Reisebericht: Singlereise Erholung an der Polnischen Ostsee

09.02. – 16.02.2019, 8 Tage Busreise für Singles an die polnische Ostsee mit Kurhotel in Dzwirzyno und gemeinsamen Ausflügen nach Kolberg, Köslin und Fahrt entlang der Steilküste

Eine Single-Reise: immer Chance und Herausforderung zugleich! Wird aus vielen Einzelkämpfern, die sich im Leben allein durchkämpfen müssen, ein harmonisches Team, Kollektiv - oder wie immer man es nennen mag – entstehen? Aber lesen Sie selbst!

1. Tag: Sonnabend Anreise 09.02.2019


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Bei durchwachsenem Wetter - einschließlich Sonnenschein – sammelten wir alle unsere angemeldeten Gäste ein. Winterzeit ist Gott sei Dank keine Stauzeit – und so war uns eine Fahrt ohne Staus, Unfälle o. Ä. beschert – und wir erreichten planmäßig gegen viertel 4 unser frisch renoviertes Hotel „Bryza" in Dzwirzyno, was so viel wie „Brise" heißt.

Dort erwartete uns schon kurz darauf ein Hotelrundgang mit vielen Infos mit der Rezeptionschefin und gleich darauf Krysztof von der polnischen Partner-Agentur IdeaSpa mit Informationen zu Busverbindungen, Restaurants, Einkaufsmöglichkeiten u. a.

Nach dem Abendbrot (ein leckeres warmes und kalten Buffet inklusive eines Glases Sekt) trafen wir uns im Gesellschaftsraum zu einem ersten Kennenlernabend und stellen fest, wie bunt wir gemischt waren, beruflich, regional, relativ viel Männer diesmal dabei, und jeder erzählte von sich, was ihm richtig und wichtig erschien.

Wer noch genügend Kondition hatte, trank noch ein Glas Wein, einen Cocktail, vorzugsweise Campari, oder suchte sich etwas anderes aus der langen Karte der Cafeteria aus.

2. Tag: Sonntag 10.02.2019 Ausflug nach Sczcecin


polen


Alle interessierten Gäste nahmen an einem Ausflug nach Szczecin teil, der von der Partner-Agentur IdeaSpa organisiert worden war.

Der „daheimgebliebene Rest" nutzte den Tag zur Erkundung des Ortes einschließlich Besuch in der empfohlenen Fischgaststätte Smazalnia Ryb LECH (und probierte dort die leckere Fischsuppe) sowie der anliegenden Räuchereien (besonders empfehlenswert: frisch geräucherter Aal). Wir spazierten am Strand entlang, inhalierten die Seeluft und rundeten den Tag mit einem nachmittäglichen Ausflug zum nahe gelegenen Kamper See ab.

Am Abend kamen die „Spielerseelen" auf ihre Kosten. Wir hatten den Gemeinschaftsraum für uns allein und vor allem das noch nicht allseits bekannte Spiel TRIOMINO machte uns viel Spaß.

3. Tag: Montag 11.02.2019 Ausflug nach Koszalin


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Nach einer gemeinsamen Strandwanderung am Vormittag begann mittags die 1. Exkursion mit dem polnischem Reiseleiter Sylwester – es ging vorbei an dem Badeort Henkenhagen - zunächst bis zum Zwischenstopp am Funkenhagener Leuchtturm. Nach dessen Besichtigung folgte eine Rundfahrt durch Mielno und wir erfuhren, dass es hier alljährlich im Februar ein Treffen von bis zu 3000 courigierten Eisbadern aus dem In- und Ausland gibt, wagemutige Frauen und Männer jeden Alters, die bei eisigen Temperaturen in die Ostsee steigen – uns fror schon bei dem Gedanken ....

Weiter ging es nach Koszalin. Da die Stadt uns mit Regentropfen empfing, haben wir eine weitläufige Rundfahrt durch die 100.000-Einwohner-Stadt unternommen – über den Rynek und durch den schönen Park der pommerschen Herzöge - ehe wir in der Brauerei Kowal anlangten und 1 Bier nach unserer Wahl kosten konnten. Dazu gab's Speckfett-Bemmchen und saure Gurken.

Nach dem üblichen reichhaltigen und abwechslungsreichen Abendessen, stand allen „Spielern" wieder der Gemeinschaftsraum zur Verfügung und natürlich kamen auch die Verehrer der Cafeteria auf ihre Kosten.

4. Tag: Dienstag 12.02.2019 Ausflug nach Kolberg


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Da der Programm-Ausflug erst mittags begann, traf sich der wanderlustige Teil der Gruppe vormittags zu einem Fußmarsch in Richtung des Kamper-See-Ufers.Mittags folgte unser Ausflug ins nahegelegene Kolberg. Auf unserer Einfahrt ins Zentrum hatten wir schon den 1. Blick auf die Salzinsel und den malerischen Yacht- und Fischereihafen und erfuhren, dass die Kolberger Salzquellen ungefähr 1000 Jahre lang den Reichtum der Stadt begründeten und dass es heute noch 15 Solequellen gibt, von denen 14 medizinisch genutzt werden.

Unser 1. Ausstieg galt dem Leuchtturm von Kolberg und dem Hafenviertel an der Persante-Mündung mit Blick zur über 200 m langen Mole. Dort wieder „aufgesammelt", besuchten wir das wohl berühmteste Bauwerk von Kolberg, den Mariendom, eine 5-schiffige gotische Hallenkirche. Wir bewunderten - teilweise in dem erhabenen Kirchenbau ziemlich versteckte – Schönheiten, so die Schlieffenkrone, einen kunstvoll geschnitzten Kronleuchter aus dem 16. Jahrhundert.

Mit einem schmackhaften Kaffeetrinken im Henkerhaus (was nicht so hieß, weil es eine Hinrichtungsstätte war, sondern weil Kolberg im Mittelalter keinen eigenen Henker hatte, sich deshalb ab und zu einen von außerhalb mieten musste – und der wohnte dann in diesem Haus). Diese Vorstellung beeinträchtigte jedoch unseren Appetit in keiner Weise.

Am Abend konnten wir im Hotel bei wohlbekannten Evergreens das Tanzbein schwingen

5. Tag: Mittwoch 13.02.2019 Ausflug an die Steilküste Pommerns


polen


Wie immer traf sich der wanderlustige Teil der Gruppe 10:00 Uhr im Foyer, diesmal erkundeten wir den östlichen Strandabschnitt. Vorbei an einer befestigten Sanddüne und entlang eines Radweges und der urwüchsigen Feriensiedlung Naturana – kehrten wir, nachdem wir unseren Lungen 2 Stunden Seeluft gegönnt hatten, zurück ins Hotel.

Nachmittags hieß unser Ziel: Steilküste Pommerns. Nach einem kurzen Fotostopp an der Mündung der Rega in die Ostsee fuhren wir durch die Stadt Trzebjatow mit ihrer schönen Marienkirche aus dem 14. Jahrhundert (in der typischen nordischen Backsteingotik). Vorbei am schönen alten Rathaus und am Schloss von Trzebjatow erreichten wir Kamien Pomorski mit seinem alten wieder erstandenen Rathaus und dem alten Wolliner Stadttor.

Höhepunkt des Tages war ein kleines Konzert in der gotischen Kathedrale von Kamien Pomorski, insbesondere mit bekannten Orgelstücken von Bach, aber auch dem melodiösen Halleluja von Leonard Cohen, gespielt auf 2. größten Orgel Pommerns (aus dem 17. Jahrhundert). Aber auch die Kathedrale selbst mit ihrer mehr als 800-jährigen Geschichte war sehr sehenswert.

Wieder gab es Kaffee und Kuchen und danach noch einen Kurztrip zur malerischen Kirchenruine von Hoff, einstmals eine ganze Kirche, aber die Ostsee hat sich mehr und mehr Land erobert und die Kirche stürzte Stück für Stück ins Meer, bevor man nach dem letzten Absturz 1996 eine Rettung des verbliebenen Restes beschloss, der so noch heute steht und inzwischen eine Touristenattraktion ist. Nicht nur die Ruine, sondern der gesamte Ort wurde vor der drohenden Überflutung durch das Meer gerettet.

Angereichert mit so viel Wissen und vielen Bildern im Kopf kehrten wir heim und wer noch genügend Kondition hatte, spielte noch im Gesellschaftsraum mit Knack – ein Spiel, das uns zunehmend Spaß machte.

6. Tag: Donnerstag 14.02.2019 Ausflug Wolin/Swinemünde


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Bereits am Vormittag starteten wir nach Swinemünde – zunächst ohne Halt über die vor ca. 12.000 Jahren durch Sand-Schlamm-Ablagerungen gebildete Insel Wolin hinweg und per Fähre auf die Insel Usedom. Wir erfuhren, dass das Wahrzeichen der Insel Wolin der See-Adler ist, von dem etwa 400 Tiere auf der Insel leben dass sie eine Flügelspannweite bis 2,5 m erreichen.

Erster Stopp war Swinemünde, das sogenannte 4. Kaiserbad neben Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin, mit seinen rund 43.000 Einwohnern, die auf 3 Inseln verteilt leben (Wolin, Kasibor und Usedom), der bedeutendste Teil jedoch und das Kurviertel sind auf der Insel Usedom beheimatet.

Sylwester erzählte, dass unter der Swine ein Tunnel mit Fertigstellungstermin 2025 geplant sei, also die alte Fähre absehbar ausgedient haben wird.

Nach Freizeit und Mittagspause in Swinemünde ging es zurück auf die Insel Wolin, wo uns Sylwester mit dem bekannten Badeort Misdroy bekannt machte, den wir in der anschließenden Freizeit noch ein wenig besser kennenlernen konnten. Schön anzusehen die phantasievollen Parkanlagen, die hübschen Ferienhäuser und beeindruckend die lange Seebrücke.

Am Abend war wiederum Tanz angesagt, aber der Tag war lang und unsere Kondition zum Tanzen hielt sich in Grenzen.

7. Tag: 15.2. Ausflug nach Kolberg


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Unser letzter Tag war gekommen und stand uns mit Freizeit zur freien Verfügung. Was fangen wir damit an? Wir beschlossen, das nahe Kolberg noch einmal unsicher zu machen. Die Fahrt kein Problem: mit dem Linienbus waren wir in reichlich 20 min da. Über die Bahnhofsbrücke erreichten wir schnell das bekannte Fisch-Restaurant Fishka-Fiszka und stärkten uns erst einmal in fröhlicher Runde mit einem reichlichen Mahl. Dank Vorbestellung konnten wir an einer gemeinsamen Tafel sitzen.

Es folgte ein ausgedehnter Bummel auf der Promenade bis zum Leuchtturm, auf dem wir die vielen Künstler und ihre vielfältigen Bilder bewunderten. Ein Kaffeetrinken rundete den Nachmittag ab.

Pünktlich 16:00 Uhr ging es per Linienbus zurück und wir hatten noch genug Zeit zum Kofferpacken.

Am Abend ließen wir unseren Urlaub bei einem geselligen Beisammensein in der Cafeteria mit Quiz, Gedichten, Witzen, Cocktails, Wein, Bier... und Sliwka (mit Schokolade überzogene Pflaumen, polnische National-Süßigkeit) ausklingen.

8. Tag, Sonnabend 16.02.2019


polen


Mit vielen neuen Eindrücken im Gepäck und noch einer Portion Seeluft in den Lungen ging es zurück in Richtung Heimat.Pünktlich holte uns die „Usedomer Bäderbahn" (auch ein Autobus) ab und brachte uns auf wiederum freien Straßen ungestört zu unseren Ausstiegsstellen, wo alle Haustür-Transfere unsere Gäste bereits erwarteten.

So schnell werden wir unsere gemeinsame Zeit, in der wir viele Erlebnisse, aber auch Sorgen, Freuden, Lebenserfahrungen geteilt haben, ganz bestimmt nicht vergessen.

Ich bedanke mich bei meinen Gästen ganz herzlich für das entgegengebrachte Vertrauen und die gute Stimmung, mit der Sie die Reise begleitet haben. Bleiben Sie alle schön gesund und fröhlich!

Ihre Sabine Herda

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