäck abstellen und uns kurz frisch machen.

Auf dem Weg zum Hotel überqueren wir den Roten Fluss, den Red River. Er ist der längste und einer der wichtigsten Flüsse Vietnams und reicht sogar bis nach China. Dadurch stellt er eine bedeutende Wasserstraße für Handel und Transport dar.

Während der Fahrt saugen wir bereits die ersten Eindrücke Vietnams auf. Überall hängen rote Fahnen und Banner mit der vietnamesischen Nationalflagge sowie der kommunistischen Flagge. Zudem sind noch zahlreiche Dekorationen zu sehen, denn das vietnamesische Neujahrsfest – Tet – wurde erst vor Kurzem gefeiert. Dieses richtet sich nach dem Mondkalender und fiel in diesem Jahr auf den 17. Februar.

Nach unserer kurzen Pause im Hotel starten wir zu einem ersten Stadtrundgang durch Hanoi.

Mit dem Bus und später zu Fuß geht es in Richtung Altstadt. Dabei lernen wir auch gleich eine wichtige Lektion: Wie man in Hanoi eine Straße überquert.

Es scheint fast so, als gäbe es in Hanoi genauso viele Motorroller wie Einwohner. Ampeln sind selten und der Verkehr wirkt zunächst chaotisch. Der Trick ist jedoch einfach: Man läuft langsam und gleichmäßig los. Die Rollerfahrer halten zwar nicht wirklich an, fahren aber geschickt um einen herum. Unsere erste Straßenüberquerung meistern wir daher schon erstaunlich souverän.

Unser erster Halt ist das Bahnhofsgelände sowie die alte Stahlbrücke über den Roten Fluss. Diese Brücke ist fast hundert Jahre alt und hat viele Höhen und Tiefen der vietnamesischen Geschichte erlebt, unter anderem auch die Bombardierungen während des Vietnamkrieges durch die USA. Und wie bestellt fährt genau in dem Moment, als wir dort stehen, gemächlich ein Zug über die Gleise.

Anschließend führt uns unser Weg weiter in die Altstadt von Hanoi. Wir betreten sie durch das letzte erhaltene antike Stadttor. Früher war die Altstadt von mehreren Stadtmauern umgeben. Der innerste Bereich war ausschließlich dem König, seiner Familie und dem Hofstaat vorbehalten. In der äußeren Mauer gab es sechs Tore, durch die man die Stadt betreten konnte. Während der französischen Kolonialzeit wurden viele dieser Befestigungsanlagen jedoch abgetragen und als Baumaterial für neue Gebäude verwendet.

Wir schlendern durch die lebhaften Straßen der Altstadt, in denen ein buntes und hektisches Treiben herrscht. Überall wird gehandelt und verkauft. Viele Straßen sind bis heute nach den Waren oder Handwerken benannt, die dort traditionell angeboten wurden. Da früher meist Menschen mit dem gleichen Handwerk in derselben Straße lebten, findet man auch heute noch Geschäfte nebeneinander, die beispielsweise Bastmatten oder andere spezialisierte Produkte verkaufen.

In einer Markthalle haben wir die Gelegenheit, erste Souvenirs zu entdecken. Außerdem probieren wir eine lokale Spezialität: in Teig frittierte Banane und Süßkartoffel. Es schmeckt herrlich.

Ein besonderes Erlebnis erwartet uns anschließend. Wir besuchen Mrs. Cham, eine Einheimische, deren Familie seit über 60 Jahren in der Altstadt von Hanoi lebt. Bei Kaffee und Tee erzählt sie uns von ihrem Familienleben und der Wohnkultur in der Altstadt.

Die Häuser hier sind typischerweise sehr schmal zur Straße hin und erstrecken sich dafür lang und hoch nach hinten. Diese Bauweise entstand während der französischen Kolonialzeit, als die Haussteuer nach der Breite der Straßenfront berechnet wurde.

Nach diesem persönlichen Einblick geht es weiter zum Literaturtempel, einem historischen Tempel zu Ehren des Philosophen Konfuzius. Auch heute ist er eine wichtige Pilgerstätte, besonders für Schüler und Studenten, die hier für Erfolg bei Prüfungen beten.

Die Anlage wurde so gestaltet, dass Architektur und Natur miteinander im Einklang stehen. Hier erfahren wir auch, wie eng die Geschichte Vietnams mit der Chinas verbunden ist. Daher finden sich in vielen historischen Bauwerken deutliche chinesische Einflüsse. Gleichzeitig lernen wir, dass nur etwa 20 Prozent der Vietnamesen offiziell einer Religion angehören.

Unser letzter Halt führt uns in ein historisches Haus eines wohlhabenden Kaufmanns, das heute als Museum erhalten wird. Im Inneren befinden sich wunderschöne alte Holzmöbel, reich verziert und teilweise mit Perlmutt eingelegt.

Der wichtigste Raum im Haus ist der Ahnenaltar. Auch wenn viele Vietnamesen keiner Religion angehören, spielt die Verbindung zu den eigenen Vorfahren eine zentrale Rolle in der Kultur. In nahezu jedem Haushalt gibt es einen Altar, an dem Räucherstäbchen entzündet und Speisen oder Getränke dargebracht werden, um die Vorfahren zu ehren und ihren Segen zu erbitten.

Nach diesem erlebnisreichen Tag kehren wir schließlich müde, aber voller Eindrücke ins Hotel zurück und beziehen unsere Zimmer.

Doch der Tag ist noch nicht ganz vorbei. Am Abend erwartet uns ein weiteres Highlight. Gemeinsam besuchen wir ein Spa, in dem wir uns bei einer einstündigen Ganzkörpermassage wunderbar vom langen Flug und dem intensiven Tag erholen können.

Anschließend genießen wir ein leichtes und sehr leckeres Abendessen mit vielen angeregten Gesprächen über die ersten Eindrücke unserer Reise.

Zurück im Hotel haben einige sogar noch genügend Energie, um sich in der Hotelbar auf einen Drink zusammenzufinden.

Damit endet unser erster beeindruckender Tag in Hanoi, Vietnam. Den Schlaf haben wir uns nun wirklich verdient, denn morgen wartet bereits das nächste spannende Kapitel unserer Reise auf uns.

Geschichte, Kultur und besondere Begegnungen in Hanoi

Der Tag beginnt heute bereits beim Frühstück mit einem echten Highlight. Das internationale Buffet ist beeindruckend und bietet eine unglaubliche Auswahl. Hier treffen Frühstücksoptionen aus verschiedenen Kontinenten aufeinander. Frisches Obst, europäische und englische Frühstücksklassiker, aber auch typisch asiatische Speisen wie Suppen zum Frühstück, Dumplings oder Eier, die man sich in jeder erdenklichen Variante zubereiten lassen kann. Dazu gibt es Kuchen, Sushi und vieles mehr. Die Vielfalt ist erstaunlich.

Frisch gestärkt und ausgeschlafen treffen wir uns anschließend in der Lobby, um zu unserem zweiten Tag in Hanoi aufzubrechen.
Als erstes steht heute eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Vietnams auf dem Programm: der Ho-Chi-Minh-Komplex mit dem Mausoleum. Ho Chi Minh gilt als einer der wichtigsten Persönlichkeiten der vietnamesischen Geschichte. Als Revolutionär und Politiker spielte er eine zentrale Rolle im Unabhängigkeitskampf Vietnams und war später Präsident des Landes. Noch heute wird er von vielen Vietnamesen als „Onkel Ho“ verehrt.

Bei unserer Ankunft werden wir zunächst von winkenden Schulkindern in ihren Uniformen begrüßt. Besonders für einige unserer Gäste, die noch die DDR erlebt haben, erinnern die Schuluniformen mit den roten Halstüchern stark an die Pionieruniformen jener Zeit – eines der vielen kleinen Beispiele für den früheren Einfluss der Sowjetunion.

Die Kinder sind mit ihrer Schule auf einem Ausflug hier und beobachten ebenso neugierig uns wie wir sie.

Vor dem Komplex stellen sich alle Besucher geordnet an, denn zunächst müssen wir durch eine Sicherheitskontrolle. Die Organisation ist beeindruckend. Die Mitarbeiter vor Ort bilden aus den Besuchern mehrere gleichlange Reihen, die sich nebeneinander aufstellen. Sobald die mittleren Reihen durch die Kontrolle gegangen sind, rücken von links und rechts neue Reihen nach. Trotz der großen Menschenmenge geht es so überraschend schnell voran.

Innerhalb des Komplexes wird sich erneut in Reihen aufgestellt, denn nun geht es zum Besuch des Mausoleums selbst – ein sehr beeindruckender und fast ehrfürchtiger Ort.

Kurz bevor wir das Mausoleum betreten dürfen, erleben wir einen dieser besonderen Zufälle, die man nicht planen kann. Eine russisch-vietnamesische Delegation besucht gerade das Grab von Ho Chi Minh. Plötzlich erscheinen Bodyguards und Presseteams. Soldaten in weißen Ehrenuniformen tragen im Gleichschritt ein großes Blumengesteck, das den Abgeordneten übergeben wird. Diese schreiten anschließend ebenfalls im Gleichschritt direkt an uns vorbei.

Ein fast surreal wirkendes Schauspiel, über das wir uns doch ein wenig amüsieren müssen.

Kurz nach der Delegation dürfen auch wir das Mausoleum betreten. Wir sehen noch, wie sich die letzten Besucher vor dem Sarkophag verbeugen, bevor wir hineingelassen werden.

Im Inneren herrscht eine besondere Atmosphäre. Das Mausoleum ist kühl, ruhig und streng bewacht. Man darf nicht stehen bleiben, sondern muss langsam und in Bewegung an Ho Chi Minh vorbeigehen.

Als wir wieder draußen sind, versammeln wir uns auf dem Vorplatz und erfahren noch mehr über die Geschichte dieser bedeutenden Persönlichkeit. Dabei lernen wir auch, dass Ho Chi Minh entgegen seinem im Testament festgehaltenen Wunsch nicht eingeäschert wurde. Und die Person im Mausoleum ist auch keine Wachsfigur – die sehr gut erhaltene Mumie, die beinahe so wirkt, als würde sie schlafen, ist tatsächlich Ho Chi Minh selbst.

Wie sein Körper über all die Jahre so erhalten werden konnte, bleibt ein gut gehütetes Geheimnis zwischen Spezialisten des vietnamesischen Militärs und einigen russischen Wissenschaftlern.
Beinahe ein wenig unheimlich – aber gleichzeitig unglaublich faszinierend.

Anschließend geht es etwas leichter weiter. Wir besuchen den Präsidentenpalast, der heute zwar nicht mehr bewohnt wird, aber weiterhin für diplomatische Empfänge genutzt wird. Daher können wir ihn nur von außen besichtigen.

Der nächste Halt sind die beiden Wohnhäuser Ho Chi Minhs, die sich ebenfalls auf dem Gelände befinden. Das erste Haus bewohnte er nur einige Jahre, bevor seine Vertrauten ihn dazu überredeten, in ein etwas komfortableres Haus umzuziehen. Dieses zweite Haus ist den traditionellen Häusern aus dem Hochland Vietnams nachempfunden – jener Region, in der Ho Chi Minh einen Teil seiner Kindheit verbrachte. Bis zu seinem Tod lebte er dort sehr bescheiden.

Nach diesem interessanten Einblick in das Leben einer der bedeutendsten Persönlichkeiten Vietnams erwartet uns bereits das nächste kulturelle Highlight: der Besuch des Ethnologischen Museums von Hanoi.

In Vietnam leben zahlreiche ethnische Gruppen und Minderheiten. Auf dem Gelände des Museums wurden traditionelle Häuser dieser Volksgruppen detailgetreu nachgebaut – oftmals sogar mit Hilfe von Mitgliedern der jeweiligen Minderheiten selbst.
Wir bekommen einen faszinierenden Einblick in die unterschiedlichen Architekturformen, kulturellen Traditionen, religiösen Bräuche und den Alltag der verschiedenen Bevölkerungsgruppen. Geschichte zum Anfassen.

Nach diesem spannenden Vormittag haben wir uns unser Mittagessen wirklich verdient. Auf dem Weg dorthin halten wir noch kurz bei einem Kunstbetrieb, der traditionelle Lackkunst herstellt. Hier werden mit Harz, Eierschalen, Perlmutt oder handgemalten Motiven kunstvolle Bilder und Dekorationsstücke gefertigt. Ein spannender Einblick in ein traditionelles Handwerk Vietnams.

Unser Mittagessen genießen wir anschließend in einem gemütlichen Restaurant in einer der vielen kleinen Gassen Hanois. Traditionell werden zahlreiche verschiedene Gerichte in die Mitte des Tisches gestellt, von denen sich jeder bedienen kann.
Während des Essens erfahren wir auch mehr über eine besondere Spezialität: den vietnamesischen Eierkaffee – und natürlich dürfen wir ihn auch selbst probieren.

Der Name klingt zunächst etwas ungewöhnlich, doch der Geschmack erinnert eher an ein Dessert, fast wie eine Eiercreme. Für die Zubereitung werden Eigelb, Zucker, Kondensmilch und ein kleiner Schuss Alkohol cremig aufgeschlagen und anschließend vorsichtig auf sehr starken Kaffee gegeben.
Wichtig dabei: Man rührt den Kaffee nicht um, sondern löffelt zuerst die cremige Schaumschicht – so entfaltet sich der volle Geschmack.

Frisch gestärkt geht es anschließend zu unserem letzten Programmpunkt des Tages.
Wir besuchen einen Künstler, der traditionelle Wasserpuppen herstellt und mit ihnen auch Aufführungen gibt – bereits in der achten Generation seiner Familie. Er lädt uns herzlich in sein Zuhause ein, beantwortet geduldig all unsere Fragen und führt uns gemeinsam mit seiner Frau diese besondere Kunstform vor.
Sogar wir dürfen selbst einmal Hand anlegen und versuchen, die Wasserpuppen zu bewegen.
Zum Abschluss zeigt er uns noch, wie die Puppen in aufwendiger Handarbeit hergestellt werden. Einige aus der Gruppe lassen es sich nicht nehmen, eine kleine Puppe als Souvenir zu kaufen.

Die Herzlichkeit, die kulturelle Besonderheit und die Leidenschaft dieses Puppenkünstlers werden uns sicher noch lange in Erinnerung bleiben.
Durch die engen und verwinkelten Gassen Hanois begleitet er uns schließlich zurück zu unserem Bus, wo wir uns herzlich verabschieden.
Noch einmal geht es kurz zurück ins Hotel, bevor wir – wie sollte es auch anders sein – erneut zum Abendessen aufbrechen. Auch heute schmeckt es wieder hervorragend.

Gut gestärkt kehren wir anschließend ins Hotel zurück. Jetzt heißt es Koffer packen, denn morgen verlassen wir Hanoi und setzen unsere Reise durch Vietnam fort.

Von Hanoi ins Hochland nach Mai Chau

Am heutigen Tag heißt es früh aufstehen, denn wir verlassen Hanoi und machen uns auf den Weg Richtung Westen in die Region von Mai Chau.

Auf der Fahrt hinaus aus der Stadt amüsieren wir uns zunächst über den Verkehr, der vor allem von unzähligen Motorrollern geprägt ist. Immer wieder staunen wir darüber, was auf so einem kleinen Roller alles transportiert werden kann. Nicht nur ganze Familien inklusive Hund oder Katze, sondern auch riesige Stapel voller Eierkartons, große Wasserkanister oder andere sperrige Güter. Es scheint fast so, als gäbe es nichts, was die Vietnamesen nicht auf einem Roller transportieren könnten.

Langsam schieben wir uns durch den dichten Morgenverkehr und beobachten das bunte Treiben auf den Straßen, bis es nach und nach ruhiger wird und wir die Stadt hinter uns lassen.

Mit jedem Kilometer verändert sich auch die Landschaft. Zunächst passieren wir kleinere Dörfer, Reisfelder und einfache Läden entlang der Straße. Bald wird die Umgebung immer bergiger und die ersten grün bewachsenen Kalksteinfelsen ragen eindrucksvoll in den Himmel.

Unser Busfahrer bringt uns sicher immer weiter hinauf. Unter uns liegen weite Täler mit Reisterrassen, um uns herum erheben sich dicht bewachsene Berge.

Während der Fahrt erzählt unser örtlicher Guide mehr über das vietnamesische Schulsystem und darüber, wie es ist, in Vietnam aufzuwachsen. Ein spannendes Thema, denn auf den ersten Blick ähnelt das System unserem, unterscheidet sich aber in vielen Details.

Die Schulbildung beginnt in Vietnam mit der Grundschule, die fünf Jahre dauert. Danach folgt die Sekundarschule, ebenfalls über mehrere Jahre, bevor die Schüler die Oberschule besuchen. Wer gute Leistungen zeigt, kann anschließend an einer Universität oder Hochschule studieren. Bildung hat in Vietnam einen sehr hohen Stellenwert, und viele Familien investieren viel Zeit und Energie in die Ausbildung ihrer Kinder.

Schließlich erreichen wir unser Ziel: ein kleines Dorf in den Tälern des Hochlandes. In einem schönen Restaurant genießen wir hier unser Mittagessen. Die Umgebung ist wunderschön und wir nehmen uns Zeit, die Landschaft zu genießen, miteinander zu lachen und uns auszutauschen.

Am Nachmittag beginnt der aktive Teil unseres Tages.

Wir erhalten Fahrräder. Sie entsprechen zwar nicht ganz unseren deutschen Standards, sind für unsere kleine Tour aber völlig ausreichend. Gemeinsam mit einer einheimischen Begleiterin starten wir zu einer gemütlichen Fahrradtour durch die Dörfer Na Phon, Na Meo und Xo.

Unterwegs erfahren wir viel über das Leben der lokalen Bevölkerung, die zur viertgrößten ethnischen Minderheit Vietnams gehört. Wir lernen mehr über den Reisanbau in der Region, über die traditionelle Bauweise der Häuser und über das Leben in den Dorfgemeinschaften.

Ein besonderes Erlebnis ist ein traditioneller Tanz mit Bambusstäben. Die Stäbe werden rhythmisch auf den Boden geschlagen, während die Tänzer im richtigen Takt darüber springen – eine Mischung aus Geschicklichkeit, Rhythmusgefühl und viel Spaß.

Natürlich darf auch ein kleiner Schluck Reisschnaps nicht fehlen.

Außerdem besuchen wir eine Frau aus dem Dorf, die – wie es in dieser Region seit Generationen üblich ist – auf einem alten Spinnrad und Webstuhl Seiden- und Baumwollstoffe herstellt. Sie zeigt uns ihre Arbeit und lädt uns sogar ein, ihr Haus zu betreten.

Das Leben spielt sich hier größtenteils in einem einzigen Raum ab. Wohnzimmer, Schlafzimmer und Gemeinschaftsraum befinden sich meist im selben Bereich – ein einfacher, aber funktionaler Lebensstil.

Unsere Fahrradtour führt uns weiter entlang der Reisfelder und vorbei an den beeindruckenden Bergen der Region, bis wir schließlich wieder zu unserem Ausgangspunkt zurückkehren.

Nun steigen wir wieder in unseren Bus, denn es geht weiter zu unserem heutigen Hotel.

Die Fahrt dorthin wird noch einmal besonders spannend. Die befestigten Straßen weichen nach und nach schmalen, unbefestigten Wegen. Durch abgelegene Dörfer geht es über Hügel und durch kleine Täler. In gemächlichem Tempo bringt uns unser Busfahrer sicher voran.

Mehr als einmal fragen wir uns, wie er es schafft, den Bus unter diesen Straßenbedingungen so ruhig und sicher zu steuern. Doch er meistert jede Kurve mit beeindruckender Gelassenheit.

Nach einigen Kilometern durch diese abgelegene Landschaft tauchen schließlich die ersten Ausblicke auf unser Tagesziel auf: den Ba Khan See.

Der See ist ein künstlicher Stausee, der zur Stromerzeugung durch Wasserkraft angelegt wurde. Gleichzeitig hat sich rund um ihn eine wunderschöne Landschaft entwickelt, die heute ein echtes Naturparadies darstellt.

Noch ein paar Kurven weiter, vorbei an Hunden, Hühnern, Wasserbüffeln und Dorfbewohnern, die ihren abendlichen Routinen nachgehen, erreichen wir schließlich die kleine Halbinsel, auf der unser Hotel liegt.

Wir werden herzlich mit einem warmen Zimttee als Willkommensgetränk empfangen.

Das Hotel liegt mitten in der Natur direkt am See und wirkt wie eine kleine Oase. Der Weg hierher hat sich definitiv gelohnt. Einige von uns nutzen die Zeit, um noch einen kurzen Spaziergang am Wasser zu machen, bevor wir uns zum gemeinsamen Abendessen treffen.

Neben uns feiert heute auch eine Gruppe Vietnamesen im Hotel. Schnell kommen wir miteinander ins Gespräch und werden eingeladen, gemeinsam einen Reisschnaps auf die deutsch-vietnamesische Freundschaft zu trinken.

Es stellt sich heraus, dass es sich um eine Firmenfeier handelt – und zwar von der vietnamesischen Abteilung von Adidas. Die gute Stimmung steckt an.

Nach dem Essen sitzen wir noch eine Weile zusammen am Pool und genießen ein Getränk, während die vietnamesische Gruppe neben uns Karaoke singt. Wir bekommen sogar frische Mandarinen zum Probieren geschenkt.

Ein wunderbar herzliches und spontanes Miteinander.

Es ist bereits dunkel geworden, als wir uns schließlich verabschieden und in unsere Zimmer zurückziehen.

Ein ereignisreicher Tag im vietnamesischen Hochland geht zu Ende und wir fallen zufrieden und müde in den wohlverdienten Schlaf.

Fahrradtour durch Mai Hich und Wanderung im Pu–Luong–Naturreservat

Unseren Morgen beginnen wir heute in besonders schöner Atmosphäre. Das Frühstück nehmen wir auf der Terrasse ein, mit Blick auf den ruhigen See und die umliegenden Berge. Die Landschaft liegt noch ganz still vor uns und wir genießen die friedliche Stimmung.

Doch schließlich heißt es Abschied nehmen von diesem idyllischen Ort, denn unsere Reise führt uns weiter auf den Spuren Nordvietnams.

Unser erstes Ziel ist heute das Dorf Mai Hich. Hier erreichen wir ein kleines Homestay, bei dem wir uns Fahrräder ausleihen. Die heutigen Fahrräder sind deutlich besser in Schuss als am Vortag. Zwar haben sie immer noch keine Gangschaltung, doch da die Strecke größtenteils flach ist, stört uns das wenig.

Schon bald rollen wir über schmale Feldwege durch die wunderschöne Landschaft. Diese Region ist deutlich weniger vom Tourismus geprägt, wodurch wir einen besonders authentischen Eindruck vom Leben auf dem Land bekommen.

Unsere Route führt vorbei an Reisterrassen, auf denen die Einheimischen ihrer täglichen Arbeit nachgehen. Wir radeln durch kleine Dörfer und erhalten immer wieder einen Einblick in den Alltag der Menschen. Überall begegnen wir Hühnern, Fischteichen und Wasserbüffeln. Bambus und tropische Bäume wachsen entlang der Wege, während sich um uns herum die beeindruckende Bergkulisse Nordvietnams erhebt.

Die Stimmung in der Gruppe ist hervorragend und wir genießen jede Minute dieser Fahrt.

Nach der Radtour kehren wir zum Bus zurück und setzen unsere Reise fort. Unser nächstes Ziel ist das Pu-Luong-Naturreservat.

Während der Fahrt erzählt unser Guide mehr über die Bedeutung des Bambus für die vietnamesische Kultur. In Friedenszeiten dient er als Baumaterial für Häuser und Möbel. Aus seinen Fasern werden besonders robuste Stoffe hergestellt, und selbst die jungen Bambussprossen finden ihren Weg in viele Gerichte der vietnamesischen Küche.

In Kriegszeiten jedoch kann Bambus auch zur Verteidigung eingesetzt werden. Große Teile der Grenze zu China sind beispielsweise von dichten Bambuswäldern bewachsen. Auch wenn Vietnam und China heute gute Beziehungen pflegen, bildet Bambus so eine natürliche und zugleich diplomatische Grenzbarriere.

Unser Guide Brave scherzt dabei, dass die Vietnamesen selbst dem Bambus ähneln: stark und widerstandsfähig, gleichzeitig aber flexibel und anpassungsfähig. Und vor allem fest miteinander verbunden, so wie die Gemeinschaften, in denen sie leben.

In Pu Luong angekommen, genießen wir zunächst unser Mittagessen. Ganz typisch für Vietnam werden viele verschiedene Gerichte in die Mitte des Tisches gestellt und gemeinsam geteilt. Am Ende sind alle gut satt.

Anschließend starten wir zu einer Wanderung, die perfekt geeignet ist, um das Mittagessen wieder etwas zu verdauen.

Der Weg führt uns hinunter in ein Tal, in dem das kleine Dorf Kho Muong liegt. Die einzige „Straße“ hinunter ist schmal und ziemlich steil. Um uns herum wachsen Farne und tropische Pflanzen, während über unseren Köpfen die Zikaden lautstark zirpen.

Im Tal angekommen, spazieren wir durch das Dorf. Hier leben vor allem Menschen der ethnischen Minderheit der Thai – einer der größten Minderheiten Vietnams. Die Thai sind traditionell Reisbauern und leben häufig in Stelzenhäusern aus Holz.

Früher konnte man ihre Dörfer schon von weitem erkennen, denn die Dächer ihrer Häuser waren oft mit Palmblättern gedeckt und erinnerten von oben an Schildkrötenpanzer. Auch heute lassen sich noch einige kulturelle Merkmale erkennen, zum Beispiel die langen schwarzen Röcke, die viele Frauen tragen.

In der Kultur der Thai spielt außerdem Silberschmuck eine wichtige Rolle. Viele Frauen tragen kunstvoll gefertigte Halsketten, Armbänder oder Gürtel aus Silber, die nicht nur Schmuck, sondern auch ein Symbol für Wohlstand und Schutz darstellen.

Unser Weg führt uns weiter entlang wunderschön weiß blühender Bäume – den Hoa Ban. Diese hatten wir bereits aus dem Bus gesehen, als wir durch die Berge fuhren, denn ihre weißen Blüten heben sich deutlich vom satten Grün der umliegenden Landschaft ab.

Für die Thai haben diese Bäume eine besondere Bedeutung. Sie gelten als Zeichen des Frühlings und stehen gleichzeitig für Liebe und Treue. Traditionell werden ihre Blüten gerne an die Angebetete verschenkt.

Zwischen den Blüten und Reisfeldern wandern wir weiter bis zum Ende des Tales. Dort unternehmen einige aus der Gruppe noch einen kleinen Abstecher über eine Treppe hinauf zu einer Höhle.

Was von außen eher unscheinbar wirkt, entpuppt sich als ein riesiges Höhlensystem, das tief in den Berg hineinführt. Um es vollständig zu erkunden, bräuchte man allerdings Taschenlampen und deutlich mehr Zeit. Da wir den Rückweg noch vor uns haben, bleibt es leider nur bei einem kurzen Blick hinein.

Wir verabschieden uns von den freundlichen Dorfbewohnern, die uns mit Lachen und Winken verabschieden, bevor wir uns wieder auf den Weg machen.

Nun heißt es umdrehen und den steilen Weg zurück nach oben steigen. Zum Glück ist die Strecke nicht allzu lang, doch bei der hohen Luftfeuchtigkeit geraten wir dennoch ordentlich ins Schwitzen.

Umso erleichterter sind wir, als wir schließlich wieder unseren Bus erreichen.

Von hier aus ist es zum Glück nicht mehr weit zu unserem heutigen Hotel, das sich mit mehreren Gebäuden malerisch in den Berghang schmiegt. Die Zimmer sind großzügig und geschmackvoll eingerichtet, und wie so oft auf dieser Reise genießen wir einen herrlichen Blick auf die umliegende Natur.

Heute Abend organisieren wir unser Abendessen selbst. Einige aus der Gruppe machen sich zunächst auf den Weg, um in der Umgebung ein kleines Restaurant zu finden. Doch in dieser abgelegenen Gegend ist das gar nicht so einfach.

Am Ende landen schließlich doch alle im Restaurant unseres Hotels – was sich als gute Entscheidung herausstellt. Die Atmosphäre ist gemütlich und das Essen sehr lecker.

Noch eine Weile sitzen wir zusammen, tauschen Eindrücke des Tages aus und genießen den Abend, bevor wir uns schließlich verabschieden und in unsere Zimmer zurückziehen.

Ein weiterer erlebnisreicher Tag geht zu Ende – und wir freuen uns bereits auf das nächste Abenteuer, das morgen auf uns wartet.

Bambusflöße auf dem Cham–Fluss und Weiterreise nach Ninh Binh

Nach dem Frühstück verlassen wir unser Hotel in den Bergen Nordvietnams und setzen unsere Reise fort.

Unser erster Programmpunkt heute ist eine Wanderung durch kleine Dörfer entlang des Cham-Flusses. Diese Region ist besonders bekannt für eine traditionelle und sehr clevere Methode der Bewässerung: große Wasserräder aus Bambus, mit denen Wasser aus dem tiefer gelegenen Fluss auf die höher liegenden Reisfelder transportiert wird.

Diese Wasserräder funktionieren komplett ohne Strom. Sie bestehen vollständig aus Bambus und nutzen allein die Kraft des fließenden Wassers. Während sich das Rad dreht, nehmen schräg befestigte Bambusrohre Wasser auf. Am höchsten Punkt wird dieses Wasser in ein größeres halbiertes Bambusrohr geleitet und anschließend über mehrere kleinere Rohre weiter zu den Feldern transportiert.

Ein beeindruckendes kleines Ingenieurskunstwerk, das mit einfachsten Mitteln funktioniert. Auch wenn moderne Wasserpumpen diese Technik langsam ablösen, gibt es noch immer einige Bauern, die ihre Felder auf diese traditionelle Weise bewässern.

Wir wandern eine Weile über idyllische Dorfwege, vorbei an frei laufenden Hühnern, Fischteichen und bunten Schmetterlingen. Schließlich erreichen wir das Ziel unserer kleinen Wanderung und steigen hinunter zum Flussufer.

Dort erleben wir gleich eine besonders schöne Szene. Da heute Internationaler Frauentag ist, der in Vietnam ebenfalls groß gefeiert wird, sitzen mehrere Gruppen von Frauen am Flussufer zusammen. Sie essen, lachen und singen gemeinsam Karaoke – eine fröhliche und sehr lebendige Atmosphäre.

Am Fluss warten bereits zwei Floße auf uns. Natürlich sind auch diese komplett aus Bambus gebaut. Vorsichtig steigen wir auf die schwimmenden Plattformen, die sich überraschend stabil anfühlen.

Die Floßführer manövrieren uns geschickt mit langen Bambusstangen durch das ruhige Wasser des Flusses. Während wir gemächlich dahin treiben, genießen wir die idyllische Landschaft.

Als wir neugierig zum zweiten Floß hinüberschauen, entdecken wir plötzlich ein lustiges Bild: Einer unserer Mitreisenden steht auf einmal genau dort, wo eben noch der Bootsführer stand. Mit sichtbarer Begeisterung darf er für einen Moment selbst das Floß steuern und versucht sich mit der langen Bambusstange als Kapitän.

Ein großer Spaß für die ganze Gruppe.

Nachdem er das Steuer wieder abgegeben hat, genießen wir noch eine Weile die ruhige Fahrt über den Fluss. Im Hintergrund hört man die vietnamesische Musik und den Gesang der Frauen am Ufer.

Bald legen wir wieder an und machen uns auf den Rückweg zum Bus, denn heute liegt noch eine längere Strecke vor uns.

Während der Fahrt verändert sich die Landschaft erneut. Die Bergregionen und Hochebenen weichen nach und nach flacheren Gebieten. Immer häufiger säumen kleine Städte und Ortschaften die Straßen, nur gelegentlich unterbrochen von Reisfeldern.

Unser Ziel ist heute Ninh Binh.

Auf dem Weg dorthin legen wir noch einen kulturellen Zwischenstopp ein: die historische Zitadelle der Ho-Dynastie, eines von fünf UNESCO-Welterbestätten Vietnams.

Die Zitadelle wurde im Jahr 1397 unter Kaiser Ho Quy Ly erbaut und war nur für kurze Zeit die Hauptstadt Vietnams. Besonders beeindruckend sind die gewaltigen Steinmauern der Anlage, die aus riesigen Kalksteinblöcken errichtet wurden. Einige dieser Steine wiegen mehrere Tonnen, und bis heute ist nicht vollständig geklärt, wie sie damals so präzise bewegt und verbaut werden konnten. Man geht davon aus, dass sie zunächst über den angrenzenden Fluss und anschließend mit Tieren wie Elefanten und Ochsen zur richtigen Stelle transportiert wurden.

Obwohl die Ho-Dynastie nur wenige Jahre bestand, gilt die Zitadelle heute als eines der bedeutendsten architektonischen Bauwerke aus dieser Zeit.

Nachdem wir die Anlage besichtigt haben, setzen wir unsere Fahrt fort. Als wir die Zitadelle verlassen, sehen wir entlang der Straßen noch einige Gruppen von Frauen in traditioneller vietnamesischer Kleidung, die ebenfalls den Weltfrauentag feiern.

Schließlich erreichen wir Ninh Binh.

Im Gegensatz zu den ruhigen Bergregionen, in denen wir die letzten Tage unterwegs waren, wirkt dieser Ort deutlich lebhafter und touristischer. Die Straßen sind gesäumt von kleinen Läden, Restaurants und Bars. Überall herrscht reges Treiben – ein Kontrast zu der Ruhe der vergangenen Tage.

Nach dem Check-in im Hotel entscheiden wir uns, gemeinsam zum Abendessen aufzubrechen. Wir finden ein schönes lokales Restaurant in einem unscheinbaren Hinterhof, in dem verschiedene Varianten der typisch vietnamesischen Pho-Suppe angeboten werden.

Das Essen schmeckt hervorragend und wir genießen die gemeinsame Zeit.

Einige aus der Gruppe schlendern anschließend noch durch die Straßen, stöbern in kleinen Geschäften oder kaufen ein paar Souvenirs, bevor wir schließlich ins Hotel zurückkehren.

Dort lassen wir den Abend ruhig ausklingen, denn morgen wartet bereits wieder ein neuer spannender Tag auf uns.

Cuc–Phuong–Nationalpark und Bootsfahrt durch die Karstlandschaft von Ninh Binh

Heute starten wir unseren Ausflug in und rund um Ninh Binh. Die Region war in der langen Geschichte Vietnams nicht nur eine ehemalige Hauptstadt und Grenzregion, sondern ist bis heute ein wichtiges wirtschaftliches Zentrum. Gleichzeitig gehört sie zu den landschaftlich schönsten Gegenden Nordvietnams.

Schon auf dem Weg hierher konnten wir immer wieder Steinbrüche an den zahlreichen Kalksteinfelsen sehen. Auch Ananas- und Guavenplantagen säumen vielerorts die Straßen.

Unser erster Stopp heute ist ein besonderes Highlight: der Cuc-Phuong-Nationalpark, Vietnams ältester Nationalpark. Das Schutzgebiet umfasst eine riesige Fläche von über 22.000 Hektar und setzt sich intensiv für den Erhalt bedrohter Tier- und Pflanzenarten ein.

Bei unserer Ankunft werden wir freundlich von einem Parkranger begrüßt, der uns heute durch einen Teil des Parks begleiten wird.

Zunächst besuchen wir das Primaten-Schutz-Zentrum. In Vietnam leben etwa 25 verschiedene Primatenarten, von denen viele durch Wilderei und die Zerstörung ihres Lebensraumes stark bedroht sind.

Das Zentrum kümmert sich um gerettete Tiere wie Languren, Gibbons oder auch die kleinen Loris. Viele der hier aufgenommenen Tiere wurden zuvor illegal gefangen oder verletzt aufgefunden. Einige von ihnen können später wieder ausgewildert werden, während andere dauerhaft im Schutzgebiet bleiben müssen.

Besonders wichtig ist dabei die Nachzucht bedrohter Arten. Bei manchen Primatenarten leben in freier Wildbahn nur noch wenige hundert Tiere – bei einigen sogar weniger als hundert.

Das Zentrum arbeitet außerdem eng mit der lokalen Bevölkerung zusammen und versucht, alternative Einkommensmöglichkeiten zu schaffen. So soll verhindert werden, dass Menschen aus wirtschaftlicher Not weiterhin Tiere jagen oder illegal Holz aus dem Nationalpark schlagen.

Als wir im Zentrum ankommen, erwartet uns eine kleine Überraschung: Einer der größten Unterstützer dieses Projektes ist ein alter Bekannter – der Zoo Leipzig. Dieser unterstützt das Schutzprogramm finanziell, unter anderem bei der Versorgung der Tiere sowie bei medizinischen Behandlungen.

Bevor wir das Gelände betreten dürfen, müssen wir zunächst unsere Hände waschen und Schutzmasken aufsetzen. Viele Primatenarten sind genetisch eng mit dem Menschen verwandt, weshalb sie sich leicht mit menschlichen Krankheiten anstecken könnten.

Während unseres Rundgangs erfahren wir viel über die einzelnen Arten und die wichtige Arbeit des Zentrums.

Kurz bevor wir unseren Besuch beenden, hören wir plötzlich ein lautes Geräusch – fast wie eine Sirene. Tatsächlich sind es die Gibbons, die lautstark miteinander kommunizieren. Ein Tier beginnt zu rufen, und nach und nach stimmen weitere ein. Ein beeindruckendes und sehr charakteristisches Geräusch des Dschungels.

Nach diesem besonderen Erlebnis besuchen wir noch kurz das Schildkröten-Schutz-Zentrum. Auch viele Schildkrötenarten Vietnams sind stark bedroht. Ihr Lebensraum verschwindet zunehmend, und in Teilen Asiens gelten Schildkröten noch immer als Symbol für Langlebigkeit und Stärke. Aus diesem Grund werden sie teilweise immer noch gefangen und als vermeintliche Heilmittel oder Delikatessen verkauft.

Wir beobachten die Tiere eine Weile beim Fressen, bevor wir wieder zum Bus zurückkehren.

Nun geht es weiter hinein in den Dschungel, denn wir wollen noch eine kleine Wanderung unternehmen. Etwa eine halbe Stunde fahren wir über eine schmale Straße tiefer in den Nationalpark hinein.

Bevor wir losgehen, gibt es noch eine kleine Vorbereitung: Wir stecken unsere Hosen in die Socken. In den letzten Tagen hat es im Dschungel viel geregnet, weshalb die Gefahr von Blutegeln recht hoch ist. Modisch ist diese Kombination zwar nicht unbedingt – aber dafür effektiv.

Dann geht es hinein auf einen kleinen Pfad durch den dichten Dschungel.

Unser Ranger erklärt uns unterwegs verschiedene Pflanzenarten und erzählt, was man tun sollte, wenn man sich im Dschungel verirrt. Unsere Gruppe ist sich schnell einig: Bei einer Bananenpflanze hätte man gute Überlebenschancen. In ihrem Inneren befindet sich Wasser, die jungen Triebe sind essbar und die großen Blätter eignen sich hervorragend als Unterlage oder Schutz.

Zum Glück kommt es für uns nicht so weit.

Außerdem berichtet unser Guide von den Herausforderungen seiner Arbeit. Nicht nur giftige Tiere oder die Gefahr, sich im dichten Dschungel zu verirren, machen den Job schwierig. Besonders gefährlich sind die Begegnungen mit Wilderern, denen sich die Ranger oft ganz ohne Waffen entgegenstellen müssen, um diesen wertvollen Naturraum zu schützen.

Nach einer Weile erreichen wir das Ziel unserer Wanderung: einen über 700 Jahre alten Baum, der mehr als 70 Meter hoch ist. Selbst für den Dschungel ist dieser Baum ein beeindruckender Koloss.

Nach einem gemeinsamen Gruppenfoto machen wir uns wieder auf den Rückweg.

Zurück am Ausgangspunkt wartet bereits unser Mittagessen auf uns. Es ist einfach, aber sehr schmackhaft – genau das Richtige nach der Wanderung.

Gerade als wir aufbrechen wollen, beginnt es zum ersten Mal zu regnen. Bisher hatten wir wirklich viel Glück mit dem Wetter.

Schnell steigen wir in den Bus und fahren über die schmalen Straßen zurück Richtung Parkeingang. Dann passiert das, was einige von uns bereits befürchtet hatten: Auf der engen Straße kommt uns plötzlich ein anderer Bus entgegen.

Für einen Moment scheint niemand zu wissen, wie es weitergehen soll. Es wird rangiert, zurückgesetzt und wieder vorgefahren. Nach kurzer Zeit mischen sich auch einige Einheimische ein und helfen beim Einweisen.

Mit etwas Geduld und vielen Manövern schaffen es schließlich beide Busse, aneinander vorbeizukommen.

Am Parkausgang verabschieden wir uns von unserem Ranger und setzen unsere Fahrt fort.

Mittlerweile regnet es sehr stark. Doch als wir uns unserem nächsten Ziel nähern, lässt der Regen kurz nach – genug, um unser Programm fortzusetzen.

In Ninh Binh steigen wir in kleine Ruderboote. Diese werden meist von Frauen gesteuert – und zwar auf eine ganz besondere Weise. Sie rudern nicht mit den Händen, sondern mit den Füßen, was deutlich kraftsparender ist.

Wir sitzen jeweils zu zweit in den Booten.

Leider beginnt es schon bald wieder zu regnen. Trotz Regenschirmen und Regenkleidung werden wir ziemlich nass. Doch die Landschaft ist einfach wunderschön. Zwischen den hohen Kalksteinfelsen gleiten wir über den ruhigen Fluss.

Besonders beeindruckend ist der Moment, als wir in eine scheinbar endlose Höhle hineinfahren, die der Fluss im Laufe der Jahrtausende durch den Kalkstein geformt hat.

Leider wird das Wetter immer schlechter. Der Wind wird stärker und der Regen intensiver, weshalb wir kurz nach der Höhle umkehren müssen.

Auf dem Rückweg entdecken wir noch kleine graue Reiher, die im flachen Wasser zwischen den Pflanzen nach Futter suchen.

Als wir schließlich wieder an Land kommen, sind wir komplett durchnässt. Gegen das Wetter ist der Mensch nun einmal machtlos. Doch wir nehmen es mit Humor und freuen uns trotzdem, zumindest einen Teil dieser beeindruckenden Landschaft gesehen zu haben.

Zum Glück ist unser Hotel nicht weit entfernt, und eine warme Dusche wartet bereits.

Wieder trocken und aufgewärmt treffen wir uns am Abend zum gemeinsamen Essen. Da es uns am Vortag so gut geschmeckt hat, gehen wir einfach noch einmal in dasselbe Restaurant zurück. Die heiße Suppe tut nach dem verregneten Nachmittag besonders gut.

Zum Abschluss wartet noch ein besonderes kleines Highlight auf uns.

Am Vortag hatten wir an einem Obststand gehalten, wo unsere Eberhardt-Reisebegleitung Marie verschiedene lokale Früchte gekauft hat. Auf ihrem Balkon treffen wir uns nun zu einer kleinen Obstverkostung.

Zwei Sorten Mango, Pomelo, Melone und Bananen warten bereits auf uns.

Das Obst schmeckt wunderbar und sorgt für viel Begeisterung in der Gruppe. In den letzten Tagen sind wir als Reisegruppe bereits sehr zusammengewachsen, und die Stimmung ist hervorragend.

Langsam neigt sich der Abend dem Ende zu. Nun heißt es Koffer packen und die letzten nassen Sachen trocknen.

Für morgen brauchen wir nur ein Handgepäck, denn unser nächstes Ziel wartet bereits: eine Nacht auf einem Schiff in der weltberühmten Halong-Bucht.

Kreuzfahrt durch die Ha–Long–Bucht

Heute beginnt unser letzter voller Tag in Nordvietnam – und noch einmal steht ein ganz besonderes Highlight dieser Reise auf dem Programm: eine Übernachtung in der weltberühmten Ha-Long-Bucht.

Früh am Morgen verlassen wir Ninh Binh und machen uns mit dem Bus auf den Weg Richtung Küste. Etwa drei Stunden dauert die Fahrt. Heute überrascht uns Nordvietnam mit strahlend blauem Himmel und Sonnenschein – nach dem verregneten Nachmittag am Vortag eine sehr willkommene Abwechslung.

Unterwegs legen wir zwei kurze Pausen ein. Je näher wir der Ha-Long-Bucht kommen, desto mehr verändert sich auch die Landschaft. Hier mündet der Rote Fluss ins Meer. Überall sehen wir Wasserarme, die sich als weit verzweigtes Delta ausbreiten. Werften säumen die Küste und auf dem Wasser schwimmen große Bambusplattformen, auf denen Austern und Muscheln gezüchtet werden.

Die Fischerei ist eine wichtige Industrie in dieser Region. Außerdem gibt es zahlreiche Perlenfarmen, in denen aus Austern kostbare Perlen gewonnen werden.

Kurz bevor wir den Hafen erreichen, erzählt unser Guide noch etwas über die lange Geschichte dieser Gegend. Die Ha-Long-Bucht spielte über Jahrhunderte eine wichtige Rolle als Handels- und Verteidigungszentrum Vietnams.

Bereits im 13. Jahrhundert versuchten die Mongolen, damals eines der größten Weltreiche der Geschichte, über die Ha-Long-Bucht und den Roten Fluss bis nach Hanoi vorzudringen. Doch auch dieser Angriff scheiterte – einmal mehr an der Kreativität der Vietnamesen.

Sie errichteten im Flussdelta hunderte angespitzte Holzpfähle im Flussbett. Als die mongolischen Schiffe bei Flut den Fluss hinauffuhren und später die Ebbe einsetzte, wurden diese Pfähle sichtbar und beschädigten die Boote so stark, dass die Flotte zerstört wurde. Bis heute ist für viele Wissenschaftler nicht ganz klar, wie die Vietnamesen diese enorme Menge an Pfählen mit den damaligen Mitteln so präzise im Flussbett verankern konnten.

Schließlich erreichen wir den Hafen. Für die kommende Nacht verabschieden wir uns von unserem Guide und unserem Busfahrer. Sie werden mit unseren großen Koffern hier auf uns warten.

Am Hafen werden wir freundlich empfangen und der „grünen Gruppe“ zugeteilt. Nach einer kurzen Wartezeit steigen wir voller Vorfreude in ein bequemes Tenderboot, das uns zu unserer Unterkunft bringt.

Unser Ziel ist die Indochina Grand, ein kleines Kreuzfahrtschiff mitten in der beeindruckenden Ha-Long-Bucht. Mit nur 32 Kabinen und maximal etwa 60 Gästen gehört es zu den kleineren und exklusiveren Schiffen der Reederei.

Schon während der etwa 30-minütigen Fahrt zum Schiff genießen wir die spektakuläre Landschaft.

Der Legende nach entstand die Ha-Long-Bucht, als der Herrscher des Himmels eine Drachenmutter mit ihren Kindern auf die Erde schickte, um Vietnam zu beschützen. Die Drachen spuckten Perlen ins Meer, die sich in die über 900 Kalksteininseln verwandelten, die heute die Bucht prägen.

Die meisten dieser Inseln sind unbewohnt, viele von ihnen haben nicht einmal einen Namen.

Nach etwa einer halben Stunde erreichen wir unser Schiff und werden herzlich begrüßt. Zunächst gehen wir in den eleganten Speisesaal, wo wir eine kurze Einführung zum Schiff und zum Programm erhalten. Danach bekommen wir unsere Kabinenschlüssel.

Die Kabinen sind großzügig und sehr luxuriös eingerichtet – wir sind begeistert.

Nachdem wir unsere Sachen verstaut haben, treffen wir uns wieder im Speisesaal zum Mittagessen. Wie gewohnt ist auch hier das Essen hervorragend.

Anschließend bleibt etwas Zeit, das Schiff zu erkunden. Wir gehen auf das Sonnendeck, machen Fotos und genießen die Aussicht. Eine Etage darüber befindet sich sogar ein kleines Panoramadeck, von dem man einen beeindruckenden Rundumblick auf die einzigartige Landschaft der Bucht hat.

Wir sitzen zusammen, lachen und freuen uns auf die bevorstehende Nacht auf diesem schwimmenden Hotel.

Am Nachmittag beginnt unser erster Ausflug.

Mit dem Tenderboot fahren wir über das ruhige Meer zu einer Anlegestelle. Dort steigen wir auf kleinere Ruderboote um. Mit kräftigen Ruderschlägen gleiten wir zwischen den beeindruckenden Kalksteinformationen hindurch, bis wir die sogenannte Hell-und-Dunkel-Höhle erreichen.

Mit den Booten fahren wir durch diese Höhle, deren beeindruckende Felsformationen sich über Jahrtausende gebildet haben.

Auf dem Rückweg erleben wir einen ganz besonderen Moment: Hoch oben in den Felsen entdecken wir plötzlich Bewegung. Tatsächlich sitzt dort ein Langur, einer der seltenen Primaten, die wir erst am Vortag im Schutzzentrum gesehen haben. Diese Tiere sind nicht nur selten, sondern auch sehr scheu – umso besonderer ist dieser Moment.

Zurück am schwimmenden Anleger haben wir noch etwas Zeit, nach Meeresbewohnern Ausschau zu halten. Die Einheimischen züchten hier große Fische in Netzen.

Dabei entdecken wir auch einen kleinen Kofferfisch, der sich in eines der Becken verirrt hat und gemütlich an den Pfeilern entlang schwimmt. Kofferfische gehören zur Familie der Kugelfische, haben jedoch einen fast würfelförmigen Körper – daher ihr Name.

Wir beobachten das niedliche Tier noch eine Weile, bevor wir wieder in das Tenderboot steigen und zum Schiff zurückfahren.

Dort wartet bereits das nächste Highlight: Baden in der Ha-Long-Bucht. Zwar müssen wir Schwimmwesten tragen und die Außentemperatur liegt heute nur bei etwa 21 Grad, doch einige Mutige aus der Gruppe lassen sich das nicht entgehen und springen trotzdem ins Meer.
Der Rest feuert sie vom Deck aus an.

Diejenigen, die sich ins Wasser gewagt haben, sind sich schnell einig: So kalt ist es gar nicht.

Noch eine Weile treiben wir im Wasser, bevor wir wieder an Bord gehen und das Schiff seine Fahrt fortsetzt.

Während langsam die Sonne untergeht und sich der Himmel verfärbt, sitzen viele von uns an Deck und genießen diesen besonderen Moment. Die Kalksteinfelsen ziehen an uns vorbei – ein wirklich einmaliges Erlebnis.

Am frühen Abend treffen wir uns in der Lounge zu einem weiteren Programmpunkt: einer Kochvorführung.

Wir lernen, wie man die berühmten vietnamesischen Frühlingsrollen zubereitet. Nach einer kurzen Demonstration dürfen wir selbst Hand anlegen – und schlagen uns dabei gar nicht schlecht. Jeder kreiert seine eigenen kleinen kulinarischen Meisterwerke.

Im Anschluss erwartet uns im Speisesaal ein exklusives Fünf-Gänge-Abendmenü, das wir in entspannter Atmosphäre genießen.

Nach dem Essen gibt es noch die Möglichkeit, sich im Tintenfischangeln zu versuchen. Wir sehen tatsächlich einige kleine Fische und sogar einen Tintenfisch – doch leider will keiner anbeißen.

Wir scherzen schließlich, dass die Fische vermutlich dafür bezahlt wurden, da zu sein – aber nicht zu beißen.

Langsam verabschieden wir uns in den Abend. Einige sitzen noch in der Lounge bei einem Getränk zusammen, während andere sich bereits in ihre Kabinen zurückziehen.

Allzu spät wollen wir es nicht werden lassen, denn morgen erwartet uns ein früher Morgen auf unserem wunderschönen Schiff in der Ha-Long-Bucht.

Abschied von der Ha–Long–Bucht und Nordvietnam und Flug nach Ho–Chi–Minh–Stadt

Heute starten wir bereits früh in den Morgen. Ab 6 Uhr gibt es ein leichtes Frühstück mit Kaffee, Tee, Obst und Gebäck. Viele von uns sind schon früh wach und genießen noch einmal die morgendliche Ruhe in der beeindruckenden Landschaft der Ha-Long-Bucht.

Am Morgen gibt es außerdem die Möglichkeit, an einem Tai-Chi-Kurs auf dem Sonnendeck teilzunehmen. Da es für einige am Vorabend doch etwas später geworden ist – in guter Gesellschaft vergisst man schnell die Zeit – sind wir am Ende nur zu zweit aus unserer Gruppe, die sich an dieser besonderen Aktivität versuchen.

Ganz so elegant wie unser Lehrer bewegen wir uns zwar nicht, aber wir schlagen uns dennoch ganz ordentlich.

Anschließend geht es wieder mit dem Tenderboot auf einen weiteren Ausflug. Unser Ziel ist eine der größten und zugleich eine der wenigen bewohnten Inseln der Region: Cat Ba.

Dort steigen wir in einen Bus um, der uns zu einer besonderen Höhle im Dschungel bringt. Die Cat-Ba-Höhle ist ein etwa 300 Meter langes begehbares Höhlensystem mit beeindruckenden Formationen aus Stalagmiten und Stalaktiten. Teilweise müssen wir uns etwas bücken, um durch die schmaleren Passagen zu gelangen, doch die großen Höhlenräume mit ihren glitzernden Felsformationen sind jede Mühe wert.

Nach diesem kurzen, aber spannenden Abstecher geht es wieder zurück zum Bus und anschließend zum Hafen.

Zurück auf unserem Schiff heißt es leider schon Koffer packen und auschecken. Zwar bleibt noch etwas Zeit für ein ausgiebiges Frühstück vom Buffet im Restaurant, doch gegen halb elf müssen wir uns von unserem schönen Schiff verabschieden und ausschiffen.

Dieses besondere Erlebnis werden wir sicherlich so schnell nicht vergessen. Nicht nur das Schiff und der Service waren außergewöhnlich – auch das Essen und die Ausflüge waren hervorragend. Nur über den Caipirinha, so scherzen einige aus der Gruppe, müsste man vielleicht noch einmal nachdenken.

Gegen 11 Uhr erreichen wir wieder den Hafen. Dort werden wir bereits von Brave, unserem Guide, und unserem Busfahrer erwartet.

Nach einer kurzen Pause fahren wir weiter zum Flughafen. Heute heißt es leider Abschied nehmen von unserem Fahrer, unserem Guide und von Nordvietnam. Unser nächstes Ziel: Saigon, oder offiziell Ho-Chi-Minh-Stadt.

Auf dem Weg zum Flughafen tauschen wir noch einmal viele nette Worte aus und erinnern uns gemeinsam an die Erlebnisse der letzten Tage.

Am Flughafen von Hai Phong folgt schließlich eine herzliche Verabschiedung mit Umarmungen und vielen guten Wünschen.

Dann beginnt das, was zu jedem Reisetag gehört: Koffer organisieren, einchecken und warten.

Wir sitzen eine Weile in der Halle und beobachten das Treiben im kleinen Flughafen. Schließlich heißt es einchecken und durch die Sicherheitskontrolle gehen. Danach holen wir uns noch einen Kaffee – und warten erneut, denn unser Flug hat Verspätung.

Irgendwann ist es dann endlich soweit: Boarding.

Wie so oft in Vietnam läuft alles erstaunlich geordnet ab – in Reih und Glied steigen wir ins Flugzeug.

Den etwa zweistündigen Flug nutzen viele von uns für ein kleines Nickerchen.

Bei Sonnenuntergang erreichen wir schließlich Saigon. Die riesige Metropole wirkt sofort ganz anders als Hanoi und empfängt uns mit hohen Wolkenkratzern und bunten Lichtern.

Als wir aus dem Flugzeug steigen, schlägt uns eine tropisch warme Luft entgegen.

Am Flughafen werden wir bereits von unserem neuen Reiseleiter Mr. Thai erwartet, der uns die nächsten drei Tage begleiten wird.

Gemeinsam fahren wir zu unserem Hotel in zentraler Lage – ein perfekter Ausgangspunkt, um die Stadt zu erkunden.

Aufgrund der Flugverspätung entscheiden wir uns, die geplante Vespa-Tour auf den nächsten Tag zu verschieben. Stattdessen verabreden wir uns einfach zum gemeinsamen Abendessen.

Einige aus der Gruppe haben spontan die Idee, noch auf einen der Wolkenkratzer hinaufzufahren, um die Stadt von oben zu sehen. Unser Guide organisiert schnell ein Taxi, und ein Teil der Gruppe macht sich auf den Weg, um Saigon aus der Vogelperspektive zu bestaunen.

Der Rest kehrt in eines der vielen Restaurants der Stadt ein.

Schon auf den Straßen wird deutlich, wie groß der Kontrast zwischen den beiden größten Städten Vietnams ist. Saigon wirkt moderner, hektischer und internationaler als Hanoi.

Es war ein langer Tag, und wir sind gespannt, was Südvietnam noch für uns bereithält.

Also heißt es nun: ab ins Bett, ausruhen und morgen mit neuer Energie in das nächste Abenteuer starten.

Kulinarische Entdeckungen im Mekong–Delta und Vespa–Tour durch Saigon

Mit warmen, tropischen Temperaturen starten wir heute in unseren Tag in Südvietnam. Unser Ziel liegt etwa zwei Stunden von Saigon entfernt: das fruchtbare Mekong-Delta.

Der heutige Tag steht ganz im Zeichen des Genusses und der kulinarischen Vielfalt.

Auf dem Weg in die Region legen wir zunächst einen kurzen Stopp an einem schönen Rasthof ein. In einem kleinen Garten im Innenhof genießen wir einen Kaffee, bevor es weitergeht.

Je näher wir unserem Ziel kommen, desto deutlicher zeigt sich die Landschaft des Mekong-Deltas. Immer mehr Wasserarme durchziehen die Umgebung, große Brücken überspannen die Flüsse, und wir entdecken erste schwimmende Dörfer.

Der Mekong gehört zu den längsten Flüssen der Welt und durchquert mehrere Länder Südostasiens, bevor er in Vietnam ins Meer mündet. Im Delta verzweigt er sich in unzählige Flussarme und bildet eine der fruchtbarsten Regionen des Landes. Hier werden unter anderem Reis, Obst, Kokosnüsse und Fisch in großen Mengen produziert – das Mekong-Delta gilt daher auch als „Reiskammer Vietnams“.

Schließlich erreichen wir unser Ziel und steigen in ein buntes, traditionelles Holzboot, das uns durch die Wasserlandschaft begleiten wird.

An Bord erwartet uns bereits ein liebevoll gedeckter Tisch. Frische Kokosnüsse, dekoriert mit duftenden Frangipani-Blüten, sowie kunstvoll angerichtete tropische Früchte laden direkt zum Probieren ein.

Zur Begrüßung erhalten wir alle eine frische Kokosnuss – die perfekte Erfrischung bei den warmen Temperaturen.

Dann heißt es: Leinen los. Gemächlich gleiten wir über einen der vielen Flussarme des Mekong.

Unser erster Stopp führt uns zu einem kleinen, familiengeführten Betrieb mit angeschlossener Bienenzucht. Hier probieren wir verschiedene Spezialitäten aus Kokos und Honig.

Als erstes kosten wir eine sogenannte Wasserkokosnuss – eine eher ungewöhnliche Frucht, die an Wasserpflanzen wächst und innen ein geleeartiges Fruchtfleisch hat. Interessant, aber geschmacklich nicht für jeden etwas.

Deutlich besser kommen die weiteren Köstlichkeiten an: Tee mit Honig und Bienenpollen, Kokosschokolade, Gebäck mit Kokos und Ingwer sowie frittierte Kokosstücke – alles frisch und sehr aromatisch.

Eine weitere Spezialität sorgt für gemischte Reaktionen: Schlangenschnaps. Dabei handelt es sich um starken Reisschnaps, in dem Giftschlangen eingelegt werden. Für den Menschen ungefährlich, aber angeblich mit stimulierender Wirkung.

Wir probieren einen kleinen Schluck – definitiv der stärkste Schnaps, den wir bisher in Vietnam gekostet haben, und nicht jedermanns Geschmack.

Nach etwas Zeit zum Stöbern und Einkaufen geht es zurück aufs Boot. Während der Fahrt probieren wir die vorbereiteten Obstsorten Vietnams: pinke Drachenfrucht, besonders süße gelbe Mango, Rosenapfel, kleine Bananen und Longan, eine Frucht, die an eine süßere Litschi erinnert.

Bei rund 30 Grad und mit Blick auf die Wasserlandschaft schmeckt das alles gleich noch besser.

Unser nächster Halt führt uns zu einer Familie, die aus Reis und Kokos eine besondere Spezialität herstellt. Aus einem flüssigen Teig werden dünne Fladen gedämpft, die anschließend getrocknet und teilweise noch einmal über dem Feuer geröstet werden.

Die Frauen arbeiten geschickt und routiniert, und es ist spannend, ihnen dabei zuzusehen. Natürlich dürfen wir auch hier probieren – und sind begeistert.

Anschließend besuchen wir eine weitere Insel, auf der Kokosnüsse verarbeitet werden. Hier erhalten wir einen Einblick in die harte und durchaus gefährliche Arbeit der Verarbeitung. Mit scharfen Werkzeugen werden die Kokosnüsse geöffnet, das Fruchtfleisch herausgelöst und weiterverarbeitet.

Dabei wird wirklich alles genutzt: Aus den Schalen entstehen Kohlebriketts, die Milch wird weiterverarbeitet, und das Fruchtfleisch gereinigt und gelagert.

Auch hier dürfen wir uns wieder durchprobieren – von kandierter Kokosnuss über Ananas bis hin zu eingelegten Zitrusschalen und selbstgemachten Kokosbonbons.

Zu Fuß geht es ein Stück weiter, bis uns schon das nächste Highlight erwartet: Tuk-Tuks. Wir teilen uns auf und starten zu einer kleinen, schwungvollen Fahrt über die Insel – ein großer Spaß für alle.

Unterwegs halten wir kurz bei einer Frau, die aus Palmblättern in Handarbeit Besen bindet, bevor es weitergeht zu einem schmaleren Kanal des Deltas.

Hier steigen wir in die für die Region typischen kleinen Boote um und lassen uns durch die ruhige, grüne Landschaft treiben. Jeder bekommt einen traditionellen vietnamesischen Spitzhut, der uns vor der Sonne schützt.

Nach einer entspannten Fahrt erreichen wir wieder unser größeres Boot, das uns zurück zum Bus bringt.

Am Nachmittag fahren wir zurück in das lebhafte Saigon.

Doch unser Tag ist noch lange nicht zu Ende.

Am Abend erwartet uns ein letztes großes Highlight in Vietnam: eine Food-Vespa-Tour.

Vor dem Hotel stehen bereits Vespas in allen Farben bereit – inklusive Fahrer. Zum Glück müssen wir nicht selbst fahren. Jeder sucht sich eine Vespa aus, und wir werden von einem jungen, sehr herzlichen lokalen Guide durch den Abend begleitet.

Helme auf – und los geht’s.

Schon die Fahrt durch das nächtliche Saigon ist ein Erlebnis für sich. Die Stadt zeigt sich jetzt von ihrer lebendigsten Seite, voller Lichter, Farben und Energie.

Unser erster Stopp ist ein gemütliches Vintage-Café. Hier genießen wir ein Getränk und starten kulinarisch mit einem Banh Mi, dem berühmten vietnamesischen Sandwich.

Weiter geht es durch die Straßen zu einem lokalen Restaurant, wo uns mehrere Gänge vietnamesischer Spezialitäten serviert werden. Wir probieren uns durch verschiedene Gerichte und sammeln neue Geschmackserlebnisse.

Zum Abschluss führt uns die Tour in eine kleine Bar, in der Cocktails mit typisch vietnamesischen Zutaten serviert werden. Jeder wählt seinen Favoriten, und gemeinsam stoßen wir – natürlich auch mit einem kleinen Glas Reisschnaps – auf diesen besonderen Abend an.

Dann folgt eine Überraschung: Unser Guide Oliver hat während des Abends Fotos von uns gemacht und diese in der Zwischenzeit ausgedruckt. Jeder von uns erhält ein kleines Erinnerungsheft mit persönlichen Bildern.

Wie er das so schnell organisiert hat und dabei noch wusste, welches Bild zu wem gehört, bleibt uns ein Rätsel – doch die Freude ist groß.

Ein wunderschönes Andenken an diesen besonderen Abend.

Wir bedanken uns herzlich bei unseren Fahrern und unserem Guide, bevor es zurück zum Hotel geht.

Dort heißt es dann: Koffer packen.

Denn morgen wartet bereits das letzte Erlebnis unserer Reise durch Vietnam auf uns.

Was für ein unglaublich abwechslungsreicher und kulinarischer Tag.

Cu–Chi–Tunnel und Weiterreise nach Kambodscha

Heute geht es früh los – und zwar direkt mit Gepäck, denn vor unserer Weiterreise erwartet uns noch ein letzter bedeutender Programmpunkt in Vietnam.

Unser Ziel ist das Cu-Chi-Tunnelsystem, eine historische und zugleich sehr eindrucksvolle Stätte des Vietnamkrieges.

Das Tunnelsystem wurde von vietnamesischen Guerillakämpfern errichtet und umfasst ein unterirdisches Netzwerk von über 200 Kilometern Länge. In diesen engen Gängen befanden sich Lagerräume, Küchen, Krankenstationen, Schlafbereiche und sogar Schulen. Zeitweise lebten hier mehr als 10.000 Menschen unter schwierigsten Bedingungen.

Die Tunnel waren strategisch perfekt durchdacht: mit versteckten Eingängen, Belüftungssystemen und mehreren Ebenen, die es ermöglichten, sich unbemerkt zu bewegen und Angriffe abzuwehren.

Da wir früh vor Ort sind, entgehen wir glücklicherweise dem größten Besucherandrang.

Während unseres Rundgangs durch die Anlage erfahren wir viel über die Geschichte und das Leben der Menschen in dieser Zeit. Besonders eindrucksvoll sind die gut getarnten Tunneleingänge, die kaum sichtbar im Boden verborgen liegen.

Einige Mutige aus unserer Gruppe versuchen sich daran, durch einen dieser engen Eingänge in die Tunnel zu steigen – mit unterschiedlichem Erfolg, denn die Öffnungen sind extrem schmal.

Anschließend wagen sich einige sogar in einen der originalgetreu nachgebildeten Tunnelabschnitte und kriechen ein Stück durch die engen Gänge. Dabei wird schnell deutlich, wie herausfordernd das Leben unter der Erde gewesen sein muss.

Wir probieren außerdem Maniok, eine Wurzel, die einfach anzubauen ist und den Guerillakämpfern oft über lange Zeit als Hauptnahrungsmittel diente.

Der Besuch ist ein besonderes, aber auch sehr nachdenklich stimmendes Erlebnis.

Auf dem Gelände befindet sich zudem eine Schießanlage. Es wirkt fast surreal, an einem solchen historischen Ort Menschen schießen zu sehen. Gleichzeitig bietet es auch die Möglichkeit, sich zumindest ansatzweise in die damalige Situation hineinzuversetzen.

Als wir schließlich zum Parkplatz zurückkehren, wird uns bewusst, wie viel Glück wir mit unserer frühen Ankunft hatten. Mittlerweile ist der Platz voller Busse und Touristen.

Wir verlassen Cu Chi und fahren zurück nach Saigon. In der Nähe des Flughafens genießen wir noch ein letztes vietnamesisches Mittagessen – natürlich darf dabei eine leckere Pho nicht fehlen.

Dann heißt es Abschied nehmen von Vietnam.

Für unseren Weiterflug nach Kambodscha wird unsere Gruppe auf zwei Flüge aufgeteilt. Am Flughafen verabschieden wir uns daher zunächst von der ersten Hälfte der Gruppe, die wir später am Zielort wieder treffen werden.

Für den Rest heißt es noch etwas warten, bevor auch wir schließlich einchecken können.

Dann geht es endlich los – und wir erleben eine kleine Überraschung: Unser Flug nach Kambodscha erfolgt mit einer Propellermaschine. Für viele von uns ist das etwas ganz Besonderes, da wir schon lange oder vielleicht sogar noch nie mit einem solchen Flugzeug geflogen sind.

Entgegen aller Erwartungen verläuft der Flug sehr ruhig und auch die Landung ist überraschend sanft.

Am Abend erreichen wir Kambodscha, das uns mit warmem, feuchtem Klima begrüßt.

Am Flughafen werden wir herzlich von unserem neuen Guide Mr. Reth sowie unserem Busfahrer empfangen, die uns in den kommenden Tagen begleiten werden.

Auch unser Bus ist etwas Besonderes: bunt beleuchtet und sehr komfortabel – ein gelungener erster Eindruck.

Auf dem Weg zum Hotel legen wir noch einen kurzen Stopp in einem lokalen Restaurant ein, wo wir unser erstes kambodschanisches Abendessen genießen. Die Küche ist noch einmal anders als in Vietnam, aber ebenso lecker.

Anschließend fahren wir zum Hotel, beziehen unsere Zimmer und lassen den Tag ruhig ausklingen.

Ein weiteres Kapitel unserer Reise beginnt – und morgen wartet schon das nächste Abenteuer auf uns.

Tempelwunder von Angkor

Unser erster Tag in Kambodscha beginnt – und eines wird uns sofort klar: Es wird heiß.

Heute steht ein ganz besonderes Highlight auf dem Programm. Wir besuchen die beeindruckende Tempelanlage von Angkor, die sich über mehrere Quadratkilometer erstreckt und zu den bedeutendsten archäologischen Stätten der Welt gehört.

Die Anlage war einst das Zentrum des mächtigen Khmer-Reiches, das vom 9. bis zum 15. Jahrhundert große Teile Südostasiens beherrschte. Heute gehört Angkor zum UNESCO-Weltkulturerbe und gilt als eines der größten religiösen Bauwerke der Welt.

Da wir die Anlage aktiv erkunden möchten, starten wir unseren Tag mit einer Fahrradtour durch den Dschungel.

Unsere Route führt uns vorbei an kleinen, einfachen Dörfern und über schattige Wege durch die grüne Landschaft. Trotz der Hitze genießen wir die Fahrt sehr.

Schon bald erreichen wir das imposante Haupttor von Angkor Wat. Allein die Durchfahrt mit dem Fahrrad durch dieses monumentale Tor ist ein Erlebnis für sich.

Unser erster Tempel ist der Bayon-Tempel, bekannt für seine zahlreichen steinernen Gesichter, die in alle Richtungen blicken. Die kunstvollen Reliefs erzählen Geschichten aus längst vergangenen Zeiten und geben uns einen Einblick in das Leben im Khmer-Reich.

Weiter geht es zu Fuß über das weitläufige Gelände.

Unser nächster Stopp ist der Baphuon-Tempel, ein beeindruckender pyramidenförmiger Tempel, der einst als Tempelberg zu Ehren der Götter erbaut wurde.

Auf dem Weg dorthin begegnen wir immer wieder Affen, die sich frei auf dem Gelände bewegen. Außerdem sehen wir ein Brautpaar in traditioneller Kleidung, das vor der beeindruckenden Kulisse Hochzeitsfotos macht.

Trotz der Hitze steigen wir die vielen steilen Treppen hinauf – oben angekommen werden wir mit einer fantastischen Aussicht belohnt.

Unser Guide hat sich hier einen kleinen Spaß erlaubt: Er hatte uns von einem riesigen liegenden Buddha erzählt. Was er uns jedoch nicht gesagt hatte – dieser ist nur von außen erkennbar, da er in die Rückseite des Tempels integriert wurde.

Immer wieder sind wir fasziniert davon, wie diese monumentalen Bauwerke mit den damaligen Mitteln errichtet werden konnten.

Weiter geht es zum ehemaligen Königspalastgelände sowie zur berühmten Terrasse des Leprakönigs. Die Terrasse ist mit detailreichen Reliefs verziert und diente vermutlich für königliche Zeremonien. Der Name stammt von einer Statue, die lange Zeit für die Darstellung eines leprakranken Königs gehalten wurde.

Nach diesem spannenden Vormittag machen wir uns auf den Weg zum Mittagessen. In einem lokalen Restaurant genießen wir wieder eine Vielzahl kambodschanischer Spezialitäten. Das Essen ist reichhaltig und sehr lecker – und die Herzlichkeit der Menschen beeindruckt uns einmal mehr.

Am Nachmittag entscheiden wir uns, mit dem Bus weiterzufahren, um noch mehr von der Anlage zu sehen.

Unser nächstes Highlight ist der berühmte Ta-Prohm-Tempel, vielen besser bekannt als der „Tomb Raider Tempel“. Für viele aus unserer Gruppe ein nostalgischer Moment.

Der Tempel ist genau so beeindruckend, wie wir ihn uns vorgestellt haben. Gewaltige Baumwurzeln umschlingen die Mauern und scheinen die Gebäude regelrecht zu verschlingen. Die Natur hat sich hier ihren Raum zurückerobert.

Wir nehmen uns Zeit, die Anlage in Ruhe zu erkunden und nutzen die Kulisse natürlich auch für das ein oder andere ikonische Foto.

Dann erreichen wir den wohl bekanntesten Tempel der gesamten Anlage: Angkor Wat.

Schon beim Ankommen erwartet uns eine kleine Überraschung – wir entdecken eine kleine grüne Schlange, die sich jedoch schnell wieder in einer Mauerritze versteckt.

Über eine lange Brücke, die über einen künstlich angelegten Wassergraben führt, nähern wir uns der monumentalen Tempelanlage.

Angkor Wat wurde im 12. Jahrhundert erbaut und ist das größte religiöse Bauwerk der Welt. Ursprünglich dem hinduistischen Gott Vishnu gewidmet, wurde es später zu einem buddhistischen Heiligtum. Die Anlage ist berühmt für ihre beeindruckenden Türme und die kilometerlangen Reliefs, die Szenen aus Mythologie und Geschichte darstellen.

Wir nehmen uns viel Zeit, um dieses gewaltige Bauwerk zu erkunden. Überall entdecken wir kunstvolle Details, filigrane Schnitzereien und beeindruckende Darstellungen.

Bis heute ist Angkor Wat ein wichtiger Pilgerort, und wir begegnen immer wieder Einheimischen beim Beten.

Als wir uns langsam dem Ausgang nähern, beginnt die Sonne unterzugehen und taucht die Anlage in ein warmes, goldenes Licht. Eine ganz besondere Atmosphäre entsteht.

Wir machen noch einige Fotos und beobachten die Affen, die sich verspielt zwischen den Tempelanlagen bewegen.

Dann heißt es Abschied nehmen von diesem einzigartigen Ort.

Es war ein langer, heißer, aber unglaublich beeindruckender Tag, der uns sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Zurück im Hotel springen wir erst einmal in den Pool, um uns zu erfrischen und den Staub sowie die Hitze des Tages abzuwaschen.

Einige aus der Gruppe gehen anschließend noch gemeinsam Abend essen, bevor wir uns langsam zurückziehen.

Ein unvergesslicher Tag geht zu Ende.

Wanderung im Phnom–Kulen–Nationalpark und kambodschanischer Zirkus

Am heutigen Tag geht es aktiv weiter.

Nach einem wie immer leckeren Frühstück fahren wir mit dem Bus aus der Stadt Siem Reap heraus zum Fuß des Berges Phnom Kulen. Von hier aus starten wir unsere Wanderung.

Zunächst gilt es, einige Stufen zu überwinden – bei den bereits am Morgen warmen Temperaturen gar nicht so einfach. Stufe für Stufe arbeiten wir uns nach oben.

Unterwegs begegnen uns Kinder in Schuluniform, die uns fröhlich zuwinken. Wir beobachten Ameisen, die mit erstaunlicher Präzision Blätter transportieren und daraus ihre Nester in den Bäumen bauen.

Immer wieder sehen wir kleine, liebevoll gestaltete Geisterhäuser – eine typisch kambodschanische Tradition. Diese kleinen Schreine werden auf Grundstücken aufgestellt, um den dort lebenden Geistern Opfergaben darzubringen. So sollen sie besänftigt werden und im Gegenzug Glück und Wohlstand bringen. Eine schöne Parallele zu den Ahnenaltären, die wir bereits in Vietnam kennengelernt haben.

Weiter oben erreichen wir ein buddhistisches Kloster, in dem Pilger zu Buddha beten. Im Hintergrund hören wir den Klang eines Gongs – es ist 11 Uhr, Zeit für das Mittagessen der Mönche.

Wir steigen weiter hinauf, vorbei an kleinen Tempeln, Figuren und kunstvollen Verzierungen.

Plötzlich hören wir Kinderlachen. Unterhalb eines kleinen Tempels befinden sich zwei verzierte Wasserbecken, in denen Kinder und Einheimische sich von der Hitze erfrischen. Der ein oder andere aus unserer Gruppe wäre am liebsten direkt mit hineingesprungen.

Unser Weg führt weiter nach oben – bis wir plötzlich vor einer Sackgasse stehen. Der Weg ist versperrt.

Auch das gehört dazu. Die Natur folgt eben ihren eigenen Regeln.

Zum Glück gibt es eine alternative Route. Nach einer kurzen Pause, in der wir uns mit ein paar mitgebrachten Kokosleckereien stärken, geht es ein Stück zurück und anschließend über einen anderen Weg weiter nach oben.

Die letzten Stufen sind geschafft, und nun laufen wir durch schattige Dschungelpfade. Um uns herum hören wir Vogelgezwitscher, entdecken Litschibäume und steigen gelegentlich über umgestürzte Baumstämme.

Nach einer Weile erreichen wir den höchsten Punkt des Nationalparks. Vor uns liegt ein kleines Dorf, durch das wir hindurchgehen.

Unser Ziel ist der sogenannte „Fluss der tausend Lingas“.

Hier ließ ein damaliger Herrscher tausende religiöse Symbole – sogenannte Lingas – in das steinerne Flussbett meißeln. Diese stehen im Hinduismus für Fruchtbarkeit und Schöpfung. Das Wasser, das hier über die Symbole fließt, galt als besonders gesegnet und sollte die Felder, die damit bewässert wurden, fruchtbarer machen.

Wir gehen noch ein Stück weiter bis zur Quelle, wo das Wasser direkt aus dem Boden sprudelt, bevor wir uns wieder auf den Weg zurück zum Bus machen.

Dort erwarten uns bereits kühle Tücher – eine wohltuende Erfrischung nach der Wanderung.

Nach einer kurzen Fahrt erreichen wir einen weiteren wichtigen Pilgerort. Hier wurde im 16. Jahrhundert eine große liegende Buddha-Statue direkt in den Fels geschlagen, um die herum später ein Tempel und ein Kloster errichtet wurden.

Natürlich führen auch hier wieder zahlreiche verzierte Stufen nach oben. Links und rechts bieten Händler verschiedene Waren an. Wir probieren frische, wilde Litschis – süß und unglaublich lecker.

Oben angekommen beobachten wir Pilger, die Opfergaben darbringen. Die Buddha-Statue selbst ist beeindruckend und strahlt eine besondere Ruhe aus.

Anschließend geht es zurück nach unten und weiter zum Mittagessen.

Da heute Sonntag ist, ist in der Region viel los. Viele Einheimische kommen hierher, um Zeit mit der Familie zu verbringen, zu picknicken oder im Wasser zu baden.

Wir genießen ein traditionelles Mittagessen mit verschiedenen Gerichten – einfach, aber sehr schmackhaft.

Danach bleibt noch etwas Zeit, um die nahegelegenen Wasserfälle zu besichtigen. Nur wenige Minuten zu Fuß entfernt stürzen die Wassermassen in die Tiefe. Überall baden Menschen, Kinder spielen im Wasser und Händler bieten kleine Snacks an.

Zum Baden reicht unsere Zeit leider nicht, denn unser Tag ist noch nicht zu Ende.

Also geht es zurück zum Bus und anschließend ins Hotel.

Dort machen wir uns frisch und schick für den Abend.

Zunächst erwartet uns ein leckeres kambodschanisches Menü. Der Raum ist festlich dekoriert, wir haben das Restaurant ganz für uns und genießen die besondere Atmosphäre sowie das ausgezeichnete Essen.

Doch das Highlight des Abends folgt noch.

Wir besuchen den Phare Circus, einen traditionellen kambodschanischen Zirkus, der gleichzeitig ein soziales Projekt für junge Menschen ist.

Im kleinen Zirkuszelt steigt die Spannung, als das Licht ausgeht.

Die Künstler erzählen in ihrer Show „White Gold“ eine eindrucksvolle Geschichte über die Bedeutung von Reis in Kambodscha. Reis ist hier weit mehr als nur ein Nahrungsmittel – er steht für Leben, Gemeinschaft, Tradition, aber auch für Herausforderungen der modernen Welt.

Mit Akrobatik, Musik, Schauspiel und viel Emotion wird die Geschichte eines jungen Mannes erzählt, der zwischen Tradition, Gemeinschaft und wirtschaftlichem Wandel seinen eigenen Weg finden muss.

Die Show ist spannend, berührend und beeindruckend zugleich.

Nach der Vorstellung machen wir noch ein gemeinsames Foto mit den Künstlern und bedanken uns herzlich.

Anschließend fahren wir zurück ins Hotel.

Ein weiterer erlebnisreicher Tag geht zu Ende – voller Eindrücke, Bewegung und kultureller Höhepunkte.

Sonnenuntergang am Tonle Sap und Abschiedsstimmung

Unser letzter voller Tag in Kambodscha beginnt – und irgendwie merkt man es schon: Die Reise neigt sich langsam dem Ende zu.

Noch einmal starten wir aktiv in den Tag, mit einer Fahrradtour durch Siem Reap und die Umgebung. Vorbei am lebhaften Treiben der Straßen, kleinen Geschäften und den Menschen vor Ort tauchen wir noch einmal ganz bewusst in den Alltag Kambodschas ein.

Wir halten an kleinen Ständen, unter anderem bei zwei Frauen, die frische Kokosnuss-Reiswaffeln und saftige Mango verkaufen. Wir bleiben eine Weile stehen, probieren uns durch die Leckereien und kommen ins Gespräch – genau diese spontanen Momente sind es, die uns in Erinnerung bleiben.

Weiter geht es vorbei am alten Flughafen bis zum West Baray, einem riesigen künstlich angelegten Stausee aus der Zeit des Khmer-Reiches. In seiner Mitte liegt eine kleine Insel mit Tempel.

Wir fahren entlang des Ufers, bis wir an einer Stelle anhalten und die Möglichkeit haben, ans Wasser zu gehen. Einige von uns tauchen die Füße hinein – das Wasser ist überraschend warm. Ein paar Kinder spielen weiter draußen im See und lachen.

Dann schwingen wir uns wieder auf die Fahrräder und fahren weiter entlang des Sees, bevor wir schließlich zurück in die Stadt abbiegen.

Zum Mittagessen kehren wir bei einer lokalen Familie ein. Wir lassen uns Zeit, genießen das Essen und die Gespräche. Es wird gelacht, erzählt und natürlich auch probiert – selbstgemachter Schnaps wird angeboten, ebenso verschiedene Tees, von denen einige als kleine Erinnerung mitgenommen werden.

Am Nachmittag wechseln wir vom Fahrrad in den Bus und machen uns auf den Weg zum nächsten Highlight: dem Tonle Sap See.

Der Tonle Sap ist der größte See Südostasiens und ein einzigartiges Ökosystem. Besonders faszinierend ist sein Wassersystem: Während der Regenzeit wächst der See auf ein Vielfaches seiner Größe an, da sich der Mekong-Fluss umkehrt und Wasser in den See drückt. In der Trockenzeit zieht sich das Wasser wieder zurück.

Am Ufer und auf dem See selbst leben zahlreiche Menschen in schwimmenden Dörfern – ihr gesamtes Leben spielt sich auf dem Wasser ab.

Wir steigen in ein buntes Boot und fahren durch Seitenarme des Sees. Vorbei an Häusern auf Stelzen und schwimmenden Dörfern gelangen wir schließlich auf den offenen See.

Hier eröffnet sich uns ein ganz besonderes Bild: Wohnhäuser, Schulen, kleine Läden, Restaurants und sogar Tempel treiben auf dem Wasser. Boote ersetzen hier Straßen – Händler fahren vorbei, Kinder spielen, und der Alltag findet mitten auf dem See statt.

Wir legen an einem schwimmenden Restaurant an und bleiben hier eine Weile.

Bei kühlen Getränken und kleinen Snacks genießen wir die Atmosphäre. Einige aus der Gruppe probieren sogar Krokodilfleisch. Gleichzeitig kommen wir ins Gespräch über die vergangenen Tage – all die Erlebnisse, Eindrücke und besonderen Momente.

Es ist einer dieser ruhigen Augenblicke, in denen man merkt, wie viel man gemeinsam erlebt hat.

Zum Sonnenuntergang gehen wir auf das Deck des Restaurants. Wir stellen unsere Stühle auf und genießen die Aussicht in erster Reihe. Immer wieder ziehen traditionelle Boote vor der untergehenden Sonne vorbei – ein wunderschönes Bild.

Langsam färbt sich der Himmel in warme Töne, und für einen Moment scheint die Zeit stillzustehen.

Als es dunkel wird, fahren wir zurück. Durch die Kanäle geht es wieder Richtung Hafen und schließlich zurück ins Hotel.

Am Abend treffen wir uns ein letztes Mal gemeinsam zum Essen.

Wir kehren in ein kleines lokales Restaurant ein, das einige aus der Gruppe bereits in den letzten Tagen für sich entdeckt haben. Die Betreiberinnen begrüßen uns herzlich, das Essen ist wie immer köstlich, die frischen Säfte perfekt – und die Preise kaum zu glauben.

Die Stimmung ist vertraut, entspannt und herzlich.

So lassen wir unseren letzten Abend in Kambodscha gemeinsam ausklingen.

Abschied von Kambodscha

Unser letzter Morgen beginnt ruhig.

Einige von uns lassen sich beim Frühstück etwas mehr Zeit, andere genießen noch einmal den Pool oder die grüne Umgebung des Hotels. Nach den vielen intensiven Tagen tut es gut, einen Moment innezuhalten.

Der Pool wirkt fast wie eine kleine Oase – ein perfekter Ort, um die Reise noch einmal Revue passieren zu lassen.

Dann heißt es langsam Abschied nehmen: die letzten Sachen zusammenpacken, auschecken und zum Flughafen aufbrechen.

Etwa eine Stunde fahren wir durch die vertrauten Straßen von Siem Reap. Wir schauen aus dem Fenster und verabschieden uns innerlich von diesem besonderen Land.

Der Flughafen ist modern und gut organisiert. Check-in und Sicherheitskontrolle verlaufen schnell, und wir nutzen die Zeit noch für einen letzten Kaffee.

Doch unsere Heimreise erfolgt in Etappen.

Zunächst fliegen wir zurück nach Hanoi – ein letztes „Hallo Vietnam“, bevor es endgültig nach Hause geht. Unser Gepäck wird glücklicherweise direkt durchgecheckt, sodass wir uns darum nicht mehr kümmern müssen.

In Hanoi bleibt noch etwas Zeit zum Schlendern, für kleine Einkäufe oder einfach zum Zusammensitzen.

Dann heißt es Boarding für unseren Rückflug nach Deutschland.

Der Flug ist lang, aber glücklicherweise ein Nachtflug – so finden viele von uns zumindest etwas Schlaf.

Zurück in Frankfurt

Am frühen Morgen landen wir in Frankfurt.

Trotz der langen Reise ist die Stimmung noch immer gut.

Wir verabschieden uns herzlich voneinander. In den vergangenen 16 Tagen sind wir als Gruppe spürbar zusammengewachsen.

Es wird noch einmal gelacht, gescherzt und Kontakte werden ausgetauscht. Ein paar Einladungen für zukünftige Treffen werden ebenfalls ausgesprochen.

Dann trennen sich langsam unsere Wege.

Jeder macht sich auf den letzten Abschnitt seiner Heimreise – zurück in den Alltag, aber mit vielen Erinnerungen im Gepäck.


16 Tage, zwei Länder, unzählige Eindrücke.

Von den geschäftigen Straßen Hanois über die ruhigen Landschaften Nordvietnams, die magische Ha-Long-Bucht bis hin zu den Tempeln von Angkor und dem Leben auf dem Tonle Sap – diese Reise war so viel mehr als nur eine Abfolge von Programmpunkten.

Es waren die Begegnungen, die kleinen unerwarteten Momente, das gemeinsame Lachen und Staunen, die diese Reise besonders gemacht haben.

Aus einer Gruppe ist mit der Zeit eine Gemeinschaft geworden.

Und auch wenn die Reise nun zu Ende ist – die Erinnerungen daran bleiben.

Vielleicht ist genau das das Schönste am Reisen:
Dass man Orte verlässt, aber ein Stück davon immer bei sich behält.


Kommentare zum Reisebericht