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Rentier – Nutztier der Samen und nordischen Nomaden

Wer Skandinavien bereist, insbesondere Lappland und die Wälder und Tundren Nordschwedens, Finnlands und Norwegens, der ist beeindruckt von den dortigen gewaltigen Rentierherden. Die einzige Hirschart, die je domestiziert wurde lebt genauso genügsam wie die Artgenossen in Nordamerika – die Karibous“ (von einem indianischen Wort). Als Nutztier der (immer noch) nomadisch lebenden Samen (oder Lappen, wie sie oft genannt werden) ist das Ren aus dem hohen Norden Europas nicht wegzu-denken. Fast garantiert sieht man schöne Exemplare bei den Fahrten zum Nordkap, denn auf der Insel Magerøy, auf der das Nordkap liegt, befindet sich eine große Aufzuchtstation.
Von Dr. Michael Krause / 20.04.2012
https://bilder.eberhardt-travel.de/Tiere/ET_Rentier4.jpg

Die gewaltigen Herden der Rentiere in Skandinavien bestehen nahezu ausschließlich aus domestizierten Tieren, nur in der norwegischen Hardangervidda gibt es noch einige wenige wilde Rene.

Das Leben in der im Sommer oft sumpfigen und im Winter tief verschneiten und verharschten Tundra hat als Anpassung etwas hinterlassen: breite Hufe, die durch eine Spannhaut ihre Aufsetzfläche noch vergrößern können, verhindern ein Einsinken der Tiere in Schnee oder Sumpf. Auch ein besonderes Spreizgelenk findet sich an den Hufen des Ren – das erzeugt dass leicht klackende Geräusch, das der aufmerksame Tierbeobachter hört, wenn vor ihm ein Rentier über festen Untergrund läuft.

Für die Samen, die im Sommer mit ihrer „leichten Wohnung“, der Kota, die einem Indianer-Tipi gleicht, zwischen den Weideplätzen – ihren Herden folgend - umherziehen und sich im Winter in der „Gamme“, im „festen“ Erdhaus aus Grassoden nahe den verschneiten Weidegründen aufhalten, ist das Ren die Existenzgrundlage. In Norwegen und Schweden sind vor allem samische Familien Rentierzüchter, in Finnland sind es die von der samischen Urbevölkerung abstammenden Finnen.  Mindestens drei- bis vierhundert Tiere braucht eine Samenfamilie, um überleben zu können. Nahezu alle Teile des Rentieres werden von den Nomaden teilweise bis heute verwertet: während das Fleisch zubereitet oder konserviert zur Ernährung dient und man das Fell gegerbt zum Zeltbau, für die Lagerstatt oder als Lederriemen etc. verwendet, fertigen die geschickten Samen aus den Knochen allerlei Gebrauchsgegenstände und Souvenirs. Früher verwendete man selbst die Sehnen der Tiere – sie dienten traditionell als Nähmaterial.

Rentiere gelten als außerordentlich genügsam. Zwar sind sie Grasfresser – die sich im Sommer fast ausschließlich davon ernähren, obwohl sie nahezu alle pflanzliche Kost verdauen – aber im Winter finden sie meist nur Rentierflechte, Moose und Pilze unter dem Schnee.



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