Mein Balkan (2) - Reise in das Morgenland

Ein Streifzug durch einen faszinierenden Teil Europas mit Ihrem Reiseleiter Steffen Mucke.

Von Steffen Mucke / 01.04.2016
https://bilder.eberhardt-travel.de/blog/balkan/Pociteli.jpg

Teil 2: Die Reise in das Morgenland – zu den islamischen Stätten Bosniens

Heute nun möchte ich Ihnen eine weitere faszinierende Ecke "meines" Balkans zeigen. Durfte ich Sie das letzte Mal zu den überwältigend schönen Nationalparks Kroatiens mitnehmen, zeige ich Ihnen heute ein ganz anderes Gesicht des Balkans. Wenn wir in Richtung Dubrovnik durch das Tal der Neretva fahren, biegen wir hier ab, um flussaufwärts zu fahren. Bald erreichen wir die Grenze zu Bosnien und sind fortan in einem ganz anderen Kulturkreis unterwegs. Gleich nach der Grenze sehen wir die ersten Moscheen und im Ort Pocitelj kommen wir im Türkischen Dorf an.

Pociteli

Pocitelj: Türkisches Dorf an der Neretva

 

Wenn es Gebetszeit ist, ruft der Muezzin, im Café neben der Moschee wird Ihnen ein echt bosnischer Kaffee im Kupferkännchen serviert, Kinder bieten Ihnen frisches Obst feil und Sie genießen die Ruhe der Region, in der gastfreundliche Menschen leben und die Uhren anders ticken.
Nur eine Dreiviertelstunde die Neretva aufwärts, entlang eines fruchtbaren Tales, in dem ein hochwertiger Wein in mediterranen Klima gedeiht, und wir erreichen den Hauptort der Herzegowina: Mostar.

Mostar

Mostar: Blick von der Alten Brücke

Mostar: Moschee

 Mostar: Moschee

 

Hier lernen wir nun den Islam so kennen, wie ihn die bosnischen Moslems praktizieren: weltoffen, tolerant und uns, den Touristen, zugewandt. Für viele ein erster Kontakt mit einer Religion, über die es leider noch viele Vorurteile gibt. Wir lauschen auf den weichen Teppichen den Erklärungen unserer Führung in der Moschee und bestaunen die geschmackvolle und helle Einrichtung dieses Gotteshauses.

Mostar: In der Moschee

Mostar: Moschee von Innen

 

Auch das profane Leben spielt bei unserem Rundgang eine Rolle: Beim Gang durch die schmalen Gassen mit den orientalischen Souvenirs, dann der Markt mit Obst und Gemüse, welches es in dieser Frische nur in den südlichen Ländern gibt. Zum Schluss besuchen wir das Wohnhaus einer normalen Familie, das Türkische Haus, wie es seinerzeit unter den Osmanen errichtet wurde.

 Türkisches Haus

Türkisches Haus

 

Die Fahrt führt uns weiter die Neretva aufwärts, durch die beeindruckende Schlucht, von der steil die Felswände aufsteigen, am Ort Jablanica vorbei, hier fand die berühmte Schlacht an der Neretva statt, um nach einer guten Stunde die Bosnische Hauptstadt Sarajevo zu erreichen. Schon vor der Stadt werden wir vom Hochgebirge begrüßt, dessen oberste Spitzen oft noch mit Schnee bedeckt sind. Dank dieser schönen Lage fanden hier 1984 die Olympischen Winterspiele statt.

Sarajevo: Orientalisches Treiben
Sarajevo: Orientalisches Treiben auf Bascarsia

 

Die Fahrt führt uns weiter durch das schöne Bosnien, entlang hoher Berge und schroffer Schluchten, in den östlichsten Zipfel hinein. Hier liegt am Fluss Drina der Ort Visegrad, der durch seine Brücke Weltruhm erlangte.

An dieser Stelle, wo die Drina mit der ganzen Schwere ihrer grünen überschäumenden Wassermasse aus dem scheinbar geschlossenen Gefüge der schwarzen und steilen Berge hervorbricht, steht die große gleichmäßig geschnittene steinerne Brücke mit ihren elf weitgespannten Bögen.
Ivo Andric, jugoslawischer Literaturnobelpreisträger.

 

Visegrad: Die Brücke über die Drina
Visegrad: Die Brücke über die Drina, einmaliges Zeugnis aus osmanischer Zeit

Das Land Bosnien-Herzegowina ist reich an Zeugnissen aus osmanischen Zeiten; hier haben aber auch alle anderen Religionen ihre Gleichberechtigung, besonders in Sarajevo wird diese multireligiöse Komponente offenbar: Nur wenige Meter trennen die Moscheen von der Katholischen Kathedrale und der Serbisch-Orthodoxen Kirche. Alle Religionen leben heute wieder friedlich nebeneinander und der Besucher kann sich gerade hier in Bosnien der verschiedenen Eindrücke erfreuen, die Ihn erwarten.

Reisegruppe von Eberhardt vor der Alten Brücke
Reisegruppe von Eberhardt vor der Alten Brücke in Mostar

Sollte ich Sie neugierig gemacht haben? Dann bitte ich um ein wenig Geduld, denn dann bekommen Sie wieder Post von mir und ich zeige Ihnen einen weiteren faszinierenden Teil von "meinem Balkan": Das Erbe der Römer und Venezianer in Dalmatien


Bis dahin und vielen Dank für Ihr Interesse, Ihr Reiseleiter
Steffen Mucke



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