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Die Porta Nigra in Trier – römische Architektur im Rheinland

Das bekannteste römische Bauwerk auf deutschem Boden zierte bisher nicht nur Notgeldscheine und Briefmarken, es ist auch Wahrzeichen der Universitäts- und Bischofsstadt Trier ganz im Südwesten Deutschlands, im idyllischen Moseltal und in unmittelbarer Nachbarschaft zu Luxemburg gelegen.

Von Dr. Michael Krause / 22.06.2020
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Die Stadt Trier begann ihre Geschichte als römische Gründung, die schon nach kurzer Zeit zur Kaiserresidenz wurde. In antiker Zeit hatte sich Rom als Weltmacht etabliert und seit der Römischen Kaiserzeit (die kurz vor dem Jahr 0 begann) hatte es mit zahlreichen Kolonien rund um das Mittelmeer in ganz Europa, Nordafrika und Teilen Asiens seine größte Ausdehnung erreicht und war damals – nach dem bereits zusammengebrochenen kurzlebigen Weltreich Alexanders des Großen – das größte zusammenhängende Reich auf der Erde.

Die meisten europäischen Völker waren in dieses Reich eingegliedert, allerdings hatte ein Bündnis germanischer Stämme mit der siegreichen Schlacht im Teutoburger Wald 9 n.Chr. einer weiteren Eroberung Germaniens einen Riegel vorgeschoben. Das heißt aber nicht, dass es nicht auch in Germanien Gebiete gab, die zum Römerreich gehörten – in römischen Quellen meist durch wild aussehende Krieger mit langen Haaren im Gegensatz zur römischen Kurzhaar-Mode charakterisiert. Die Grenz-Befestigungsanlagen, die die Römer zum „Schutz“ ihrer Kolonien vor den außerhalb lebenden „Barbaren“ bauten, wie der Obergermanisch-Rätische Limes in Deutschland oder der Hadrianswall in Großbritannien gehören seit 2005 zu den Objekten des UNESCO-Weltkulturerbes.

Noch früher – bereits 1986 – wurden die römischen Baudenkmäler und die früh erbauten Kirchen in Trier, einst als Augusta Treverorum Ende des ersten vorchristlichen Jahrhunderts auf dem Gebiet des von Rom vereinnahmten keltischen Stammes der Treverer (die sich laut Tacitus selbst als Germanen fühlten) errichtet, auf die bedeutende Welterbe-Liste gesetzt. Die Stadt war bereits in der Antike eine Metropole und schon vor der Völkerwanderung eine bedeutende Residenz.

 

Trier an der Mosel

 

Schon seit langem sind die Trierer stolz auf ihre baulichen Zeugnisse der Römerzeit. Amphitheater, Thermen, eine bedeutende Basilika des Kaisers Konstantin sowie Brücken, Grabmäler und die Reste der antiken Stadtbefestigung gehören dazu. Eindrucksvollstes Bauzeugnis der Antike ist die „Porta Nigra“ (Schwarzes Tor), jenes wuchtige römische Stadttor, das seinen Namen im Mittelalter wohl von der dunklen Färbung des verwitterten Sandsteins bekam. Viele Gebäude in Trier sind aus diesem Gestein errichtet, der in der Nähe der Stadt gebrochen wurde. Während der Herrschaft des auch durch seine philosophischen „Selbstbetrachtungen“ bekannt gewordenen römischen Kaisers Mark Aurel wurde das römische Stadttor in relativ kurzer Bauzeit errichtet. Allerdings wich seine Baukonstruktion erheblich von der einer üblichen römischen Torburg ab – die Trierer Porta Nigra war wohl neben ihrer Verteidigungsfunktion vor allem als prachtvoller Repräsentationsbau gedacht. Vermutlich blieb das Bauwerk in seinem Gesamtkonzept unvollendet. Das heutige Erscheinungsbild verdankt Deutschlands wohl ältestes Stadttor der Bautätigkeit im Mittelalter.


Porta Nigra in Trier

 

Der Legende nach beschloss ein frommer Einsiedler, der aus Sizilien stammende byzantinische Mönch Simeon, hier sein Leben. Nach bewegter Jugend und vielen Pilgerfahrten mit aufregenden Erlebnissen fand er in Trier Aufnahme beim hiesigen Bischof Poppo und ließ sich 1030 in den östlichen Turm des Stadttores einmauern, um fortan als Eremit ins Gebet versunken Ruhe zu finden. Während seiner restlichen etwa fünf Jahre in der Porta Nigra soll er mehrere Wunder getan haben, so dass ihn Papst Benedikt IX. bereits kurz nach seinem Tod 1035 heilig sprach. Der Trierer Erzbischof ließ die Porta Nigra zu einer Kirche umgestalten, die zur bedeutenden Wallfahrtsstätte wurde und deren Baulichkeiten auch das heutige Erscheinungsbild des Trierer Wahrzeichens prägten – ebenso wie die 1803 auf Befehl Napoleons vorgenommenen Rekonstruktions- und Abtragungsarbeiten, die das ursprüngliche römische Erscheinungsbild wieder herstellen sollten.     



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