Reisebericht: Rundreise Schottland - Highlands und Inseln

24.07. – 04.08.2019, 12 Tage Rundreise Schottland mit Bus in den Highlands und Insel Mull, Iona, Skye, Harris/Lewis und Orkney-Inseln

Schottland-Rundreise von Gretna Green und Loch Lomond zu den Hebrideninseln Mull, Iona und Skye. Westliche Inseln Lewis und Harris, durch die Highlands über Thurso zu den Orkney-Inseln, Ostküste über Inverness und die Grampian Mountains bis Jedburgh.Ein Land der Mythen und Legenden, mit einzigartigen Landschaften von den Highlands in der Mitte bis zu den felsigen Inseln weit im europäischen Westen – das ist Schottland. Unsere Rundreise zu den vielfältigen atemberaubenden Landschaften und einzigartigen Zeugnissen alter Kultzr hat Reise-Sehnsüchte gestillt und neue geweckt!
Von den aus Filmen wie „Rob Roy" oder „Bravehaeart" bekannten geschwungenen bis schroffen Bergen und Tälern der Highlands und Inselszenerien, von denen die „musikalische Landschaftsmalerei" eines Felix-Mendelssohn Bartholdy schwärmte, bis zu den geheimnisvollen Mauern der Burgen und Hochlanddörfer fängt unsere Reise das unvergleichliche Ambiente des Traumziels Schottland ein.
Die gelungene Kombination aus toller Landschaft, Kulturzeugnissen aus einer lebhaften Vergangenheit und einer Gegenwart, in der Traditionen wie Kilt und Dudelsack lebendig gehalten werden, hat auch in diesem Jahr ihre Wirkung nicht verfehlt! Folgen Sie mir doch noch einmal auf den Spuren von Mythen und Legenden in die schottischen Highlands und auf die westlichen Inseln des Hebriden-Archipels...

   Dresden – Reinhardshain – Amsterdam-Ijmuiden, erster Tag, 24.07.2019: 


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Schon um drei Uhr morgens begann unsere Reise am Flughafen Dresden – aus Gründen der Durchführungs-Sicherheit, denn die Fähre in Amsterdam-Ijmuiden legt pünktlich und recht früh ab und wir wollten nicht zu spät kommen. Da nur ein Schiff täglich geht, wäre eine Verspätung problematisch.
Überpünktlich erreichten wir zum Einsteigen auf die Fähre den Fähranleger in Ijmuiden und waren nach kurzer Eincheck-Prozedur bereits mit kleinem Gepäck auf dem Fährschiff, „King Seaways". Zwar sind die Kabinen recht modern und bequem eingerichtet, aber dennoch recht klein und es reist sich ohne Koffer – den wir sicher im Bus verstaut wussten – besser.

   Newcastle – Gretna Green – Glasgow – Loch Lomond – Tyndrum, zweiter Tag, 25.07.2016: 


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Noch auf See frühstückten wir gut auf dem Schiff und erreichten ganz pünktlich um 09.00 Uhr britischer Zeit den Hafen von Newcastle. Da auch der Bus einen recht günstigen Stellplatz auf der Fährer erwischt hatte, kamen wir los im Hafen von Newcastle und fuhren zunächst fast genau nach Westen. Mit einem kleinen Abstecher erreichten wir den Hadrianswall. Dieses vor 1900 Jahren von den Römern erbaute Bodendenkmal, das heute auf der UNESCO-Weltkulterbeliste steht, durchschneidet England genau an seiner schmalsten Stelle in Ost-West-Richtung. Angelegt als Grenzwall ähnlich dem Limes in Deutschland sollte das Bauwerk aus Wall, Graben, Palisaden und Mauerwerk mit Wachtürmen und Forts im 2. Jahrhundert n.Chr. die Nordgrenze des Römischen Reiches schützen. Auf fast 120 km Länge wurde der Hadrianswall einst errichtet und noch heute ist an den meisten Stellen sein Verlauf deutlich zu erkennen- ein durchaus imposanter Anblick.
Gegen Mittag erreichten wir direkt an der englisch-schottische Grenze den Grenzort Gretna Green, bekannt und beliebt als Touristenziel. Diesen Bekanntheitsgrad verdankt Gretna dem eigentlich kuriosen historischen Umstand, dass in der ehemaligen Schmiede des Ortes früher zahlreiche „Eheschließungen auf dem Amboss" statt. Diese sogenannten „Mock-weddings" vollzog einst der als Friedensrichter amtierende Dorfschmid mit einem Hammerschlag. Hintergrund war die damalige unterschiedliche Gesetzgebung in Schottland und England, da auf der schottischen Seite junge Paare ohne Einwilligung der Eltern und noch sehr jung heiraten durften. Oft wurde dies von jungen Liebespaaren genutzt, um hier heimlich den Bund der Ehe einzugehen – vom Schmied des Ortes in seiner alten Schmiede per Hammerschlag bestätigt. Aus Anschaulichkeitsgründen und weil auch ein bisschen „Action" in eine Reise gehört, haben wir eine solche Zeremonie in unserer Gruppe gleich einmal mit echtem Amboss und Hammer sowie humorvollen Begleitworten der schottischen „Schmiedemeisterin" durchgespielt.
Von Gretna Green aus ging es fast exakt nach Norden. Unterwegs nahmen wir am Flughafen Glasgow am Nachmittag noch unsere Mitreisenden auf, die per Flugzeug angekommen waren. Bei der Fahrt auf der Erskine Bridge ging es über den breiten Fluss Clyde und wir erreichten bald das vielbesungene Loch Lomond, Großbritanniens größten See. Malerisch liegt der 71 km² große in der Eiszeit entstandene Binnensee mit seinen vielen Inseln zwischen den Bergen – schon der deutsche Romancier und Schottlandkenner Theodor Fontane hatte ihn in seiner Reisebeschreibung erwähnt: als „große noble Wasserfläche ... den König der Seen". Auf einem Parkplatz an seinem Ufer machten wir einen ausgedehnten Fotostopp, während dem wir einen für England typischen „Tee-Imbiss" mit Scones bestellt hatten. .
Die Weiterfahrt nördlich des Sees erfolgt dann bereits in den Tälern und Bergen der Highland-Region. Hier lag auch unser Hotel in einem winzigen Highland-Ort.

   Insel Mull – Insel Iona – Fort William, dritter Tag, 26.07.2019 :  


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Nach einem guten Frühstück starteten wir zum Hafenstädtchen Oban, dem „Tor zu den westlichen Inseln", von dem aus uns die Fähre zur Insel Mull bringen würde. Nach etwa fünfzigminütiger Überfahrt starteten wir zur Fahrt über die zweitgrößte Insel der Inneren Hebriden. Wir überquerten die malerische, von ihrer Bergwelt mit dem 966 Meter hoch aufragenden Bern More dominierte Insel zur Musik der „Hebridenouvertüre" von Felix Mendelssohn-Bartholdy. Einsame Landschaften der mit Wiesen und Mooren bedeckten Täler und die teilweise mit kahlen oder heidebedeckten Bergketten zogen an uns vorüber, bis wir den Hafen von Fionnphort erreichten, von dem die Passagierfähre zum Inselchen Iona startet.

   Iona  


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Das nur knapp 9 km² große Eiland war eins geistiges und geistliches Zentrum Schottlands, denn von ging die christliche Mission des Heiligen Columban aus. Die Reste der Abtei des eigentlich aus Irland stammenden Mönches sieht man noch heute, auch uralte Hochkreuze deuten auf die frühe Gründung hin. Die heutige Abtei allerdings ist ein Neubau aus den dreißiger und vierziger Jahren des 20. Jh. nach dem Vorbild des alten Klosters. Einst war wohl hier nicht nur Ausgangspunkt der Missionstätigkeit in Schottland sondern auch ein wichtiges Zentrum für Illustrationen, Buchmalerei und Bibelabschriften. An diesem Ort, der lange Zeit geistliches Zentrum der keltischen Kirche war, gibt es auch den berühmten „Königsfriedhof" Reilig Odhráin, auf dem der Legende zufolge mehrere irische, norwegische und sogar französische Könige bestattet und nahezu alle schottischen Könige bis hin zu Macbeth. Daher sind die uralte Grabkapelle und die einst von den Mönchen gepflasterte „Strasse der Toten" aus der Frühzeit der Anlage erhalten.
Später kehrten wir zur Insel Mull zurück, wo uns Chauffeur Roy bereits mit der mittäglichen Bordverpflegung erwartete.
Nach erneuter Durchquerung von Mull mit entsprechenden Fotostopps gelangten wir mit der Calmac-Fähre Fishnish – Lochaline auf die wunderschöne Halbinsel Mheadhoyn, die wir ebenfalls durchquerten. Am Abend ging es dann – unterbrochen durch eine weitere, sehr kurze Fährüberfahrt über den Atlantik-Arm Loch Linnhe – in unser Übernachtungshotel im Highland-Städtchen Fort William.

   Road of the Isles – Mallaig – Talisker - Eilean Donan Castle, vierter Tag, 27.07.2019: 


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Die traumhafte Küstenstraße „Road of the Isles" führt von Fort-William zum Fischerei- und Fährhafen Mallaig. Noch am Stadtrand von Fort William beginnt der Kaledoniusche Kanal, der das Great Glen auf knapp 100 km Länge durchschneidet und an dessen anderem Ende Inverness liegt. Dabei führt der Kanal, heute fast nur noch von Freizeitkapitänen genutzt, durch drei schottische Hochlandseen, unter anderem das legendäre Loch Ness und überwindet einige Deutzend Meter Höhenunterschied. Im 18 Jh. als ingenieurtechnische Meisterleistung errichtet, imponieren dabei vor allem die einzigartigen Schleusentreppen, hier „Neptunes staircase" genannt. Sie bestehen aus Abfolgen von Schleusen, hier in Fort William sind gleicht acht davon zu einem monumentalen verkehrstechnischen Bauwerk aneinandergelegt.
Gleich danach erfolgte der der nächste Fotostopp auf historischem Gelände: am bekannten Glenfinnan Monument. Hier begann 1745 der Aufstand der Hochlandclans, die als Anhänger des in England gestürzten Königs Jakob „Jakobiten" genannt wurden. Im abgelegenen Tal von Glenfinnan begann die folgenschwere Revolte der königstreuen Highlander unter dem Thronanwärter „Bonnie Prince Charlie" gegen die englische Herrschaft über Schottland. Hier schworen viele Clanchefs dem Sohn des exilierten Königs die Treue und zogen mit ihm gegen Die Engländer. Zunächst siegreich drang die schottische Hochländer-Armee bis fast nach London vor, wurde aber beim Rückzug durch die verfolgenden Engländer schon im nächsten Jahr in der Schlacht bei Culloden vernichtend geschlagen. 1746 ging die Erhebung der Jakobiten in einem Blutbad zugrunde und in den nachfolgenden „Säuberungsaktionen", den „Highland Clearences" wurden die meisten Clans entmachtet und enteignet.

   Eilean Donan Castle  


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Im Hafenort Mallaig hatten wir noch etwas Zeit für einen kurzen Abstecher in den Ort und fuhren dann mit dem Fährschiff nach Skye, der größten Insel der Inneren Hebriden. Nach Durchfahrt im Süden der Insel bei schlechtem Wetter und trotzdem mehreren Fotostopps machten wir einen Abstecher mit der Gruppe zur berühmten Talisker-Destillery. Zwar werden hier keine Gruppenführungen mehr angenommen, aber ein Besucherzentrum ermöglicht die Verkostung des rauchig getorften Whiskies. Talisker ist als „Island-distillery" als traditionelle Brennerei des „gälischen Lebenswassers" ist für die Produktion ihres besonders kräftigen Island-Whisky bekannt - stellt damit ein besonderes „typisch schottisches" Produkt her.
Später fuhren wir zum Eilean Donan Castle. Die vielleicht malerischste der mittelalterlichen Burgen ist vielleicht auch die bekannteste, diente sie doch oft genug als Filmkulisse. Allgemein als typischer Clansitz betrachtet, nutzte man die Burg, die erst im 20. Jh. so attraktiv restauriert wurde im James-Bond-Film „Die Welt ist nicht genug" als fiktives schottisches Hauptquartier des britischen Geheimdienstes, und für Teile der „Highlander"-Trilogie und den Historienfilms „Braveheart" mit Mel Gibson als schottischem Nationalhelden William Wallace. Bei einer Führung und Besichtigung mit Audioguides konnten wir Typisches über die Einrichtung und Romantik schottischer Clansitze am Beispiel des Schlosses der McRaes erfahren.
Nach dem Besuch des Castle fuhren wir über die große Skye-Brücke zurück auf die Insel und waren bald an unserem heutigen Tagesziel – dem fas am Ufer gelegenen „Kings Arms" Hotel in Kyleakin.

   Portree – Kilt Rock – Uig – Stornoway, fünfter Tag, 28.07.2019:  


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Von unserem Übernachtungsort in einem typischen Inseldörfchen auf Skye ging es nach einem Fotostopp am heute sonnenbeschienenen Ainort-Wasserfall in die kleine Inselhauptstadt Portree. Die kleine Hafenstadt mit ihrem Marktplatz, in dessen Mitte eine Marktsäule mit grimmigem Löwen wacht, ist vor allem mit ihren buntbemalten Häusern rund um die Hafenbucht ein oft und gern gezeigtes Fotomotiv. Wir konnten in der freien Zeit das Städtchen ganz gut kennenlernen.
Nach dem Aufenthalt hier brachte uns der Bus nach Norden, wo wir beim Entlangfahren am Storr-Gebirge, den Blick zur Felsnadel des „Old Man of Storr" bekamen, einer Gruppe recht bemerkenswerter seltsam geformter Felsen. Über fünfzig Meter hoch ragt die Felsenspitze schräg aus dem Mittelgebirge heraus und ist eines der beliebtesten Fotomotive der auch sonst außerordentlich malerischen Hebrideninsel Skye. Bald darauf erreichten wir die Steilküste, mit ihrer wohl berühmtesten Formation, dem berühmten Felsengebiet des „Kilt-Rock" und einem davor ins Meer stürzenden Wasserfall. Die vulkanische Vergangenheit der Insel ist hier besonders gut zu erkennen, formten doch einstmals gewaltige Eruptionen tätiger Vulkane vor Jahrmillionen diese markante Felsenszenerie - dünnflüssige Lava erstarrte hier wohl durch Kontakt mit dem Meer, erkaltete plötzlich und erstarrte stangenartig mit tropfenförmigem Querschnitt. Neben der Felsnadel des „Old Man" gelten die hunderte Meter aus dem Meer aufragendem Vulkanklippen als bedeutendste Sehenswürdigkeiten der Halbinsel Trotternish, des nordöstlichen Teils von Skye.
Auf dem Weg zur Fähre passierten wir noch das – heute leider geschlossene - „Isle of Skye Museum", ein Freilichtmuseums mit traditionellen „Black Houses" mit einer lebendigen Ausstellung der Lebensweise vergangener Jahrhunderte auf den Hebriden.
Eine weitere Etappe war dann die Fahrt zum kleinen Fährhafen Uig, von dem wir gegen 14 Uhr mit der Fähre zu den Äußeren Hebriden starteten. Nach Ankunft in Tarbert auf der Insel Harris ging es nach Norden zu unserem Hotel in der Inselhauptstadt von Lewis, Stornoway. Zum Tagesausklang gab es ein landestypisches gutes Abendbuffet.

   Rundfahrt Hebrideninseln Lewis und Harris, sechster Tag, 29.072019:  


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Sie bilden den westlichsten Rand Europas, kurz vor dem Abbruch des Kontinentalschelfs in den Atlantik - die Inseln der Äußeren Hebriden. Es ist etwas Besonderes, hierher zu kommen und gerade bei Schottland
-Rundreisen sind sie nur sehr selten im Angebot: zu abgelegen. Lewis ist die nördlichste und zugleich größte Insel der über 200 km langen äußeren Hebridenkette. Sie wird geografisch nach Großbritannien und Irland als größte zusammenhängende Landmasse der Britischen Inseln betrachtet. Von ihrer Nachbarinsel Harris, mit der sie direkt zusammenhängt, trennt sie ausnahmsweise kein Wasserstreifen, sondern ein Gebirge. Das bestimmt auch ihren südlichen Teil, während der Norden von Lewis durch mit Felsen gespickte Torfmoore geprägt wird. Trotz ihres rauhen Klimas trägt die nördlichste Hebrideninsel zahlreiche Spuren prähistorischer und mittelalterlicher Besiedlung.
Unsere heutige Rundfahrt begann im Inselnorden und folgte einer großen Runde vom Ausgangspunkt Stornoway aus. Ein Fotostopp zeigte uns den „Whalebone Archway", einen originellen Hauseingang aus dem Kiefer eines Blauwals vor deinem ehemaligen Walfänger-Domizil, bevor wir dem Hebridendorfes An Gerannean einen Besuch abstatteten. Es war die letzte hiesige Fischersiedlung, direkt am Ozean liegend, die noch in den siebziger Jahren des 20. Jh. nur aus einstigen traditionellen „Blackhouses" bestand. Inzwischen ist sie restauriert, malerisch wie eh und je aber moderner und besteht weiterhin aus (restaurierten) Hebriden-Hütten, die jetzt aber teilweise als Ferienwohnungen vermietet werden. Dieser einst für nahezu alle Hebridendörfer übliche Haustyp wurde auf den Inseln, im Norden Schottlands und auch in Irland verwendet. Ursprünglich lebten Menschen und Haustiere, nur durch eine Wand getrennt, unter einem Stroh- oder Grasdach zusammen. Auf Trockenmauerwerk, abgedichtet mit Gras und Moos , legte man hölzerne Dachbalken und bedeckte diese mit Grassoden und Schilfrohr oder Stroh. Gegen den stets wehenden Wind befestigte man das Dach mit übergeworfenen alten Fischernetzen, die alles zusammenhielten und mit dicken Steinen beschwert wurden. In der Hütte gab es zwar eine Feuerstelle, aber nur ein Loch als Rauchabzug im Dach. Dadurch rußte der direkt durch das Dach abziehende Qualm des Herdfeuers gewaltig – das trug den Häusern ihren Namen ein, konservierte aber auch alle oben aufbewahrten Nahrungsmittel.

   Standing Stones of Callanish  


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Nach einem Bummel durch das Dörfchen stand eigentlich ein typischer historischer Clan-Wohnsitz auf dem Programm. Wir mussten aber auf ihn verzichten, da das Betretren wegen Unfallgefahr gesperrt war
Ein Besichtigungs-Höhepunkt für jeden Besuch der Insel Lewis ist wohl die Besichtigung des Großsteinkreises Standing Stones of Callanish. Mitunter auch als „Stonehenge Schottlands" bezeichnet, sind zwar die äußerlichen Ähnlichkeit der Steinkreise eher gering, aber vielleicht sind sie in ihrer Funktion vergleichbar. Allerdings ist diese bis heute nicht komplett enträtselt und führt immer wieder zu Spekulationen. In jedem Fall aber zählt die kreuzförmige gewaltige Steinsetzung von Callanish mit dem umgebenden Steinkreis zu den besterhaltenen Megalithanlagen Schottlands und ganz Europas und muss einst weit über ihre Insel hinausgehende Bedeutung gehabt haben. Vermutlich war sie schon griechischen Seefahrern vor der Zeitenwende bekannt. .Der Großsteinbau der zwei einander kreuzenden Steinreihen ist exakt nach den Himmelsrichtungen ausgerichtet und im Mittelpunkt des umgebenden Steinkreises finden sich Überreste eines Dolmens, eines jungsteinzeitlichen Großsteingrabes. Wissenschaftler sehen in der Anlage heute sowohl eine Begräbnisstätte als auch – wie in Stonehenge in Südengland – Kalenderfunktionen zur Berechnung von Stern- und vor allem Mondbewegungen. Der Besuch hier bringt aber in jedem Fall in einen gewissen Kontakt mit der Steinzeit und wirkt auf die meisten Menschen mit einer Aura des Geheimnisvollen und Mystischen.
Nach dem Besuch des Großstein-Monumentes hatten Buschauffeur Roy Setzkorn und ich ein Picknick mit landestypischen Spezialitäten vorbereitet, das von den Gästen freudig aufgenommen und mit großem Appetit verzehrt wurde.

   Harris  


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Von Callanish aus ging es weiter zur Nachbarinsel Harris. Felsenreich, mit herrlichen Sandstränden ist sie landschaftlich ganz anders geartet und mit knapp 2000 Einwohnern sehr dünn besiedelt. Bekannt ist für Schafzucht, ihre festen aus Wolle gewebten Harris-Tweed-Stoffe sowie für verblüffend schöne Sandstrände mit schneeweißem Sand und kristallklarem türkisblauen Wasser.
Bei gutem Wetter sahen wir all das und statteten schließlich der abseits und am südlichsten Punkt der Insel gelegenen Kirche von Rogadhal einen Besuch ab. St. Clement's gilt als das bedeutendste Kirchengebäude auf den Hebriden vor der Reformation. Längere Zeit wurde es auch als Mausoleum für die Clanchiefs der McLeods genutzt. Skulpturierte Grabmale, vor allem aber eine geheimnisvoll wirkende und sehr seltene Fensterfigur des gekreuzigten Christus im Inneren – wohl als Bannbild aufgestellt - sowie Teufelsdarstellungen außen am Kirchturm bilden die herausragenden Besonderheiten des Bauwerks.
Auf einem ganz besonderen Weg durch die Streudörfer der Fischer des südlichen Harris brachte uns Chauffeur Roy gekonnt und sicher durch eine der malerischsten Gegenden Europas zurück zur Hauptstraße und schließlich zum Abendessen in unser Hotel in der Inselhauptstadt Stornoway.

   Ullapool – nördliche Highlands – Thurso, siebter Tag, 30.07.2019: 


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Sehr frühe erfolgte heute unsere Fährüberfahrt zurück aufs „Festland". Es war zu früh für ein Frühstück im Hotel, daher nutzten wir die Zeit der Fährüberfahrt für ein ausgiebiges Frühstück an Bord.
Ullapool erreichten wir pünktlich, bloß der Morgendunst wollte sich nicht auflösen. So kamen wir heute zu einer Durchfahrt durch den Nordwesten und Norden der schottischen Highlands bei wohl typisch schottischem Sommerwetter. Bei einem Fotostopp am malerischen Loch Assynt gab es Bilder von der Ruine des Ardvreck Castle und später von der Brücke von Kylescu an einem tiefen und malerischen Fjord. Unweit des nordwestlichsten Punkts der Insel Großbritannien, dem Kap Wrath, besuchten wir den Strand von Balnakeil und auch die hier ganz malerisch oberhalb des Strandes gelegene Ruine des Kirchleins, das früher einmal zu den Zentren der Christianisierung Schottlands gehörte. Der Überlieferung nach war diese Pfarrei so wichtig für die Missionstätigkeit, dass die Kirche seit ihrer Gründung (und obwohl sie schon seit langem nur noch Ruine ist) unmittelbar dem Heiligen Stuhl unterstellt: damit ist der jeweils amtierende Papst der hier zuständige Geistliche.

   Der Eingang zur Unterwelt  


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Unweit von hier befindet sich die geheimnisvolle Höhle Smoo–Cave weiter. Es ist eine durch eine Schlucht mit dem Meer verbundene Süßwasserhöhle, relativ groß und relativ leicht zugänglich. Seit Jahrhunderten ranken sich Mythen und Legenden um die Grotte, in der alten Griechen gar den „Eingang zur Unterwelt" zu erkennen glaubten. Die recht tiefe, aber schnell schmal werdende Grotte hat ihren Eingang etwa auf Meereshöhe, ist von schroffen Uferfelsen umgeben und ihr Geheimnis versteckt sie in großen Höhlenkammern mit einem Süßwassersee, gespeist von einem Wasserfall, als der sich der Bach Allt Smoo durch ein Mundloch in der Höhlendecke ergießt.
Nach etwas Freizeit hier kletterten wir die knapp hundert Stufen wieder hinauf auf Straßenniveau und setzten unsere Fahrt durch die nördlichen Highlands fort.
Auf der weiteren Strecke ergaben sich noch Foto- und Toilettenstopps, bevor wir das Städtchen Thurso erreichten. Hier, in dieser größten Stadt im Norden Schottlands, befand sich auch unser Hotel.

   Rundfahrt auf den Orkney-Inseln, achter Tag, 31.07.2019:  


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Nach dem Frühstück ging es mit unserem Bus zum winzigen Fährhafen von John O'Groats, der als nordöstlichster Ort der britischen Hauptinsel gilt. Von hier brachen wir auf mit einer Passagierfähre, um den Pentland Firth zu überqueren, der Großbritannien von den nördlich gelegenen Orkney-Inseln trennt. Der Archipel besteht aus insgesamt etwa 70 Eilanden und der Hauptinsel Mainland, vermittelt aber von Geschichte, Erscheinungsbild, Tradition und Dialekt der Einwohner mehr skandinavischen als schottischen Charakter. Das ist nicht weiter verwunderlich, stand die Inselgruppe doch bis zum späten 15. Jh. unter dem Einfluss des norwegischen Königreichs und die Schotten, die sie später in Besitz nahmen, wurden eher als Eindringlinge empfunden. Im Orkney-Hafen Burwick auf South Ronaldsay wartete bereits ein einheimischer Bus auf uns. Der nette und sehr kooperative Fahrer Steve umrundete mit uns den ganzen Vormittag lang – unterbrochen von Fotostopps - die berühmte Bucht von Scapa Flow. Es handelt sich dabei um die größte komplett von Inseln umgebene Meeresfläche Großbritanniens. Viele Jahrhunderte lang wurde sie als riesiger Tiefwasserhafen, vor allem aber als Flottenstützpunkt der Kriegsmarine genutzt. In beiden Weltkriegen war die Bucht Stationierungsort der britischen Home Fleet und wurde im ersten Weltkrieg Schauplatz der spektakulären Selbstversenkung der hier internierten deutschen Kriegsflotte. Über siebzig Schiffe der Kaiserlichen Hochseeflotte sind damals im Juni 1919 vor den ungläubigen Augen britischer Seeleute und im Staunen der Orkadians – wie Orkneys Bewohner genannt werden – auf den Meeresgrund gesunken. Allerdings sind inzwischen fast alle geborgen worden.
Wracks allerdings konnten wir dennoch fotografieren – aber die rostenden Überreste, die wir während unserer Rundfahrt sahen und fotografierten, waren Teil der einstigen „Schiffssperre" aus dem zweiten Weltkrieg, die auf Befehl von Sir Winston Churchill nach dem unerwarteten erfolgreichen Torpedo-Angriff eines deutschen U-Bootes auf das hier ankernde britische Flaggschiff „Royal Oak" errichtet wurden.

    Churchill Damm und italienisch Kapelle  


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Die Tragödie dieser Torpedierung, als das britische Schlachtschiff mit über 800 Besatzungsmitgliedern in den Fluten von Scapa Flow versank, führte zum Bau von Sperrdämmen durch versebkte Schiffe und Betonblöcke für fast alle größeren Zufahrten nach Scapa Flow. Heute verbindet die „Churchill Barriere" mehrere der kleinen Inseln mit der Hauptinsel Mainland. Auch wir benutzten die auf ihnen verlaufende Straße und besuchten im Verlauf der Rundfahrt die „italienische Kapelle", von und für die Kriegsgefangenen im zweiten Weltkrieg hier während ihrer Internierung errichtet. Sie funktionierten eine einfache Wellblechbaracke zu einem mit unerwarteter Kunstfertigkeit imponierenden katholischen Kirchlein um.

   Steinzeit: Skara Brae und Ring of Brodgar


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Der nächste Höhepunkt auf den Orkneys ließ nicht lange warten. Der Dunst, der den Vormittag bisher vorgeherrscht hatte, lichtete sich, als wir das Steinzeitdorf Scara Brae besichtigten. Das mehrere tausend Jahre alte Dorf gilt als eine der ältesten festen menschlichen Siedlungen in Europa. Erstaunlich gut erhalten werden auf dieser interessant und anschaulich präsentierten Ausgrabung die Bauten und die Lebensweise der Bewohner vor etwa sechstausend Jahren vorgeführt. Damit behauptet diese Siedlung, weit älter zu sein als die ägyptischen Pyramiden.
Nach dem Besuch des Steinzeitdorfes und des benachbarten Herrensitzes „Scaill House" gab uns ein Aufenthalt in der zweitgrößten Stadt des Orkney-Archipels, Stromness, die Möglichkeit zur Versorgung in der Mittagspause.
Anschließend fuhren wir zu weiteren steinzeitlichen Monumenten. Wir hielten zunächst an den „Standing Stones of Stenness", einem einstigen Steinkreis, von dessen Bestand nur noch vier Megalithen erhalten sind und fuhren dann weiter zum weitläufigen „Ring of Brodgar", der zu den größten bekannten und gut erhaltenen Steinkreisen gehört. Mit über 100 Metern Durchmesser ist er größer als der von Callanish, sogar größer als Stonehenge. Immer noch 27 seiner einst vermuteten 60 Steine stehen seit etwa 5000 Jahren aufrecht!

   Kirkwall  


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Später gab es noch einen Aufenthalt in Kirkwall, dem Hauptort der Orkneys. Wir begannen ihn mit der Besichtigung der St.Magnus-Kathedrale, nach Glasgow die zweitgrößte Kathedrale Schottlands, die unverkennbar norwegischen Einfluss aufweist. Danach hatten wir noch etwas Freizeit für einen kurzen Bummel im belebten Städtchen Kirkwall. Unser Orkney-Bus fuhr uns wieder zurück zum Hafen von Burwick und auf dem „Festland" in John O'Groats erwartete uns Buschauffeur Roy. Zum Abschluss des ereignisreichen Tages gönnten wir uns als „Richtig Reisen-Extra" noch einen Abstecher zum Leuchtturm von Dunnet Head. Er gehört zu der „Leuchtturmserie", die die Familie Stephenson erbaute – deren bekanntester Spross der Autor des Abenteuerromans „Die Schatzinsel" war – und steht am nördlichsten Punkt der britischen Hauptinsel.

   Dunrobin Castle – Cairns of Clava - Inverness – Beauly, neunter Tag, 01.08. 2019:  


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Vom fast nördlichsten Punkt Großbritanniens ging es heute – immer an der Ostküste entlang – in Richtung Süden. Ein kleines Extra gab es gleich zu Beginn – einen kurzen Abstecher zu den sogenannten „Robbenfelsen" in die Nähe der Ruine des Old Wick Castle. Der grandiose Blick auf die Felsenszenerie und die an sie brausende Brandung war auch ohne Robben schön!.
Rechtzeitig zur zweimal am Tag in der grandiosen Gartenanlage des Schlosses Dunrobin Castle stattfinden Raubvogel-Vorführung der dortigen Falknerei erreichten wir das Schloss, das bis heute Sitz der Familie des Duke of Sutherland ist. Wir besichtigten nach der Vogelshow das Wohnschloss, das Mitte des 19. Jahrhunderts seine heutige Gestalt erhielt und mit seinen 189 Zimmern zum größte Wohngebäude in den nördlichen Highlands wurde. Prunkvoll eingerichtete Zimmer, original erhaltene historische Möbel und der sehenswerte, im Stil von Versailles gestaltete, malerisch-romantische Schloss-Garten machen das Schloss zur meistbesuchten Attraktion an der Ostküste. Die Anlagen von Palast und Garten vertraute der Bauherr damals dem bekannten Architekten Charles Barry an, der auch den Londoner Westminsterpalast, das britisches Parlamentsgebäude, in seiner heutigen Form gestaltete.
Nach ausgiebiger Schlossbesichtigung führte unser weiterer Weg in Richtung Inverness.

   Cairns of Clava  


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Bis zum Abendessen blieb noch viel Zeit. So machten wir noch einen Abstecher vorbei am Schlachtfeld von Culloden zu den Cairns of Clava, einer Gruppe versteckt im Wald liegender steinzeitlicher Steinhügelgräber. Danach blieb auch noch Zeit für einen Bummel in der „Hauptstadt der Highlands". Inverness entstand schon in der schottischen Frühzeit um den Burghügel am Fluss Ness, von dem aus z.B. der durch Shakespeares Drama bekannte König Macbeth regierte. Die heutige Bebauung des Burghügels stammt allerdings aus dem 19. Jh.
Auf dem Weg zu unserem Hotel in Beauly fuhren wir am Ufer des Loch Ness entlang und legten noch einen ausgiebigen Fotostopp in Drumnadrochit, der Hochburg des Hypes um das „Ungeheuer von Loch Ness" ein.
Nach dem Abendessen erwartete uns noch eine hübsche Überraschung. Auf dem Marktplatz von Beauly marschierte eine Gruppe von Dudelsackspielern auf, die etwa eine gute halbe Stunde für zünftige schottische Unterhaltung sorgte.

   Blair Castle – Whisky-Brennerei – Dunkeld – Barony Castle, zehnter Tag, 02.08.2019:  


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Die Grampian Mountains, höchster Teil der Highlands und erdgeschichtlich sehr interessant als Teil eines Gebirgszuges, der wohl älter als der Atlantische Ozean ist, also vor dem berühmten „Riss der Kontinaldrift" entstand, begleiteten unsere Fahrt heute Morgen. Geologisch gesehen finden diese Hochlandberge ihre Fortsetzung in den nordamerikanischen Appalachen.
Wir besuchten heute als erstes das Blair Castle, Sitz des Herzogs von Atholl. Er ist der einzige Adelige in Großbritannien, der offiziell eine Privartarmee unterhält - nach einem Besuch von Königin Victoria im 19. Jh. war sie so angetan von der Gastfreundschaft und der Wache durch die Highlander, dass sie dem Herzog dieses besondere Privileg verlieh. Zwar stehen die „Blair Atholl Highlanders" unter Waffen, dienen aber fast nur zur Repräsentation und sind für ihre Kapelle und deren preisgekrönte Dudelsackkünste bekannt.
Das Castle stammt im Kern aus dem Mittelalter. Verschiedene Anbauten aus verschiedenen Epochen machen die Wohnburg Blair Atholl zu einem der ansehnlichsten Schlösser in Schottland. In seinen Prunkgemächern und mit seiner grandiosen Waffensammlung zeigt es das Repräsentationsbedürfnis der Adeligen in Schottland im georgianischen und viktorianischen Zeitalter.
Nach dem Besuch hier verbrachten wir etwas Freizeit in Pitlochry bevor wir in der Blair Atholl Distillery bei einer Führung mit der Herstellung des „uisghe beatha", des „Lebenswassers" vertraut gemacht wurden. Der Rundgang durch die Brennerei enthielt viel Wissenswertes über die Faktoren, die für die Herstellung des berühmten schottischen Getränkes wichtig sind. Art der Mälzung und der Behandlung des Malzes, Wasserqualität der Quelle und vor allem die Fass-Lagerung nach der Destillation sind die Umstände, die dem „Scotch Single Malt" seinen unverkennbaren Geschmack verleihen, ihn von anderen Bränden und Whiskies unterscheiden und ihn weltweit so begehrt machen.

   Dunkeld  


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Ein weiteres Extra konnten wir uns noch leisten und besuchten bei einem kleinen Abstecher das unter Denkmalschutz stehende Städtchen Dunkeld. Seine weißen Häuser rings um den Marktplatz und seine prachtvolle Kathedralen-Ruine, malerisch in einer Biegung des Flusses Tay gelegen, machen den Ort zu einem besuchenswerten Programmpunkt. Noch eine weitere Unterbrechung gab es an den Firth-of-Forth-Brücken, wo wir die Gelegenheit zu einem Fotostopp an den beeindruckenden Brücken, die Straßen und Eisenbahn über die breite fjordartige Flussmündung führen. Seit vorigem Jahr fließt über die neueste der drei Brücken der Verkehr – sie hat der Straßenbrücke, die seit 1964 die längste Großbritanniens war, den Rang abgelaufen. Beeindruckender noch ist aber die Eisenbahnbrücke von 1890, die mit ihren über 50.000 Tonnen Stahl gilt sie bis heute als ingenieurtechnische Meisterleistung gilt.
Später erreichten wir unser Hotel Barony Castle, untergebracht in einem echten Schloss in einer hübschen Parkanlage.Wir verabschiedeten uns von den Fluggästen, die am kommenden Tag ein Taxi zum Flughafen von Edinburgh bringen würde.

   Melrose – Jedburgh – Newcastle, elfter Tag, 03.08.2019:  


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Durch die „Borders" genannte Grenzregion, das Hügelland zwischen Schottland und England, fuhren wir morgens los in Richtung auf unser heutiges Ziel Newcastle, von dessen Hafen die Fähre fahren würde. Auf dem Weg entlang der historischen Abteienroute legten wir als letztes Extra noch einen Abstecher nach Melrose ein, wo die hübsche Abteiruine bereits Theodor Fontane ins Schwärmen brachte und wo der Legende nach das Herz von Robert I., dem schottischen König Robert the Bruce, beerdigt sein soll, der im 14. Jh. mit dem Sieg in der Schlacht von Bannockburn Schottlands Unabhängigkeit von England sicherte. Nach ausgedehntem Fotostopp an der Ruine setzten wir unseren Weg nach Jedburgh fort und hielten hier zunächst an der Wollmühle, um letzte Einkäufe zu ermöglichenDanach stand unser Bus auf dem zentralen Parkplatz des Städtchens Jedburgh.

   Jedburgh  


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Es blieb Zeit für die Besuichtigung der imposanten Abtei-Ruine, die schon im 12. Jh. in königlichem Auftrag als Augustinerabtei gegründet wurde und heute die größte der Borderabtei-Ruinen ist. Auch ein Spaziergang durch die kleine Stadt, in der man sich von außen das alte Gefängnis, das historische Marktkreuz oder das historische Haus ansehen kann, in dem einst Maria Stuart eine schwere Krankheit auskurierte, war zeitlich möglich, bevor es ernsthaft ans „Abschied Nehmen von Schottland" ging. Ein letzter Stopp am Grenzstein von „Carter Bar" – und wir hatten Schottland verlassen.
Auf dem Weg zum Hafen gab es noch ein paar Minuten Foto- und Toilettenstopp im nordenglischen Dorf Ponteland und dann standen wir pünktlich am Hafen zum Check in auf die Fähre. Nach rascher Abfertigung waren wir schon lange vor Abfahrt der Fähre an Bord des Schiffes.

   Ijmuiden – Reinhardshain – Dresden, zwölfter Tag, 04.08.2019:  


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Aus ladetechnischen Gründen dauerte es wie immer einige Zeit, bevor unser Bus die Fähre verlassen und uns aufnehmen konnte. Dann aber waren wir auf dem Weg nach Hause und brachten über niederländische und deutsche Autobahnen alle Mitreisenden an die Ausgangspunkte der Fahrt zurück.

   Epilog     


schottland

Diese Reise – so habe ich am Anfang dieses Reiseberichtes behauptet – habe auch diesmal ihre Wirkung sicher nicht verfehlt. Das ist zumindest die Erfahrung zahlreicher Reisen in diese herrliche Gegend, dass die Reisenden wiederkommen. Kurz gesagt, die „Droge Schottland" wirkt fast immer! Und deshalb denke ich, dass wir uns wiedersehen werden – und vielleicht dann auch die dabei sind, die noch nicht mit waren, diesen Bericht lesen, und sich auch einmal „berauschen" lassen wollen!Ich freue mich darauf und auf die nächste Reise!
Ihr Reiseleiter
Dr.Michael Krause

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