Reisebericht: Rundreise Bretagne – auf den Spuren von Kommissar Dupin

20.06. – 02.07.2024, 13 Tage Busreise durch die Bretagne mit Besuch von Drehorten der Inspektor–Dupin–Filme: Nancy – Orleans – Tours – La Baule – Guerande – Nantes – Quiberon – Carnac – Vannes – Pont Aven – Concarneau – Glenan–Inseln – Brest – Morlaix – Chartres – Metz


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Wer Kommissar Dupin nicht aus den Büchern kennt, hat den Kommissar vielleicht schon einmal im Abendprogramm des Fernsehens kennenlernen dürfen. Für die Leser steht fest: Es ist mehr als eine Krimiserie.
Es ist ein Plädoyer für die Bretagne, die Region im äußeren Nordwesten Frankreichs.
Ein Reisebericht von
Gina Egenolf
Gina Egenolf

Donnerstag, 20.06.2024: Anreise nach Nancy

Bei Nebel starten wir heute morgen in Dresden um auf den Spuren des beliebten Kommissars Dupin die Bretagne zu erkunden. Die Reise durch Deutschland verläuft ohne Zwischenfälle und in Hessen kurz nach Mittag sind wir dann komplett.
Wir kommen gut voran und erreichen am späten Nachmittag unser Hotel in
Nancy. Es liegt direkt in der Innenstadt und so machen wir uns nach einer kleinen Pause auf den Weg zum Place Stanislas Leszinski. Er ist benannt nach dem polnischen König der nach der Heirat seiner Tochter mit Ludwig XV. das Herzogtum Lothringen von diesem bekam und in den Rang eines Erzherzogs aufstieg.
Er ist maßgeblich für die Bebauung im Stil des absolutistischen Städtebaus.
Besonders herausragend sind die reich dekorierten Gitter und die Brunnen. Durch einen Triumphbogen der zu Ehren von Ludwig XV. errichtet wurde gehen wir in Richtung Herzogenpalast über den Place de la Carriere der von Bäumen und Skulpturen gesäumt wird und einen ruhigen Charakter hat.
An der im neogotischen Stil erbauten Église de Cordeliers drehen wir in Richtung unseres Restaurants zurück. Das Gebäude in dem es sich befindet ist im Stil der
sog. "Schule von Nancy", eine Richtung des Jugendstils, erbaut. Die Innenräume mit den floralen Wanddekorationen und Spiegeln lenken fast vom Essen ab, aber nur fast denn was da kommt ist nicht zu übersehen. Wir haben mit einem opulentes Mahl zu kämpfen, das uns nach diesem Abreisetag satt und müde in unsere Kissen sinken lässt.


Freitag, 21.06.2024: Orleans – Bischofsstadt Tours

In der Nacht hat es geregnet und es geht am Morgen ein ordentliches Gewitter nieder.
Das Frühstück lässt keine Wünsche offen und auch der Kaffee schmeckt.
Der Regen beruhigt sich und wir können im Trockenen unseren Bus laden.
Wir fahren bei wechselndem Himmel in Richtung Loire und Orleans.
Teilweise im Regen zieht die Landschaft an uns vorbei. Hier in der Region findet man die berühmten Schlösser der Loire, die für den französischen Adel vor der Revolution von 1789 eine beliebte Sommerresidenz fernab vom Trubel der Hauptstadt Paris waren. Man zog während der Sommermonate mit dem gesamten Hofstaat in das Schlösschen an der Loire und ließ es sich gut gehen.
Wir streifen Städte wie Troye, das als Handelsstadt im Mittelalter eine Rolle spielte und auch als Ort der Händel zwischen den Burgundern und Engländern im 100-jährigen Krieg beteiligt war. Letzte Bastion der Franzosen in diesem Krieg war die Stadt Orléans, unser nächsterHalt.. Hier wurde Johanna von Orléans oder Jeanne d'Arc ein Denkmal gesetzt. Sie verhalf hier den französischen Truppen und dem späteren französischen König Karl VII. zu einem Sieg über die Engländer. Später wurde sie gefangen genommen, an die Engländer ausgeliefert und im Alter von 19 Jahren in der Stadt Rouen auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Sie ist die französische Nationalheldin und wird entsprechend geehrt. In vielen Städten in Frankreich findet man eine Skulptur von ihr.
Wir halten am Rand der Altstadt und machen eine kurze Stippvisite am Haus in dem Johanna übernachtete und laufen über den Boulevard Jeanna d'Arc zur Kathedrale
Sainte Croix. Nach einem kleinen Aufenthalt spazieren wir zu unserem Bus zurück der vor der Altstadt auf uns wartet.
Wir haben noch eine weitere Besichtigung vor uns und erfahren, dass es in Tours aufgrund einer Veranstaltung zu Sperrungen kommt. Das ist auch der Grund für eine kleine Verspätung und einer erschwerten Anfahrt in Tours. Einige Straßen sind komplett gesperrt und obendrein auch sehr eng.
Schließlich finden wir doch unseren Guide Kevin, bzw. er findet uns und wir beginnen einen kleinen Rundgang in die Altstadt von Tours. Es ist glücklicherweise nicht weit bis zur Kathedrale St. Gatien, denn einige sind schon ein wenig müde. Kevin, ein Amerikaner an der Loire, liefert uns anschauliche Erklärungen der französischen Gotik und des besonderen Flamboyant-Stils der auch an der Kathedrale von Tours unschwer zu erkennen ist. Wir umrunden die Kathedrale und können so das besondere Flair des Mittelalters von Tours erfahren. Schnell geht die Zeit um und wir sind auf dem Rückweg. Kevin begleitet uns noch bis in unser Hotel und klärt die Parksituation die in Tours schwierig ist.
Heute essen wir ausnahmsweise mal im Hotel was uns allen sehr gelegen kommt, denn der Tag war durch seine reichlichen Inhalte für die meisten von uns fordernd. Dabei sind wir erst am Beginn der Reise.


Samstag, 22.06.2024: Angers – La Baule

Nach dem Frühstück starten wir in den neuen Tag der sich erst einmal regnerisch zeigt.
Unsere letzte Station vor der Bretagne ist das Schloss von Angers, welches unter anderem die prächtige Residenz der Herzöge von Anjou war. Schon von Weitem sieht man die aus Tuffstein und Schiefer erbaute Festung.
Heute kann man dort den Wandteppichzyklus der Apokalypse aus dem 14.Jahrhundert bewundern. Auf der Fahrt hierher sind wir schon von Gina auf die sog. Apokalypse des Johannes und ihre kulturelle Bedeutung vorbereitet worden. Wir schlendern zum Eingang und jeder kann den Rundgang individuell gestalten. Beeindruckend sind die Wandteppuche aus dem 14. Jahrhundert und gut ist ihr Erhaltungszustand. Welche Arbeit hat man sich in diesen Zeiten gemacht.
Von dem Außengebäude und der Schlossmauer haben wir einen schönen Blick auf die Stadt Angers. Auch befindet sich ein phantasievoll angelegter Kräutergarten inmitten der Anlage. Einige von uns nutzen die restliche Zeit zum Mittagessen in einem der Restaurants oder holen sich eine Kleinigkeit bei der in der Nähe gelegenen empfohlenen Bäckerei. Am Nachmittag fahren wir an Nantes vorbei weiter zu unserem Hotel in Pornichet das, fast am Meer gelegen, zu unserem Quartier für die kommenden 3 Nächte wird.
Später spazieren wir entlang des Meeres das uns heute ein wenig Wind beschert zu unserem Restaurant welches sehr minimalistisch eingerichtet ist. So ganz anders ist das, was uns serviert wird und wir erleben eine kulinarische Überraschung.
Fein und mit viel Kreativität sind die Speisen angerichtet und sehr gut schmecken sie uns auch. Der Wein und das Bier tun ihr Übriges. Wir beschließen, dass es so bleiben kann.


Sonntag, 23.06.2024: Nantes – Les Machines de l'Ile

Nach dem guten Frühstück fahren wir heute etwas früher los und laufen zum Haltepunkt unseres Busses, denn die Parksituation ist hier ein wenig schwierig, da man wohl nicht so oft Reisegruppen beherbergt. Wir haben heute den Besuch der Hauptstadt des Pays de la Loire, die Stadt Nantes, auf unserem Plan und eine Verabredung mit dem lokalen Stadtführer Tim im Zentrum der Stadt. Wir finden einfach den Weg zum Place Maréchal Foch, wo wir einen guten Halteplatz vorfinden. Pünktlich erscheint Tim und wir gehen zu Fuß in Richtung Kathedrale die nicht weit ist. Hier sind auch die Reste der Stadtmauer zu sehen. In der Kathedrale befinden sich die Gräber von Francois II. und seiner Frau, die Eltern von Anne de Bretagne. Gemächlich spazieren wir durch Altstadtgassen zu dem wohl bekanntesten Bauwerk von Nantes, welches ja einst die Hauptstadt der Bretagne war. Früher sicherte sich die Stadt den Reichtum durch den Sklavenhandel und heute bringt die Landwirtschaft einiges ein.
Das Chateau des Ducs de Bretagne am Ufer der Loire wurde im 13.Jahrhundert als Residenz und Festung gegründet. Wir kommen an einer Skulptur der Anne de Bretagne vorbei die hier im Schloss geboren wurde und es durch ihre Heiraten zur Königin von Frankreich brachte. Allerdings wurde dadurch auch die Bretagne an Frankreich angeschlossen
Sie gebar 11 Kinder von denen nur 2 das Erwachsenenalter erreichten und starb mit
37 Jahren.
Das Schloss welches von Außen einen Festungscharakter hat, erstrahlt im Innenhof in Weiß. Wir machen hier eine kleine Pause um alles genau anschauen zu können. Dann geht es weiter in Richtung neuerer Stadt. Wir bewundern die Häuser der Händler der einstigen Ile Feydeau die durch den Sklavenhandel zu Reichtum kamen und betrachten die Hinweise in Form von Gesichtsskulpturen (Maskaronen) die ausländische Gesichtszüge tragen. Die Händler waren am sog. Dreieckshandel über den Atlantik beteiligt.
Im klassizistischem Quartier Graslin schlendern wir durch die prunkvolle Einkaufspassage Passage Pommeraye die 1843 eröffnet wurde. Schließlich beenden wir unseren Rundgang am Place Royale mit einem Granitbrunnen in der Mitte und dem klassizistischen Theater. Von hier können wir nach einer Mittagspause individuell zu unserem Bus zurücklaufen.
Am Nachmittag steht ein besonderes Erlebnis auf dem Programm: "Les Machines de l'Ile".
Zu sehen sind große mechanische Objekte die von Künstlern entworfen und von „La Machine“, einem Zusammenschluss von Künstlern, Ingenieuren und Handwerkern, seit 1991 gebaut wurden. Die „imaginären Welten“ greifen Ideen von Jules Verne, Leonardo da Vinci und aus der industriellen Geschichte von Nantes auf.
Da es hauptsächlich wohl von französischen Familien mit Kindern besucht wird, ist die Vorführung in französisch, trotzdem kann man die mechanischen überdimensionalen Tiere und Maschinen betrachten. Wir begegnen dem riesigen mechanischen Elefanten, der durch das Gelände stampft. Zum Schluss gehen wir alle noch mit dem Karussell fahren. Das Carrousel des Mondes Marins oder Meeresweltenkarussell ist 25 m hoch und hat einen Durchmesser von 22 m. Drei Karusselle sind übereinander gebaut und zeigen ein Meerespanorama mit den verschiedenen Meeresebenen. Wir können uns eine der Maschinen aussuchen und ein wenig Kind sein.
Danach kehren wir zu unserem Bus zurück und fahren weiter zu unserem letzten Besichtigungspunkt des Tages: zur Brücke von St.Nazaire die sich über die Loire erstreckt und 1975 eröffnet wurde. Bei ihrer Eröffnung war sie die Brücke mit der weltweit größten Stürzweite von 404 Metern.
Nach einer kleinen Pause in der Nähe der Brückenauffahrt treten wir die Überfahrt in Richtung unseres Hotels in Pornichet an.


Montag, 24.06.2024: "Bretonische Idylle" – Quibéron – Belle–Ile – Carnac Megalithreihen

Für unseren heutigen Ausflug dürfen wir auf strahlenden Sonnenschein hoffen,
Unser Ziel ist die "Schöne Insel"
oder "Belle Ile", die in dem Buch "Bretonische Idylle" eine große Rolle spielt.
Wir müssen unbedingt zu einer bestimmten Zeit an der Fähre in Quiberon sein. Da die Zeit sehr knapp bemessen ist verzichten wir erst einmal auf den Besuch der Menhire und Dolmen von Carnac, denn wir wollen nicht riskieren die Fähre zu versäumen.
So sind wir rechtzeitig am Fähranleger in Quiberon. Es sind noch einige Formalitäten zu erledigen und die Entscheidung war richtig das ganze ohne Eile und Druck zu organisieren. Die Zeit reicht gerade noch für einen Mini-Spaziergang und dann beginnt schon das Einchecken.
Das Meer ist ruhig und die frische Meeresluft lässt unsere Erwartungen steigen.
Am Hafen werden wir von unserer Fahrerin empfangen und mit ihr und dem Kleinbus starten wir unsre kleine Inselrundfahrt.
Es geht in den Westen zu den Felswänden die schon der Maler Monet uns einige andere verewigt haben. Eindrucksvoll stehen sie in der Brandung des blauen Meeres.
Nach einem kurzen Aufenthalt geht es weiter zu einer Höhle die
von Wasservögel während der Brutzeit besucht wird.
Die Cote Sauvage bietet immer wieder Bilderbuchausblicke.
Auch der Stummfilmstar Sarah Bernard war von der Insel begeistert und schuf sich hier eine Heimat. Ihr Haus kann man gegen Eintritt besichtigen und von ihrem Spazierweg entlang der Steilküste ist die Aussicht atemberaubend.
Nach einem längeren Aufenthalt hier fahren wir zum Abschluss in den Bilderbuchort Sauzon.
Wir brauchen jetzt eine kleine Stärkung und die finden wir in einer kleinen Creperie.
Die Fahrt zurück lässt uns noch einmal Meeresluft schnuppern.
Die Steinkreise sehen wir uns auf der Rückfahrt auch noch an und machen eine kleine Rundfahrt auf der wir die Steine vom Bus aus betrachten können, Fotostopps inklusive.
Das Abendessen wird spät aber wir hatten einen wunderbaren Tag mit vielen Eindrücken und Erlebnissen.


Dienstag, 25.06.2024: Film–Drehorte "Bretonisches Gold" – Guérande – Vannes

Der heutige Tag steht im Zeichen des Salzes oder auch des "Bretonischen Goldes". Das kleine Städtchen Guérande liegt inmitten der Salzwiesen. Der mittelalterlich Ort erwacht morgens langsam aus seinem Schlaf. Er ist komplett von einer Stadtmauer umgeben und hat einen festungsartigen Charakter.
Zwei mittelalterliche Kirchen und interessante Häuschen, die heute hauptsächlich
Produkte der Bretagne offerieren, bieten ein buntes Stadtbild.
Wir treffen uns zum Mittagessen in einer Creperie und bekommen eine Kostprobe der herzhaften Crepes Bretons.
Dann noch eine Nachspeise, ebenfalls ein Crepe, dann müssen wir los. Der größte Salzgarten der Region wartet auf uns. Wir fahren hinaus aus der Stadt in die ebene Umgebung. Es hat in der letzten Zeit auch hier zuviel geregnet, sodass die Salzausbeute noch gering ist, trotzdem wird an einigen Straßenständen Salz von privaten Salzbauern verkauft.
Vor dem Verkaufsbereich unseres Betriebes erwartet uns eine junge Frau die uns ein Stück durch das Gelände führt und uns mit den Bedingungen für die Salzgewinnung vertraut macht. Es ist wohl eine saisonale Tätigkeit und im Moment gibt es noch nichts zu schöpfen eben wegen des Regens. Nach dem kleinen Rundgang können wir natürlich
auch die Produkte im Laden erwerben. Nach dieser salzigen Angelegenkeit fahren wir in das
hübsche Städtchen Vannes das bekannt für seine gut erhaltenen mittelalterlichen Häuser ist. Nominoe, ein Graf von Vannes des 9. Jahrhunderts , gilt für viele Bretonen als der erste König der Bretagne.
Unser Hotel liegt diesmal etwas entfernt von der Altstadt und so müssen wir zu unserem ersten Teil der Stadtbesichtigung und zum Abendessen ein wenig zu Fuß laufen. Es geht bergab bei ziemlich warmen Temperaturen. Bald erreichen wir das sehr repräsentative Rathaus von Vannes welches ein wenig an das Rathaus von Paris erinnert und auch während dieser Zeit Ende des 19. Jahrhunderts entstand.
Hier biegen wir in die Altstadt ab und entdecken die ersten schiefen aber schönen Häuser.
An der Kathedrale von Vannes fällt ein Anbau auf der einen komplett anderen Stil der an die Renaissance erinnert aufweist. Er entstand sehr viel später und enthält das Grab von Vincenz Ferrer, einem aus dem spanischen Valencia stammenden Dominikanermönch aus dem 14. Jahrhundert der hier in Vannes verstarb und als Heiliger gilt.
Er ist an der Hauswand seiner damaligen Unterkunft am nach ihm benannten Platz dargestellt. Auch die einstigen Besitzer wohl einer Kneipe "Vannes et sa femme" grüßen von einer Hauswand..
Hier in der Nähe befindet sich auch unser Restaurant wo wir uns schließlich einfinden und zu Abend essen.
Diejenigen die gerne mit einem Taxi zurückfahren wollen haben heute Pech denn wegen des "wichtigen" Fussballspiels gibt es kein Taxi, und so müssen alle die 2 Kilometer zurück laufen was aber schließlich kein Problem ist.


Mittwoch, 26.06.2024: Vannes – Austernprobe in Belon – Pont–Aven – Concarneau – Fouesnant

Heute Morgen starten wir mit einem französischen Chauffeur und einem französischen Bus . Unser Fahrer Jörg hat heute einen wohlverdienten Pausentag. Wir werden ihn Morgen wiedersehen.
Als erstes fahren wir zum Yachthafen von Vannes der bis fast zur Porte Vincent, dem Hauptzugang zur befestigten Stadt, reicht.
Wir gehen ein Stück entlang der Stadtmauer bis wir auf die großartigen Teppichbeete blicken die vor dem Platz des früheren Schlosses angelegt sind. Eines zeigt das Wappentier der Bretagne: ein weißes Hermelin mit Flügeln.
Am nächsten Stadttor besuchen wir das alte Waschhaus der Stadt wo noch bis in das vorletzte Jahrhundert die Wäsche gewaschen wurde.
Wir spazieren ein wenig entlang der Stadtmauer die man von hier gut überblicken kann, dann durch die Porte de la Poterne zur Markthalle die heute Morgen geöffnet hat.
Auch davor stehen zahlreiche Marktstände und wir bewundern riesige Knoblauchzehen die wohl hier in der Bretagne besonders gut wachsen. Auch Käse können wir kosten, denn wer kauft schon die Katze im Sack. Jetzt gehen die Interessen doch ein wenig auseinander und wir machen die Zeit aus wann wir uns am Bus treffen werden.
Von Vannes geht es zu einer unseren ersten Vorspeisen des heutigen Tages, zu dem ersten Austernzuchtbetrieb Frankreichs, nach Riec-sur-Belon. Es geht durch dicht mit Bäumen bewachsenen Straßen die unser Fahrer mit Bravour meistert, na er ist es wohl gewöhnt.
Schließlich müssen wir von einem Parkplatz noch ein Stückchen laufen. Wir werden schon erwartet und die Ausführungen unserer Reiseleiterin Gina über die Anatomie der Austern werden von der Tochter des Hauses ergänzt. Es sind schon interessante Tiere die jedes am Tag bis 240 Liter Meerwasser filtern. Alle bekommen zwei verschiedene Sorten zum Kosten. Diejenigen die keine Austern essen gönnen sich das Schweinerilette mit Brot. Das ist eine eingekochte Pastete mit Schweinefleisch die man auf's Brot schmiert, ebenfalls eine französische Spezialität. Es gibt Wein dazu. Der kleine Hafen liefert romantische Bilder und die Sonne gibt ihr Bestes.
Weiter geht die Fahrt in das nahe gelegene Pont-Aven. Dieser Ort ist eigentlich durch die Malerschule von Pont-Aven berühmt geworden zu der auch der Maler Gauguin gehörte. Wir aber besuchen den Ort weil sich hier einige Schauplätze der Dupin-Krimis befinden.
Wir genießen unser Mittagessen in dem Restaurant Pension du Moulin. Das Essen ist vorzüglich und wir verbringen unsere gesamte Zeit mit Essen und Trinken.
Anschließend geht es weiter zu einem längeren Aufenthalt in dem schönen Örtchen Concarneau. Hier haben wir Zeit einen Spaziergang, vorbei am berühmten Café Admiral wo unser Kommissar Dupin des Öfteren essen geht, in Richtung des Kommissariats zu machen. Dieses ist in Realität eine Event-Location wo Gruppen auftreten.
Bei einem Rundgang in der von Vauban befestigten Altstadt mit ihrer Sonnenuhr am Eingang können wir ein Stück auf der Stadtmauer spazieren und einen Überblick über den Hafen erhalten. Am Ende des Tages treffen sich fast alle - na wo? Natürlich im Café Admiral, wo es auf der Terrasse nicht nur Kaffee gibt.
Von dort fahren wir zu unserem Hotel in Fouesnant, ganz im Süden. Es liegt direkt hinter dem Strand und ist ein gemütliches französisches Strandhotel. Wir verabschieden uns von Eric der versucht hat uns ein wenig mit der bretonischen Sprache vertraut zu machen. Na jedenfalls können wir jetzt Pont-Aven richtig aussprechen. Nach dem Essen machen einige von uns noch einen Strandspaziergang und lassen so den Tag ausklingen.


Donnerstag, 27.06.2024: "Bretonische Brandung" – Glénan–Insel Ile St–Nicolas

Heute Morgen können wir uns ein wenig von dem gestrigen etwas anstrengenderen Tag erholen und starten so gegen Mittag.
Heute ist der Himmel bedeckt - Schade eigentlich! Gegen Mittag treffen wir unseren Bus wieder der aus Vannes kommt. Unser Fahrer hatte einen Ruhetag und schon bald sind wir am Hafen von Bénodet, an dem wir nach einem kleinen Busmanöver parken können.
Die kleine typisch Bretonische Kirche St.Thomas de Becket, die sich seit dem
12. Jahrhundert aus einer kleinen Kapelle entwickelte, gilt als eine der ältesten Kirchen der Bretagne überhaupt. Sie liegt nicht weit vom Anleger.
Alles ist organisiert und wir bekommen jeder eine kleine Kühl-Picknicktasche und in einer Kiepe 6 Flaschen Wein für die in die Hand gedrückt - incl. Flaschenöffner.
Da schon Mittag ist wird die Picknicktasche sofort angebrochen und wir köpfen die ersten beiden Flaschen Weißwein.Auf dem Schiff ist es kühler als gedacht.
Aber das wechselhaft Wetter der Glenan durfte unser Kommissar ja auch erleben.
Nach knapp einer Stunde taucht die Isle de Cigogne auf. Sie ist Sitz einer berühmten Segelschule und einer Tauchschule. Auch ein Inselchen mit einem Leuchtturm kommt in Sichtweite. Welche ist das doch gleich?
Wir kommen in Port St Nicolas an und erhalten noch ein paar Verhaltensregeln, was wir z.B. nicht dürfen. Unseren Müll werden wir selbstverständlich wieder mitnehmen. Die Insel ist mit 5 qkm die größte des Archipels.
Es dürfen keine Muscheln und Steine oder Sand gesammelt werden und Hunde müssen an die Leine.
Wir suchen uns einen Platz für unser Mittagspicknick unten am Strand zwischen den Steinen. Die verbleibenden Flaschen Wein werden auf die Rucksäcke verteilt und wir verstreuen uns um die Insel zu erkunden. Sie hat auf der einen Seite einen traumhaften Strand der zu einer anderen kleinen Insel führt. Das allerdings nur bei Ebbe. Schnell ist die Insel umrundet.
Mit einem Getränk in der einzigen Gaststätte neigt sich der Nachmittag dem Ende entgegen. Inzwischen scheint schon wieder die Sonne und wir bekommen doch noch unsere Karibikbilder. Wo lag aber die Leiche bei Kommissar Dupin? oder waren es 2?
Noch schnell die restlichen Flaschen geleert und dann geht die Fahrt zurück nach Bénodet und ins Hotel zum Abendessen.


Freitag, 28.06.2024: Audierne – Pointe du Van – Morlaix

Heute Morgen fahren wir auf direktem Weg in das Hafenstädtchen Audierne. Es liegt auf dem Weg zum äußersten Westen der Bretagne in der Region Finisterre. Das einstige Fischerstädtchen, das heute ebenfalls wie alle anderen Orte vom Tourismus lebt, hat sich aber das Flair eines Fischereihafens erhalten, wie man ihn sich vorstellt. Als erstes besuchen wir die Fischhalle von Audierne, die direkt in der Nähe unseres Haltepunktes liegt. In Wasserbecken warten die Leckereien der Fischliebhaber auf ihren Käufer: Seespinnen, Langusten und Hummer. Auch Muscheln sind im Angebot. Aber um Himmels willen, was ist das? Sieht aus wie Füße von einem Vogel? Wir fragen nach. Es handelt sich um Entenmuscheln (deutscher Name von RL recherchiert). Es ist wohl eine der für die Fischer gefährlichste Muschel der Welt und wird in der Bretagne, in Galicien (Spanien) und in Marokko gesammelt. Das aber unter Einsatz des Lebens, da diese Muschel nur an Felsen mit einer starken Brandung vorkommt. Entsprechend teuer ist die Delikatesse und wohl auch nicht ganz einfach zu essen. Na wir sind auch mit gewöhnlichen Seetieren zufrieden.
Nach dem Marktbesuch geht jeder seiner Wege, da es auch hier verschiedene Interessen gibt. Die Altstadt von Audierne ist sehr idyllisch mit einer Kirche und zahlreichen Fachwerkhäusern.
Wir fahren weiter in Richtung Westen zu einem der westlichsten Kaps der Bretagne. Das Cap-du-Van bedeutete zusammen mit dem Cap-du-Raz das Ende der Welt. Hier gibt es gefährliche Strudel und Untiefen die früherer Fischer in das Verderben lockten. Entsprechend reichhaltig ist auch die Sagenwelt die sich um versunkene Städte und gefährliche Seejungfrauen rankt.
Am Pointe du Van liegt die Kapelle St-They, die malerisch über einer Bucht steht. Sie ist heute geschlossen. Das Schoefer-Dach wird gerade repariert.
Wir machen einen kleinen Spaziergang entlang der Küste und fahren dann weiter nach Confort des Meillars, einer der zahlreichen Kalvarienberge die es in der Bretagne gibt. Sie wurden von reichen Kaufleuten gestiftet, die mit dem Tuchhandel ein Vermögen erwirtschafteten. Dieses Kirchlein hat noch mit einer Besonderheit aufzuwarten: das sog. "Wunderrad" bei dem es sich um ein Glockenspiel handelt, welches wir selber betätigen können.
Dann aber geht es zu einem wirklichen Höhepunkt des heutigen Tages, in das Städtchen Locronan. Alle Fahrzeuge müssen vor dem Dorf parken, was ein entsprechend entspanntes Spazieren im Ort selber garantiert. Wir treten in ein Museum ein. Die sorgfältig restaurierten Granithäuser gruppieren sich um die Kathedrale des Heiligen Ronan, ein aus Irland stammender Heiliger. Er lebte um das Jahr 600 n.Chr. und ist hier in der Kirche begraben. Neben der Kirche gibt es zahlreiche Wohnhäuser die entweder als Geschäfte genutzt werden oder aber bewohnt sind. Wegen der Kulisse wurden hier auch zahlreiche Filme wie die 4 Musketiere gedreht.
Am Nachmittag geht die Reise weiter in die Hafenstadt Brest, die während des 2.Weltkriegs wegen ihres Marinehafens fast komplett zerstört wurde. Die Stadt hat seit mehreren hundert Jahren eine Seefahrertradition, da sie in einer geschützten Atlantik-Bucht liegt. Heute befindet sich hier immer noch ein großer Marinestützpunkt und die Marine ist ein Hauptarbeitgeber. Es gibt mehrere Hochschulen und Forschungsinstitute. Wir haben nicht mehr so lange Zeit und heute auch schon viel gesehen. Deshalb fällt unser Brest-Besuch ein wenig kürzer aus. Die Stadt ist verhältnismäßig modern, trotzdem geben der Tour Tanguy und das Schloss eine Idee vom einstigen Aussehen der Stadt. Wir machen eine kleine Stadtrundfahrt und verabschieden uns von Mireille die uns gerne noch mehr gezeigt hätte von ihrer Stadt.
Wir erreichen unser Hotel in Morlaix kurz vor dem Abendessen. Glücklicherweise ist es heute gleich nebenan und wir landen später müde vom gefüllten Tag in unseren Kissen.


Samstag, 29.06.2024: "Bretonisches Leuchten" Ploumanach – Tregastel – St.Pol de Leon

Heute Morgen führt uns unser Weg an die Rosa Granitküste. Wir fahren ab Morlaix etwas früher los, denn es ist Samstag und es sind sicher einige in das Wochenende unterwegs. Es beginnt schon mit einer Umleitung. Aber schließlich finden wir zu unserem Parkplatz in Ploumanach. Im Ort scheint etwas verändert und tatsächlich werden wir vom Parkplatz vertrieben da hier wohl angeblich irgend eine Veranstaltung stattfinden soll.
Wir aber können auf unseren Spaziergang an der rosa Granitküste gehen, während die "Leitungsebene" sich auf Parkplatzsuche begibt und andere Abenteuer zu bestehen hat. Wir können einen netten Spaziergang auf dem sog. Zöllnerweg machen und den rosa Granit bewundern der bei Sonnenschein zu leuchten beginnt. Einige Felsformationen
regen die Phantasie an und haben auch entsprechende Bezeichnungen. Bei unserer Rückkehr am Parkplatz wartet unsere Reiseleiterin und läuft mit uns zum kleinen pittoresken Hafen von Ploumanach. Dort kommt uns unser Bus abholen.
Weiter geht die Fahrt entlang der Küste durch die Orte Tregastel und Trebeurden. Es lockt das blaue Meer und wir erlauben uns noch einen kurzen Stopp. Vorbei fahren wir an Morlaix in den Ort St.Pol de Leon. Hier befindet sich der mit 78 m höchste Kirchturm der Bretagne an der Chapelle Kreizker. Sogar der Festungsbaumeister Vauban soll beeindruckt gewesen sein. Ebenso sehenswert ist die gotische Kathedrale mit ihrer Fensterrosette und dem beeindruckenden Altaraufsatz.
Einige finden in einem der Kaffeehäuser ihr Plätzchen zum Ausruhen bis wir uns wieder am Bus einfinden. Im Ort Carantec nehmen wir Abschied vom Meer, denn morgen beginnt unsere Fahrt in Richtung Heimat.
Wir fahren zurück zu unserem Hotel in Morlaix. Heute Abend essen wir in einem anderen Restaurant und lassen den Abend in Morlaix ausklingen.


Sonntag, 30.06.2024: Rennes – Le Mans – Chartres

Der Himmel heute Morgen ist bedeckt und im Verlauf des Tages ist Regen versprochen was erst einmal nichts heißt, denn das Wetter in diesem Jahr ändert sich schnell.
Wir sind auf dem Weg nach Rennes in die heutige Hauptstadt der Bretagne die auch unser letztes Ziel in dieser Region ist. Wir kommen gut voran sind aber nicht ganz rechtzeitig am Place des Lices. Wir haben eine Verabredung mit einem Reiseleiter von dem wir weder den Namen kennen noch können wir ihn erreichen. Wenigstens gibt es einen Halteplatz für unseren Bus. Wir laufen schnell in Richtung Fremdenverkehrsamt, um unseren lokalen Reiseleiter zu treffen. Glücklicherweise wartet er noch auf uns, obwohl wir 15 Minuten verspätet sind. Dass es keinen Namen der Reiseleiter für das Unternehmen gibt, wäre immer so und dass man das Fremdenverkehrsamt telefonisch nicht erreichen könne, wäre auch normal, da es sich um einen Sonntag handelt. Nun wir haben was wir wollen und wir starten unseren Stadtrundgang. Als letzte Stadt in der Bretagne läuft der Rundgang nicht mehr ganz so dynamisch ab, obwohl die Stadt auch mit sehr schönem Fachwerk aufwarten kann. Ein Teil der Stadt ist mal abgebrannt wozu es 2 Varianten der Geschichte gibt. Der Schreiner war's!!!!
Am Rathaus und an der Oper gehen wir dann zurück um noch im Städtchen Le Mans Halt zu machen, welches bekannt für das Autorennen ist. Was weniger bekannt ist, dass Le Mans eine zauberhafte Altstadt hat. Aber erst einmal gilt es die Stufen zur Kathedrale zu erklimmen. Aber schließlich kommen alle oben an und machen sich auf zur Stadterkundung. Da wir nicht allzuviel Zeit haben beschränkt es sich auf die Kathedrale und Umgebung. Aber trotzdem: Le Mans ist ein schönes Städtchen welches eigentlich mehr Zeit verdient. Man merkt jetzt doch, dass wir eigentlich auf der Rückreise sind. Wir behalten noch ein wenig Energie für die Kathedrale von Chartres, die wir unbedingt morgen besuchen wollen, liegt sie doch auf unserem Weg.
Das Hotel in Chartres liegt nicht weit entfernt. Spannend wird es heute abend allemal, denn Frankreich hat gewählt. Und darum drehen sich auch so einige Gespräche mit den Franzosen nach dem Abendessen. Das Land scheint in zwei Lager geteilt, wobei die Bretonen wohl eindeutig zum linken Lager zählen, bedingt schon durch die Geschichte.
Einige gehen am Abend noch zu der spektakulären Lichtershow die spät abends an der Kathedrale beginnt, andere lassen den Abend geruhsam ausklingen.


Montag, 01.07.2024: Chartres – Provins – Metz

Nach dem Frühstück gehen wir heute gemeinsam zur Kathedrale von Chartres. In 10 Minuten sind wir an dem Vorbild für zahlreiche gotische Kathedralen in Frankreich ja sogar in Europa. Wir betrachten die ältesten gotischen Statuen der Kunstgeschichte aus dem 12.Jahrhundert. Welch ein Glück für die Wissenschaft, dass sie die Bilderstürmer und die französische Revolution überlebt haben.
Wir bewundern die besonderen Kirchenfenster die der Kathedrale mit ihrem teilweise mit Kobaltblau gefärbtem Glas einen besonderen Glanz verleihen.
In der Mitte gibt es das größte Labyrinth einer französischem Kirche mit 12 Metern im Durchmesser, auf dem der Gläubige in Kontemplation 261,50 m zurücklegen kann.
Meistens ist es durch einen Teppich bedeckt, der am Johannistag, also am 24.Juni entfernt wird.
Danach haben wir noch ein wenig Zeit um im Städtchen zu spazieren bevor wir zu unserem vorletzten Stopp in Provins aufbrechen. Wir haben viel gesehen und die meisten von uns nutzen diesen vorletzten Stopp in einer weiteren mittelalterlichen Stadt um in Ruhe auszuspannen und zu Mittag zu essen.
Da wir verspätet in Metz ankommen, gibt es nur wenige die sich für den Besuch der Kathedrale von Metz interessieren. Interessanterweise fast alle die die Kathedrale von Metz, die "Laterne Gottes" schon kennen. Sie ist mit ihrem Licht und den Fenstern von Marc Chagall ein würdiger Abschluss dieser Reise die nicht nur eine Reise zu den Drehorten von Kommissar Dupins Fällen war, sondern von der Bretagne ein umfassendes Bild vermittelte. Passend dazu erklingt ein kleines Orgelstück auf der Schwalbennestorgel aus dem 16.Jahrhundert welche während der Gottesdienste die Gemeinde begleitet. Wir freuen uns über diesen unverhofften Hörgenuss und gehen beschwingt noch einen Blick über den Fluss zum protestantischen Tempel werfen, der ein Symbol für die von den Metzern nicht gewollte deutsche Regentschaft ab 1871 ist. Heute ist Metz eine französische Stadt aber manchmal erkennt man doch den deutschen Einfluss.
Zurück im Hotel gibt es zum Abschluss der Reise das letzte Abendessen in Frankreich.


Dienstag, 02.07.2024: Heimfahrt

Früh starten wir von unserem letzten Quartier in Metz. Die Autobahnen sind so gut wie frei und wir bekommen noch einmal eine Zusammenfassung unserer erblebnisreichen und angefüllten Reise. Wir lassen sie noch einmal an uns vorbeiziehen.
Alle kommen überpünktlich nachhause und eine schöne Reise endet.


Schlusswort

Vielen Dank an alle Mitreisenden die zum Gelingen dieses neuen Programms beigetragen haben.
Merci beaucoup oder Trugarez!
Gina Egenolf

Ich brauch jetzt dringend einen petit Café

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