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Reisebericht: Italien - Rundreise durch die Toskana und Insel Elba

21.09. – 29.09.2019, 9 oder 10 Tage Busreise Südtirol - Montecatini Terme - Siena - Lucca - Pisa - Florenz - San Gimignano - Insel Elba - Volterra

9 Tage Pisa – Montecatini Terme – Chianti-Gebiet – Siena – Lucca – Florenz – San Gimignano – Volterra – Insel ElbaZypressenalleen, sanftes Hügelland, darin eingebettet Kunst- und Kulturschätze wie Lucca, Pisa, Florenz, Siena und San Gimignano. Doch die Region bietet so viel mehr: sonnige Küsten mit Bergketten im Rücken, (Pinien-)Wälder, heiße Quellen und erloschene Vulkane, gastliche Bauernhöfe (Agriturismo) und kleine besondere Orte.

Die Toskana, das ist Genuss mit Geschichte: ob in eleganten Kurbädern, geschichtsträchtigen Städten, kultivierten Landschaften. Die Städte haben ihre Mittelpunkte, ihre „Bühnen": auf dem Corso zeigt man sich, verabredet sich, wird geplaudert und geflirtet.
Am Abend verwandeln diese sich in „Gesellschaftslaufstege" und Italiens großer Komiker Roberto Beningni setzte seiner Piazza Grande (in Arezzo) sogar ein cineastisches Denkmal in „Das Leben ist schön". Wir genossen die Vielfalt der Toskana vom Gebirge über die Metallberge bis zum Meer.

1. Tag: Anreise nach Südtirol


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Nach einer langen Fahrt über den Brennerpass vorbei an Nürnberg, München und Innsbruck erreichten wir unser gleichnamiges Hotel "Brenner" am Rande von Sterzing. Wir trafen uns mit fünf Gästen, die selbst angereist waren mit ihren Fahrzeugen und uns schon erwarteten. Müde sanken wir nach einem handfesten Abendessen in die Betten und freuten uns auf den nächsten Tag - Lucca stand auf dem Programm.

2. Tag: Lucca - Montecatini Terme


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Wir genießen unsere Fahrt durch Südtirol mit Brixen, Bozen, dem Klosterberg Säben, durch die Po-Ebene, durch den Apeninn auf der neuen direkten Route der Toskana entgegen. Vorbei an der Textilstadt Prato, der Baumschulen-Stadt Pistoia und der Kurstadt Montecatini Terme nehmen wir Nada vor Lucca in den Bus und mit ihr besichtigen wir diesen Nachmittag Lucca mit ihrem "Wohnzimmer" und anderen Besonderheiten.

Etruskisch gegründet, war Lucca schon immer eine wichtige Handelsstadt. Es bot und bietet außergewöhnlich viele Kirchen und eine komplett erhaltene begehbare und begrünte, 12 m hohe intakte Stadtmauer mit mächtgen 11 Bastionen. Innen öffnet sich die Stadt mit kleinen Plätzen, Parks, Cafes und Läden.
Lucca ist auch die Geburtsstadt des bedeutenden Komponisten Puccini (La Boheme, Tosca, Madame Butterfly), in seinem Geburtshaus befindet sich heute ein kleines Museum. Davor sitzt lässig der schöne Mann mit seiner Zigarre in Bronze.

Nach dem Besuch der belebten Kirche San Michele in Foro inmitten der Stadt  mit ihrem Erzengel auf dem Dach und seinen klappernden Metallfedern besuchten wir noch das "Wohnzimmer" Nadas, ein Bilderbuch-Platz inmitten der ehemaligen römischen Arena (die Stadt am Serchio war die römische Colonia Luca). 
Der beachtenswerte Dom San Martino aus dem 11. Jahrhundert birgt das kunstvolle Marmorgrab der Frau des Stadtherrn Guignis von Jacopo della Quercia. Wer wollte, konnte den Dom oder auch den mit Bäumen bepflanzten Turm der Guignis (mit seinen 45m und den Steineichen der höchste Turm der Stadt) in seiner Freizeit besuchen.
Nada verabschiedete sich von uns kurz vor Montecatini Terme  - wir werden sie in fröhlicher und guter Erinnerung mit ihren zahlreichen Geschichten (auch über den kastrierten Hundekastrierer) behalten. Es waren schöne Erlebnisse mit ihr. Wir wollten jedoch noch weiter und fuhren zu unserem Hotel Tamerici in Montecatini Terme inmitten der lebendigen Kurstadt. Ließen uns dann das Abendessen nach einem spritzigen Willkommensdrink in prächtigem Ambiente schmecken.

3. Tag: Siena – Besuch auf dem Bauernhof


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Der Legende nach wurde Siena von zwei Söhnen des Remus gegründet, sie flohen auf einem schwarzen und einem weißen Pferd aus Rom nach Siena. Das Stadtwappen ist daher schwarz-weiß. Aufgrund der guten Lage am Pilgerweg Via Francigena (Canterbury – Rom) erlebte die Stadt im Mittelalter eine Blütezeit, der byzantinisch-gotische Stil dominierte in Malerei und Architektur, die Madonnen hatten den berühmten "S-Schwung". Später eroberte Karl V. mit den verbündeten Medici die Stadt, die dann dem Großherzogtum Toskana angeschlossen wurde. Heute lebt Siena vom Bankwesen und Tourismus und entfaltet trotz vieler Besucher sein mittelalterliches Flair.
An der Medici-Festung mit unserem Bus angekommen, spazierten wir mit Luise zur Domenicokirche mit der Kopfreliquie der heiligen Katharina von Siena, deren Geburtshaus in Siena auch in der Nähe zu besichtigen ist - heute noch wichtige Pilgerorte. Dort machte uns Luise bereits mit den Stadtvierteln (Contrade) und ihren dort hängenden Fahnen bekannt.
Weiter liefen wir durch die hügelige Altstadt zum Campo, dem Schnittpunkt dreier Hügel, auf denen Siena ruht. Ein muschelförmiger schöner Platz, berühmt auch für das Pferdewettrennen Palio, das zweimal im Jahr hier statt findet. Luise erklärt uns genau das Procedere des Palio - so richtig verstehen das wohl nur die Sienesen.

Vorbei an Palazzi erreichen wir am Ende der Führung den Domplatz, höchster Punkt der Stadt. Der Dom verschlug uns zunächst den Atem in seiner gestreiften Marmorpracht. Er birgt innen neben kostbaren Fußbodenmosaiken bedeutende Kunstwerke Michelangelos, Donatellos, Pisanos und Berninis. Wir nahmen uns ausführlich Zeit mit Luise, alles zu betrachten und nach einer Verschnaufpause traten wir wieder in den strömenden Regen. Auf dem Campo an der Apotheke trafen wir uns nach der Freizeit und gingen gemeinsam zur Medici-Festung, wo uns Maik abholte, um zum Bauernhof bei Empoli zu fahren. Mauro holte uns am Bahnhof ab und wir fuhren eine Umleitung, wegen vorigen Starkregens stand eine Unterführung unter Wasser und war momentan unpassierbar.

Im Sonnenschein erreichten wir das Wein- und Olivengut von Mauro und seiner gastfreundlichen Familie. Wir schauten von der Terrasse in das hügelige Wein- und Olivenland der Carteghinis und ließen uns dann die fünf Weine (ein Weißer und vier Rote sowie ein Heiliger) zu leckerer Wurst, Schinken, Pecorino-Käse mit salzlosem toskanischen Brot und Olivenöl gut schmecken. Wunderbare Momente, bevor wir wieder zum Hotel aufbrachen quer durch das Land vorbei an Vinci, Geburstort Leonardos und vorbei an vielen rosa Fahrrädern (ein Kunstprojekt?)... 

4. Tag: Pisa – Besuch eines botanischen Gartens


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Im Mittelalter gehörte Pisa neben Genua, Amalfi und Venedig zu den vier Seerepubliken Italiens. Von den Reichtum kündet heute noch der Platz der Wunder mit seinem Dom, Baptisterium, dem Friedhof und natürlich dem berühmten schiefen Turm - alles aus teurem Carraramarmor. Pisa konnte es sich leisten, durch Kreuzzüge und Orienthandel reich geworden. Das machte uns neugierig, welche Eindrücke würde uns die Wunderwiese geben?

Unsere Fahrt währte nicht lang in die Nähe des Thyrrhenischen Meeres. Nach dem Shuttle noch ein kurzer Fußweg und wir standen vor dem Dom Mariä Himmelfahrt, dem Baptisterium gegenüber, vor dem Schiefen Turm und am Heiligen Feld (Friedhof Camposanto) aus dem 11.-13. Jahrhundert. Die pisanische Romanik wurde Vorbild für viele Bauten, die wir sahen oder gesehen hatten (bspw. Dom in Lucca, Siena und Florenz). Nicht nur der Turm war schief - das war auf diesem Flussschwemmland auch nicht anders machbar.
Wir hatten genug Zeit, um unser ausgewähltes Monument ausgiebig kennen zu lernen: meist das Baptisterium mit dem Dom - eine Kirche als Vorbild für ganz Italien (fünfschiffig kreuzt dreischiffig mit Vierungskuppel). Doch einige von uns stiegen auch auf den Schiefen Turm und genossen die phantastische Aussicht.
Der Arno teilt die historische Altstadt mit über 20 Kirchen in zwei Teile, die alte Ponte di Mezzo verbindet diese. Ein wenig erkundeten wir diese: Pisa hat auch eine der ältesten Universitäten des Landes, die Studenten bevölkern in der Studienzeit die Gassen und Plätze des Zentrums.
Der Orto Botanico war auch in der Nähe, doch wir wollten lieber in eines der Lokale einkehren. Nach unserer Freizeit in Pisa fuhren wir eine halbe Stunde in Richtung Pescia und es erwartete uns ein besonderer Zitronengarten mit einer Führung von Oscar Tintori persönlich mit vielen Sorten von Pomeranzen bis zur Hand Buddhas. Er hat Kontakte zu ehemaligen Fürstengärten der Medicis bis hin zu Wörlitz und Oranienbaum. Wir verkosteten nach dem interessanten Rundgang den von Eberhardt gespendeten Limoncino und diverse Marmeladen (u.a Bergamotte), dann fuhren wir zum Hotel (wer wollte, konnte aussteigen und die Funicolare nach Montecatini Alto nehmen) und genossen den freien Nachmittag. 

5. Tag: Stadtbesichtigung in Florenz


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Der Reichtum an Kunst und Kultur in Florenz überwältigt, auch wenn man bereits in dieser Stadt, der „Wiege der Renaissance", gewesen ist. Von außen eher schlichte strenge Gebäude zeigen sich innen umso prächtiger. In der weiten Arnoebene gelegen, zieht im Frühherbst frischere Luft von den Hügeln rund um herbei. 
Die Altstadt erscheint uns auch heute bevölkert genug: Florenz war einmal das geistig-kulturelle Erbe des Abendlandes, der Florin die härteste Währung und die Bankiersfamilie Medici umspannte den Kontinent mit einem Netzwerk an Filialen und Handelsniederlassungen. Das weckt Erwartungen.

Von der Piazzale Michelangelo hatten wir zunächst einen wundervollen Blick auf das römisch gegründete Fiorentina, genannt die „Blühende". Mit Blicken wanderten wir schon einmal in das Zentrum zum Dom und Domplatz, zum Herrenplatz mit altem Ratshaus, zur Crocekirche und zum Ponte Vecchio. Neben der Stadt, die den Dombau finanzierte, waren Ordensgemeinschaften die fleißigsten Kirchenbauer. Dazu gehört die von den Franziskanern erbaute (und mehrfach umgebaute) Santa Croce mit Grabmälern der berühmtesten Bürger der Stadt. Dahin richtete unsere Angela zuerst unsere Schritte ab dem Zecca-Münzturm am Arno - ein erlebnisreicher Tag begann.
Zu den schönsten Kapellen in der Grablege der Berühmten und Einflußreichen (Galilei, Michelangelo, Dante etc.) gehört die von Giotto ausgemalte Peruzzikapelle (deren Birnenwappen entdeckten wir davor auf dem Boden).
Wir wanderten durch die Sakristei, vorbei an der Pazzikapelle und durch den ersten Kreuzgang zu einem der sieben Abendmahldarstellungen bedeutender Renaissancekünstler.
Über den Croceplatz gelangten wir zur autofreien Piazza delle Signoria mit dem Palazzo Vecchio und der Loggia dei Lanzi (so genannt wegen der einst dort stationierten Leibwache Cosimos) sowie der berühmten Kopie der Davidstatue als Symbol der jungen Republik Florenz, aber auch Machtsymbolen der Medicis (Reiterstatue und Herkules mit Cacus-Statue).
Es ist einer der berühmtesten Plätze Italiens mit viel Ausstrahlung trotz der Menschenfülle. Hier nahmen wir unsere Mittagspause und probierten auch das (teure) Eis.
Nach dem Mittagessen ging es zur ältesten Brücke von Florenz, der Ponte Vecchio. Diese bietet bis heute Juwelieren Raum, früher waren es Gerber, Fischhändler und Metzger. Wegen schlechten Geruchs wurden sie vom Großherzog vertrieben und Juweliere zogen ein. In ihrer Mitte zeigt die Brücke die Büste des bekannten Goldschmieds Cellini.
Frühmorgens ist es hier manchmal ruhiger, doch wir waren auch hier umgeben von Menschen. Weiter liefen wir über die Piazza delle Republica mit nahem Getreidespeicher Orsanmichele (eine Kirche der Zünfte) zum einmaligen Ensemble des Domplatzes: Das Wahrzeichen der Stadt und viertgrößter Christendom ist Santa Maria del Fiore mit der innovativen doppelschaligen Brunellesci-Kuppel (15. Jh.) und daneben Campanile und Baptisterium mit dem Dommuseum auf dem Platz (Nordseite). Immer wieder beeindruckt neben dem Marmorensemble auch das Detail der Paradiestür des Baptisteriums, stets umlagert von Menschen (leider auch diebischen). Am Republikplatz sahen wir noch ein Bronzemodell der Altstadt und dann verabschiedete sich Angela von uns. Nach unserer Freizeit trafen wir uns und liefen gemeinsam zurück zum Bus am Münzturm.
Dann waren wir froh, uns im Bus und beim Abendessen im stilvollen Hotelambiente entspannen zu können und bei Plaudereinen und Scherzen (Kellner Luis) klang der intensive Tag aus.

6. Tag: Safran-Anbau in der Toskana – San Gimignano


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Für seinen Safran und Wein ist die Gegend um San Gimignano ebenso bekannt wie für die berühmten Türme: im Agriturismo „Alter Stall" („Vecchio Maneggio") ließ es sich bestimmt vortrefflich speisen!
Bereits auf der Fahrt hörten wir über den Safran als bekanntes Färbe-, Gewürz- und Heilmittel. Wer auf einem Safransack einschlief, soll im Mittelalter Lachanfälle gehabt haben. Auch heute ist Safran wieder beliebt besonders zum Färben, in der Küche sollte es sanft wie Knoblauch behandelt werden.
Schon die Anfahrt auf schmalen Straßen über grüne Hügel voller Wein und Oliven war ein Erlebnis. Dann kamen wir am Agriturismo an (Maik fuhr souverän wie immer) und hatten von den Hügeln um Ulignano einen zauberhaften Blick auf das "Manhattan des Mittelalters".
Elisa erwartete uns und zeigte uns das Anwesen mit Reiterhof, Bienenkästen, Weinbergen und Krokusfeld. Die Weinlese war gerade in vollem Gange, der Crocus Sativus war noch nicht soweit (hier blüht er erst Ende Oktober, Anfang November lilafarben mit roten Fäden).
Tiziana, die Meisterköchin kochte uns leckere Safran-Pasta nach köstlicher Vorspeise (Safranwindbeutel), zwischen unseren Füßen quirlten der Hund, die Hühner und ein stattlicher Hahn und pickten auf, was sie bekommen konnten. Es schmeckte vorzüglich, dazu wurde Wein serviert und zum Nachtisch gab es noch Vin Santo mit Cantuccini-Keksen. 
Keiner wollte aufstehen und gehen, so schön, lecker und friedlich war dieser Ort. Nach unseren Einkäufen verlassen wir dennoch das schöne Anwesen, denn uns erwartete San Gimignano - aus der Ferne grüßend.
Wir erreichten es in einigen Minuten und starteten mit Luise am Giovanni-Stadttor den Besuch bei herrlichem Wetter und toller Sicht auf die Umgebung.

San Gimignano liegt zwischen Siena und Florenz und wurde in der Blütezeit von etwa 40 Türmen überragt: ein Wettkampf um Macht und Geld. Heute stehen noch rund 12 Türme aus dem frühen Mittelalter, von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.
Den örtlichen sogenannten "Dom" (eine Kirche) unterhalb der florentinischen Montespertoli-Festung erbaute man ab dem 11. Jahrhundert. Er birgt einen Fresken-Bilderbogen u.a. mit Szenen aus dem Leben der heiligen Fina, Schutzpatronin der Stadt. Auf den Treppen konnten wir ausruhen und plaudern am Ende unserer Freizeit.
Auch die Fresken am Rathaus (Stadtmuseum) sind interessant, der 54m-Turm lässt sich besteigen. Luise zeigte uns auch den Rathaus-Innenhof mit Zisterne und Fresken zum Thema Gericht und Gerechtigkeit, die gerade restauriert worden. Einen herrlichen Blick genossen wir noch von der Rocca, bevor wir als letzten Punkt noch das schöne Modell von San Gimignano sehen wollten. Einige von uns waren schon so erpicht das Eis zu schleckern beim Weltmeister Dandolo oder in der Eisdiele gegenüber, dass sie gleich dort stehen blieben. Nach unserer Freizeit fuhren wir über Volterra und die Colline Metalifere (Metallberge) bis nach Bolgheri und dort über die Strada dei Cipresi (ein besonderer Eindruck) und die Etruskische Weinstrasse nach San Vincenzo an der etruskischen Riviera bis zum Hotel "Riva degli Etruschi". Sehr schön eingebettet die ganze Anlage in Parks mit verstreuten Bungalows und ein kurzer Weg zum Strand ließen die Vorfreude auf den kommenden Tag steigen, um Alles bei Tageslicht zu besehen.

7. Tag: Ausflug zur Insel Elba


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„Ilva", Eiseninsel, nannten schon die Etrusker die Insel Elba. Seitdem hat diese viele Völker gesehen: Römer, Sarazenen, Spanier und den berühmtesten Franzosen – Napoleon. Eisen liefert die Insel heute nicht mehr, dafür ist Elba mit schöner Natur bei uns Touristen beliebt.
Elba sieht aus von oben aus wie ein Fisch und wir werden nicht alle, aber besondere Landschaften sehen, versprach uns Jo, unsere charmante Führerin. Ab Hotel begleitete sie uns zum Hafen Piombino und mit der Moby fuhren wir etwa eine Stunde zum Elbahafen Portoferraio (Eisenhafen) bei ruhiger See und sonnigem Wetter.
Wir starten heute mal andersherum und beginnen in Porto Azurro, dem wunderschönen Hafenort. Wer mag, betrachtete zunächst mit Jo einige Mineralien aus Elba und anderswo oder spazierte gleich in die kleine Altstadt, überragt von einer spanischen Festung und genoss die Freizeit (einige Gäste spazierten mit erhobenen Armen über den Zebrastreifen).
In Marina di Campo als zweiter Station wanderten einen wunderschönen Sandstrand entlang (er verlockte zum Baden, doch wir freuten uns auf das Essen) zu unserem Lokal, dass Jo für uns orderte. Wer wollte, konnte dort die Mittagspause bei einem leckeren Fischgericht verbringen. Einige kauften noch den Alaricowein oder probierten den "betrunkenen Kuchen", bevor unsere Inselrundfahrt weiter ging vorbei an malerischen Dörfern und Buchten wie der Golf von Biodola und Procchio.
Im Landhaus in San Martino spazierten wir auf Napoleons Spuren und blickten von seinem Anwesen weit über das Land bis zum Hafen Portoferraio, wo er noch ein Haus hatte und zwei Festungen stehen. Geöffnet waren neben den ägyptisch freskierten Wohnräumen auch die Küche und das Bad mit der Badewanne seiner Schwester. Alles war bescheiden. Der Knoten der Liebe blieb, denn nicht seine Frau Marie Louise, seine Geliebte kam. Außer Marie Walewska hatte er weitere Geliebte und mit ihnen Kinder. - Im nächsten Jahr wird Jubiläum gefeiert, Napoleon ist hier ein Name - doch für ihn blieb es Exil. Nach seiner Flucht von Elba und 100 Tagen endete in Waterloo im Juni 1815 eine Ära für Europa.
Wir verliessen nicht fluchtartig wie Napoleon diese wunderschöne Insel, wir waren ja freiwillig hier und wären sicher gern geblieben, aber la nave va (das Schiff fährt)...

Also auf die Fähre wieder zurück zum Festland und dann zurück ins Hotel, wo wir uns von Jo herzlich verabschiedeten und unseren letzten Abend am Strand oder im Park des Hotels auskosteten.

8. Tag: Fahrt nach Südtirol


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Vorbei an Livorno, Carrara, Parma, Cremona und Brescia und dann durch Südtirol erreichten wir früh genug Sterzing und gönnten uns bei herrlichem Frühherbstwetter dort einen Spaziergang durch die malerische Altstadt. Dann erreichten wir zeitig genug unser Hotel zum deftigen Abendessen.

Vorbei an Livorno, La Spezia, Parma, Cremona, Brescia und der Südspitze des Gardasees geht unsere Fahrt bis Sterzing. Wir haben unterwegs angenehmes Wetter und können gut die Steinbrüche um Carrara sehen. Das Wetter bleibt sonnig, so dass wir auch unseren Aufenthalt in Sterzing nach der Fahrt durch Südtirol und die Dolomiten von der schönsten Seite erleben. Man hat auch für uns Besucher den roten Teppich ausgerollt quer durch die ganze Stadt und durch den Zwölferturm hindurch. Es gibt Verkaufsstände und Feuerwehrvorführungen am Markt. Herrliche Ladenschilder akzentuieren farbige Bürgerhäuser. Alle fühlen sich wohl und schwärmen zu den letzten Einkäufen aus. Wir erleben dann beim Schilder wegräumen aus der Zufahrt zum Hotel noch ein kleines gemeinsames Abenteuer "a la italienne", bevor wir wieder am Hotel Brenner ankommen und uns beim leckeren Abendessen voneinander verabschieden (einige Gäste reisen ab morgen ohne uns weiter). Wir fühlen uns wohl und Maik und Grit wird ein Ständchen als Dankeschön gebracht - herzwärmend!

9. Tag: Rückreise


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Bei schönstem Wetter und mit vielen Erlebnissen erfüllt reisten wir die Strecke über den Brenner mit vielen Staus und Baustellen jedoch mit pünktlichen Transfers wieder zurück.
Ab Himmelkron werden wir weniger und die letzten Gäste verabschieden sich dann in Kesselsdorf, da wieder ein Stau vor Dresden entstand.
Ein hoffentliches Wiedersehen, eine schöne Herbstzeit, Gesundheit und Danke für großes Interesse und Treue von Allen.

Dazu ein Gedicht von Stefani Wicht:
Die Reise war doch wirklich schön/ Auf das wir uns mal wieder sehn.
Maik nahm leicht Kurven-Manöver/ Bei uns wär der Bus schon längst hinöver.
Und auch mit Grit/ Kommen wir gern wieder mit.
Mit Wissen über Land und Leute/ Von Jahrtausenden bis Heute. 
Die Toskana hat sie uns so näher gebracht/ Einfach super hat sie das gemacht.
Euch Beiden ja dass Ihr es wisst/ Unser großer Dank ist Euch gewiss.

Vielen Dank liebe Reisegäste und alles Gute auch für Dich lieber Maik, es war für uns alle eine wunderbare Reisezeit mit Dir und im Bus der Firma Satra, 
Ihre Studienreiseleiterin Grit Wendelberger


Bildergalerie zur Reise

Kommentare zum Reisebericht

Liebe Grit,
es ist nicht nur ein Vergnügen, deinen Kommentaren während der Reise zu lauschen, sondern auch deine kunstvollen Fotos zu betrachten.
Danke und alles Gute!
Vielen Dank auch für den Tipp für die Be-Ne-Lux-Rundreise. Eventuell hast du ja im Mai doch noch "Luft". Ich würde mich sehr freuen.
Liebe Grüße
Hanne Schauer

Hannelore Schauer
02.10.2019

Liebe Grit,
vielen Dank für deinen ausführlichen Bericht. Er ist sowohl eine gelungene als auch willkommene Kurzzusammenfassung aller wissenswerten kultur-/historischen Fakten und Erlebnisse unserer eindrucksvollen Reise.
Er dient somit auch als tolle Gedächtnisstütze, die man gerade im hohen Alter (grins) so braucht.
danke...danke...danke
liebe Grüße
Hanne aus Gotha

Hannelore Schauer
03.10.2019
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