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Reiseinformationen zu Iran

Einreise

Einreisebestimmungen

Für die Einreise in den Iran ist ein 6 Monate über den Aufenthalt hinaus gültige Reisepass und ein Visum. Eberhardt TRAVEL wird dieses für Sie beantragen, wenn Sie die komplette Rundreise inkl. Flügen bei uns gebucht haben. Bitte beachten Sie, dass Eberhardt TRAVEL die Visa nur für deutsche Staatsangehörige beantragen kann.

Einfuhrbestimmungen

Bei Einreise verboten ist die Mitnahme von Alkoholika und alkoholgefüllter Schokolade, Schweinefleisch, Arzneimitteln mit Betäubungswirkung, Waffen und Munition, Zeitschriften u.Ä., die gegen die Islamischen Republik Iran gerichtet sind oder die das islamische Moralempfinden verletzen könnten.

Ausfuhrbestimmungen

Ein Ausfuhrverbot besteht u.a. für Antiquitäten; Originalkunsthandwerk, handgeschriebene oder lithographische Bücher, Kaligraphien, Miniaturen, diverse Münzen und Edelsteine, Waffen und Munition.
Bei der AUSREISE ist die Mitnahme iranischer Güter im Wert von bis zu 160 US-$ sowie des persönlichen Reisegepäcks gestattet. Flugreisende dürfen einen bis zu 6 m² großen und höchstens 30 Jahre alten Teppich mit sich führen. Dazu muss der Pass und das Flugticket vorgelegt werden. Bis zu 3 kg Kaviar der Fischereiorganisation dürfen ausgeführt werden, sofern ein Beleg des Fischereisupermarktes am Flughafen vorgelegt wird (muss mit Devisen erworben sein). Goldmünzen können nicht ausgeführt werden. Verschiedene Bücher dürfen nur mit Genehmigung des Ministeriums für Kultur und Islamische Führung ausgeführt werden.

Landesdaten

Lage

Iran grenzt im Norden an das Kaspische Meer und an Armenien, Aserbaidschan und Turkmenistan, im Osten an Afghanistan und Pakistan, im Süden an den Persischen Golf, im Westen an den Irak und die Türkei. Den Hauptteil des Landes bildet das iranische Hochland, in dem fast alle größeren Städte liegen.
Fläche: 1.648.000 km².
Verwaltungsstruktur: 28 Provinzen, 172 Gouvernements, 499 Distrikte.

Zeitverschiebung

Mitteleuropäische Zeit (MEZ) + 2 Stunden und 30 Minuten (der Zeitunterschied bleibt auch während der europäischen Sommerzeit erhalten).

Einwohner

Bevölkerung: ca. 74,2 Millionen
Städte: Teheran (Hauptstadt) ca. 16 Millionen, Mashhad ca. 2 Millionen, Esfahan (Isfahan) ca. 1,5 Millionen, Tabriz ca. 1,3 Millionen, Shiraz ca. 1,2 Million, Karaj ca. 941.000, Ahvaz ca. 933.200, Bakhtaran (Kermanshah) ca. 802.900, Orumieh ca. 581.100.

Sprache

Persisch (Farsi); im Süden wird noch Arabisch und in Nord-Iran auch Türkisch gesprochen. Im Handelsverkehr versteht man auch Englisch, zum Teil auch Französisch und Deutsch.
Außerhalb der großen Städte und Fremdenverkehrszentren ist kaum mit Kenntnis von Fremdsprachen zu rechnen.

Stromspannung

220 Volt Wechselstrom, 50 Hertz.

Kommunikation

Post

Die Briefkästen der iranischen Post sind gelb.

Telefon

Die Vorwahl für Ferngespräche von Deutschland, Österreich und der Schweiz in den Iran ist 0098, die Vorwahl vom Iran nach Deutschland ist 0049, nach Österreich 0043 und in die Schweiz 0041.
Auslandsgespräche kann man von Fernsprechämtern oder von Internet-Cafés aus führen. Für Telefonate innerhalb des Iran stehen auch öffentliche Münz- und Kartentelefone zur Verfügung.
NOTRUFNUMMERN: Verkehrspolizei und Ambulanz 110, Feuerwehr 125.

Mobilfunk

Netztechnik: GSM 900/1800.
Derzeit gibt es Roamingverträge mit Anbietern im Iran von E-Plus, O2, T-Mobile und Vodafone.

Internet

Länderkürzel: .ir
In allen größeren Städten gibt es Internetcafés, ihre Zahl wächst ständig. Der Internetzugang unterliegt einer Zensur, ebenso ist die Zugangsgeschwindigkeit eingeschränkt worden.

Geld und Währung

Währung

Währungseinheit: Rial (Rl.)
1 Rial = 100 Dinars.
10 Rials werden auch als "Toman" bezeichnet.
Derzeitiger Kurs:
1 Euro = ca. 35.500 Rl.
1 US-$ = ca. 32.500 Rl. Sämtlich Quittungsbelege für alle Devisenzahlungen müssen aufbewahrt werden, da diese eventuell bei der Ausreise kontrolliert werden. Bei der Ausreise wird gezielt nach Gold- und Silberschmuck gefragt und gesucht - ohne Einfuhrnachweis werden diese Gegenstände konfisziert. Internationale Kredit- und EC-Karten werden nicht akzeptiert, deswegen ausreichend Bargeld mitführen.
Änderungen vorbehalten. Stand 5/2017

Klima und Wetter

Das iranische Hochland hat Kontinentalklima. Die Sommer dort sind warm und trocken. In Teheran liegen die Temperaturen im Juli und August bei bis zu 40°C. Die Gebiete unter 1.000 m sind sehr heiß. In den höheren Lagen ist es jedoch auch im Sommer angenehm. Im Winter, von November bis Februar oder März, wird es dort üblicherweise sehr kalt, und es kommt zu starken Schneefällen. Das Frühjahr, in dem es kaum regnet, ist nur sehr kurz. Der Herbst ist in allen Gebieten sehr angenehm. Die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht sind erheblich. In der Khuzistan-Ebene und am Persischen Golf sind die Winter sehr mild, die Sommer heiß (zum Teil über 50°C) und feucht. Am Kaspischen Meer herrscht mildes und zu allen Jahreszeiten relativ ausgeglichenes Klima. Es kommt jedoch immer wieder zu heftigen Regenschauern. In Teheran herrscht eine extreme Luftverschmutzung, die vor allem durch die Autoabgase verursacht wird.

Beste Reisezeit

Für das iranische Hochland sind die Zeiträume von März bis Mai und von September bis November zu empfehlen.

Kleidung und Reisegepäck

In den Sommermonaten sollte man leichte Kleidung aus atmungsaktiven, gut waschbaren Materialien sowie Pullover und Jacken für kühle Abende mitnehmen. Im Winter braucht man warme Kleidung, wie sie auch in Mitteleuropa üblich ist sowie Regenbekleidung. In den Großstädten achtet man sehr auf korrekte Kleidung. Alle weiblichen Reisenden müssen sich in der Öffentlichkeit entsprechend der im Iran gültigen islamischen Regeln kleiden. Besondere BEKLEIDUNGSVORSCHRIFTEN FÜR FRAUEN (ab dem Altern von 9 Jahren): Absolut vorgeschrieben ist die Verschleierung mit Kopftuch, schon bei der Einreise. Reist man mit einer iranischen Fluggesellschaft, gilt dies bereits schon bei Beginn der Flugreise. Dazu gehört körperferne, den Körper bedeckende Kleidung, z.B. ein langer, nicht taillierter Mantel in dezenter Farbgebung, darunter lange Hosen oder undurchsichtige Strümpfe, oder eine lange Hose mit einer langärmligen körperfernen Bluse. Mit geschlossenen Schuhen ist eine reisende Frau am besten dran, auch wenn Sandalen akzeptiert werden. Make-up sollte nur dezent aufgetragen werden. Die Hände brauchen nicht bedeckt zu sein. Besondere BEKLEIDUNGSVORSCHRIFTEN FÜR MÄNNER: Männer dürfen in der Öffentlichkeit keine kurzen Hosen tragen. Auch sollte es vermieden werden, kurzärmelige Hemden zu tragen. Zu beachten ist, dass die Bekleidungsvorschriften in kleineren Städten sowie ländlichen Gebieten besonders genau befolgt werden müssen.

Gesundheit

Keine vorgeschriebenen Impfungen, empfohlen ist ein Schutz gegen Hepatitis A.

Malariaverbreitung

Teheran und andere Großstädte sind malaria-frei. Ein mäßiges Malariarisiko besteht von März bis November unterhalb 1.500 m in den südlichen und südwestlichen Landesteilen des Iran (Sistan-Baluchistan und Hormozgan sowie in tropischen Gebieten der Provinz Kerman). Sehr geringes Risiko während der Sommermonate auch in vereinzelten Gebieten nördlich des Zagros-Gebirges.
Malaria wird durch den Stich eines Moskitos meist in der Zeit zwischen Abenddämmerung und Sonnenaufgang auf den Menschen übertragen.

Feiertage und Öffnungszeiten

Feiertage

Im Iran gilt der iranische Sonnenkalender, nach dem auch die staatlichen Feiertage bestimmt werden. Sie fallen weitestgehend jährlich auf das gleiche Datum unseres Gregorianischen Kalenders (wobei Abweichungen von 1 bis 3 Tagen vorkommen können). Die islamischen Feiertage richten sich hingegen nach dem Mondkalender, sie fallen jedes Jahr auf ein anderes Datum. Feiertage: 11. Februar (Tag der Islamischen Revolution) 20. März (Tag der Verstaatlichung der Ölindustrie) 21. bis 24. März (Nooruz - persisches Neujahr, Frühlingsfest) 1. April (Tag der Islamischen Republik) 2. April (persischer Tag der Natur) 28. Mai (Todestag der Fatima Zahra) 4. Juni (Todestag des Imam Khomeini) 5. Juni (Tag des Aufstandes von 1963)

Öffnungszeiten

Die Arbeitswoche geht von Samstag bis Donnerstagmittag. Banken: Sa bis Mi 7.30-16 Uhr (mit Mittagspause), Do 7.30-12 Uhr; Büros: Sa bis Mi 8-16 Uhr, Do 8-12 Uhr; Geschäfte: Sa bis Mi 8/9-13, 15-20 Uhr, Do 8/9-12 Uhr.

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen

In Teheran kommt es gelegentlich zu Personenkontrollen durch vermeintliche Sicherheitsbeamte. Die Kontrolleure erweisen sich anschließend als Trickbetrüger, welche z.B. nach erfolgter "Kontrolle" die Geldbörse oder deren Inhalt einbehalten. Es wird geraten, darauf zu bestehen, entsprechende Kontrollen lediglich im Hotel oder der nächstgelegenen Polizeistation durchführen zu lassen. Die Zahl der Diebstähle von Pässen, Geld und Taschen in Geschäften und auf der Straße (auch durch vorbeifahrende Motorradfahrer) ist steigend. Besondere Umsicht ist hier geboten. Vorsicht ist auch bei von Fremden angebotenen Süßigkeiten/Keksen und (offenen) Getränken geboten, da sich Diebe k.o.-Tropfen bedienen, mit denen Touristen betäubt und komplett ausgeraubt werden. Reisende sollten die im Iran geltenden Rechtsvorschriften und moralischen Wertvorstellungen respektieren. In weiten Bereichen der Rechtsordnung wird das islamische Recht (Scharia) angewendet. Da diese Vorschriften teilweise auch für Nichtiraner und Nichtmoslems gelten, sollten folgende VERHALTENSMASSREGELN bzw. HINWEISE beachten werden: Reisenden wird empfohlen, sich an die Vorschriften zu halten, die die iranische Regierung zum Schutz der Volkswirtschaft auf den Gebieten Finanzwesen, Devisenverkehr, Ein- und Ausfuhr bestimmter Waren (wie z.B. Edelmetalle, Schmuck, Antiquitäten, Teppiche) erlassen hat. Die Einfuhr und jeglicher Genuss von ALKOHOL ist im Iran bei Strafe verboten. RAUSCHGIFTDELIKTE, auch der Besitz kleiner Mengen, werden im Iran mit der Todesstrafe geahndet. BEZIEHUNGEN: Sehr streng sind auch die Gesetze, die das Verhältnis zwischen Mann und Frau und die Sexualität regeln. Jegliche Form einer Beziehung zwischen Mann und Frau ist nur im Rahmen der Ehe erlaubt und wird in anderen Fällen sehr streng, teilweise bis hin zur Todesstrafe, geahndet. Unverheiratete Paare können im Iran Probleme bekommen, z.B. bei der Buchung eines gemeinsamen Hotelzimmers. Die BEKLEIDUNGSVORSCHRIFTEN müssen besonders von Frauen streng beachtet werden (Kopftuch, nicht taillierter Mantel, geschlossene Schuhe); es werden vermehrte Straßenkontrollen durchgeführt. Dies gilt auch für Mädchen ab dem Alter von 9 Jahren. Männer sollten keine kurzen Hosen tragen. VERBOTEN ist das Abspielen westlicher Unterhaltungsmusik in der Öffentlichkeit und das Spielen sämtlicher Unterhaltungsspiele. Dies gilt auch im privaten Bereich. Außerdem ist das FOTOGRAFIEREN militärischer, militärähnlicher oder sonstiger öffentlicher Einrichtungen (auch Verkehrsanlagen, Fahrzeuge, Botschaften) strengstens untersagt. Absolutes Fotografier- und Filmverbot besteht auf dem Flughafen von Teheran und anderen ausgezeichneten Orten. Eine Missachtung kann zu sofortiger Festnahme und Beschlagnahmung des gesamten Kamera- und Filmmaterials führen, auch zu längeren Haftstrafen (Wertung als Straftatbestand der Spionage). Beim Fotografieren von Menschen ist große Zurückhaltung geboten. RAMADAN: Die Zeit des islamischen Fastenmonats Ramadan variiert von Jahr zu Jahr. Während dieser Zeit gilt für Muslime ein Fastengebot (Verzicht auf Speisen und Getränke und z.B. auch Rauchen) von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Reisende sollten sich den Verhaltensregeln des islamisch geprägten Landes anpassen. Essen, Trinken und Rauchen in der Öffentlichkeit während der Tagesstunden ist im Ramadan verpönt. Außerdem ist mit Einschränkungen im Alltag (z.B. tagsüber Schließung von Restaurants außerhalb der Hotels, reduzierte Arbeitszeiten bei Behörden) zu rechnen.

Sehenswertes

Teheran

Seit 1796 ist Teheran Hauptstadt des Landes. Es ist modern gebaut; Betonarchitektur überwiegt. Das Archäologische Museum der Stadt ist sehr gut aufgebaut. Besonders interessant sind dort die Keilschrift-Tafeln von König Darius I., es sind Gold- und Silberplatten, auf denen einiges über die Machtfülle dieses Königs und die Grenzen seines Reiches zu lesen ist. Sie wurden bei Grabungen in Persepolis gefunden. Der Golestan-Palast enthält das kaiserliche Museum. Es gibt viele kostbare Gegenstände zu sehen, darunter auch den berühmten Pfauenthron, der seit 1739 hier steht und nach wie vor bei Krönungen verwendet wird.

Shiraz

Shiraz ist eine der schönsten Städte im Iran. Sie wurde durch ihre Gartenkultur berühmt, der das milde Klima gut tut. So bekam die Stadt den Namen "Garten Persiens". Der Blumenreichtum ist unvorstellbar groß. Vor allem Rosen wachsen hier. Auf den Bergen rings um der Stadt stehen Weingärten. Vor der Revolution, als die Weinherstellung noch nicht verboten war, war der Wein von Shiraz im ganzen Iran beliebt. Zwei der großen Dichter, die Shiraz besungen haben, sind hier begraben - jeder hat sein Mausoleum ein wenig außerhalb der Stadt: Hafiz, der von 1320 bis 1398 lebte und Saadi der 1184 geboren wurde und 1282 starb. Die Provinz Fars, deren Hauptstadt Shiraz ist, stellt das Kernland des alten Persien dar. Zwei mächtige persische Königshäuser stammen aus dieser Provinz: die Achämeniden und die Sassaniden. Im Pars-Museum, einem achteckigen Pavillon, kann man einiges Lehrreiche über die Gegend und diese Dynastien erfahren. "Masdjid-i-Djomeh", die Freitags-Moschee, die im neunten Jahrhundert erbaut wurde, ist eines der ältesten Gebäude der Stadt. Mitten in dem von Arkaden umgebenen Hof der Moschee steht ein kleiner Bau, der eine Nachbildung der Kaaba von Mekka ist. Die "Masdjid Now" heißt auf deutsch zwar "Neue Moschee", ist aber auch schon eine der ältesten Moscheen der Stadt, denn sie stammt vom Anfang des 13. Jahrhunderts. An der Hauptstraße steht das "Qale-i-Karim Khan", das Schloss des Karim Khan Zand mit seinen halbrunden Ecktürmen. Karim war einst Statthalter von Shiraz und ließ sich neben dem Schloss auch noch die "Masdjid Vakil" bauen. Am schönsten an der Moschee ist die südliche Bogenhalle, die über einer Fläche von 50 mal 100 m errichtet wurde. Ihre 48 Säulen tragen spiralenförmige Reifenmuster. "Bazar Now" und "Bazar Vakil" liegen zu Füßen der jeweiligen Moschee. Im Vakil-Bazar kann man viele Werkstätten sehen, in denen Silber- und Mosaik-Handwerker arbeiten.

Kum

Hier, südlich von Teheran, steht die Fatima-Moschee. In ihr liegt Fatima-e-Massume begraben, die Schwester des Imams Reza. Die Moschee, die an der Außenseite ganz mit streng geometrischen, aber üppig ornamentierten Keramik-Mosaiken verziert ist, stellt ein Meisterwerk islamischer Kunst dar. Bam In der Provinz Kerman bauten die Sassaniden zwischen dem 3. und 5. Jahrhundert eine befestigte Siedlung aus Lehmziegeln. Im 10. Jahrhundert wurde die Zitadelle Arg-é-Bam errichtet, die mit ihren herausragenden Türmen das Wahrzeichen von Bam war. Am 26. Dezember 2003 wurde die Stadt durch ein Erdbeben verwüstet, mehr als 30.000 Menschen kamen ums Leben. Ein Jahr später wurde die nahezu vollständig zerstörte Zitadelle in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen, womit auch ihr Wiederaufbau gesichert werden soll.

Persepolis

Die Palastanlagen, das Zentrum der Stadt, erstreckten sich über eine Fläche von 300 mal 450 m. Ursprünglich war Persepolis als Festung gedacht. Darius machte dann aber aus Persepolis eine Königsstadt. Die ganze riesige Palastanlage einschließlich der sie umgebenden Stadt wurde von den Truppen Alexander des Großen im Jahr 330 v.Chr. völlig zerstört. Vieles wurde inzwischen aber ausgegraben, freigelegt und zum Teil restauriert. Man betritt die Terrasse heute durch das Schatzhaus, das seinen Namen damals wohl zu Recht trug, denn nach der Eroberung durch Alexander trugen über 3.000 Kamele Geräte aus Gold und Silber, kostbare Gewänder und Schmuck aus diesem Gebäude fort. Man kann den Harem des Xerxes sehen, in dem heute das Museum von Persepolis mit vielen Ausgrabungsstücken untergebracht ist. Auch die Thronhalle und die große Empfangshalle sind sehenswert genauso, wie die Ställe, in denen die königlichen Pferde untergebracht waren. Alle Gebäude - auch der Darius-Palast und der Palast von Artaxerxes - sind imponierend groß.

Tabriz

Tabriz ist die Hauptstadt der Provinz Azerbeidjan und eine der größten Städte im Iran. Sie wurde im 8. Jahrhundert durch Zobeiyde gegründet, die Frau des Kalifen Harun ar Rashid, die sich dort in der Bergluft erholen wollte. Später wurde sie der Sitz der mongolischen Khane, die über ein Jahrhundert lang Persien beherrschten. In jener Zeit wurde die Moschee Al Ischa gebaut, auf deren Ruinen heute die Zitadelle von Täbris steht. Es ist ein gewaltiger Bau, von dem nur noch drei Seitenwände erhalten geblieben sind. Diese ragen allerdings in Höhen von 40 m auf. Der wuchtige Komplex aus Ziegeln ist weithin sichtbar. Eine andere Ruine ist Masdjid-i-Kabud, die blaue Moschee. Sie wurde im 15. Jahrhundert erbaut und durch ein Erdbeben leider zerstört. Doch selbst noch ihre Reste zeigen, dass sie eines der schönsten Gebäude im Orient gewesen sein muss. Isfahan In Isfahan gibt es Dutzende von sehenswerten, meist sehr kunstvoll ausgeführten Bauten aus der Zeit zwischen dem 15. und dem 17. Jahrhundert. Die Masdjid-i-Sha entstand im 17. Jahrhundert. Sie ist eine der eindrucksvollsten Moscheen im Orient. Ihre vier Minarette erreichen eine Höhe von 48 m bzw. 52 m, die Kuppel sogar 54 m. Sie erhebt sich, mit Fayencen geschmückt, über der mittleren Halle. Überwältigend schön sind die kunstvollen, sehr farbigen, aber dennoch harmonischen Mosaik-Arbeiten. Alle Minarette und die Kuppel sowie einige andere Gebäude, die zur Moschee gehören, sind innen wie außen mit Mosaiksteinchen verkleidet. Die Farbe blau herrscht dabei vor; auch gibt es unendlich viele Blumen- und Rankenornamente. Ein zweites Prachtstück persischer Architektur und stilreiner Fayencen-Mosaiken ist die Masdjid-i-Lutfollah. Auch sie stammt aus dem 17. Jahrhundert, hat allerdings keine Minarette. Dennoch ist das Gebäude, dessen gesamter viereckiger Innenraum mit Ornamenten geschmückt ist, ein Meisterwerk. Gegenüber der Lutfollah-Moschee steht das "Hohe Tor", das "Ali Kapu", das einst der Eingang zum kaiserlichen Palast war. Das Tor trägt einen Balkon, von dem der Herrscher und seine Gäste Spiele und Paraden beobachten konnten.

Yazd

Yazd ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz und liegt am Rande der Kavir-Wüste auf einer Höhe von 1.215 m. Sie gehört zu den ältesten Städten des Iran. Die Altstadt von Yazd ist ein Gewirr von kleinen Gassen und überdachten Gängen, sie besteht überwiegend aus Lehmziegelbauten. Überall auf den Dächern stehen Windtürme, die Badgire, die im heißen Sommer für ein wenig Kühlung in der Wüstenstadt sorgen. Ein altes Bürgerhaus, das Khan-e Lari, wurde restauriert und kann besichtigt werden. Sehr sehenswert ist auch die Freitagsmoschee mit dem höchsten Doppelminarett des ganzen Landes. Eine weitere Besonderheit sind die überdachten Bazare, die von der einstigen großen Bedeutung der Stadt als Handelszentrum zeugen. Yazd war während der Zeit der Sassaniden das Zentrum der Zarathustrier, n

Geschichte und Politik

Die Perser bewohnten den heutigen Iran seit dem achten Jahrhundert v.Chr. Unter König Darius I. (521-486 v.Chr.), war das Persische Reich mit seiner Hauptstadt Persepolis ein mächtiger Staat. Es zerfiel in Einzelreiche und wurde erst im dritten nachchristlichen Jahrhundert als "Neupersisches Reich" wieder geeint. 642 eroberten die Araber das Land, das dennoch seine Einheit behielt, bis im 13. und 14. Jahrhundert die Mongolen alles zerstörten. Im 16. Jahrhundert entwickelte Persien, die Hauptstadt war nun zunächst Tabriz, dann Isfahan, sich zu einer Großmacht im vorderasiatischen Raum. 1925 wurde es mit Teheran als Hauptstadt von "Persien" in "Iran" umbenannt. Anschließend brachte eine pro-westliche Modernisierung wirtschaftliche und soziale Reformen sowie die Industrialisierung des Landes. Öl brachte Geld ins Land - und der Rückgang der Öleinnahmen führte zu mehreren Aufständen. 1979 wurde unter dem religiösen Schiitenführer Ayatollah Khomeini die Islamische Republik gegründet, die noch heute Staatsform ist. 1980 begann der Erste Golfkrieg gegen den Irak, der 1988 endete. Die Nachfolger Khomeinis (er selbst starb 1989) verfolgen seine Ziele weiter, jedoch ein wenig gemildert.

Wirtschaft

Das Land bemüht sich, eine moderne und liberale Wirtschaft aufzubauen, wozu unter anderem die Privatisierung von staatlichen Unternehmen gehört. Fast alle Schlüsselindustrien sind verstaatlicht, Klein- und Mittelbetriebe werden privat betrieben. Die Bodenschätze sind reichhaltig: Es gibt Erdöl und Erdgas, außerdem aber auch Eisen und Kupfer, Blei und Zink, Chrom- und Manganerze. Die Erdölindustrie und die Petrochemie sind die größten industriellen Branchen. Über 80 Prozent der Exporterlöse werden durch die Ölausfuhr erzielt. Weitere bedeutende Wirtschaftszweige sind die Metall- und Kfz-Industrie. Nur knapp 10 Prozent der Landesfläche werden als Ackerland genutzt. Die im Iran produzierten Nahrungsmittel reichen dabei zur Versorgung der eigenen Bevölkerung nicht aus. Man baut neben Weizen, Reis und Gerste auch Zuckerrüben, Pistazien und Melonen an; außerdem Datteln und Tee.

Religion

Die Verfassung von 1979 bestimmt, dass alle staatlichen Aktivitäten, seien sie politisch, wirtschaftlich oder sozial, im schiitischen Islam begründet sein müssen, der auch Staatsreligion ist. Viele religiöse Bräuche aus alter Zeit werden in diesem Gottesstaat weiterhin gepflegt. Moslems der schiitischen Ausrichtung machen ca. 88 Prozent der Bevölkerung aus, Sunniten rund 10 Prozent. Daneben gibt es noch eine Minderheit von Zoroastriern, Christen und Juden im Iran.

Flora und Fauna

Vegetation

Große Teile des Iran zeigen eine üppige subtropische Vegetation. Hin und wieder findet man reine Laubwälder. Im Hochland stehen vor allem Laub- und Trockenwälder, während rund die Hälfte der Landesfläche Wüste oder Halbwüste ist - zum Teil mit Sträuchern bewachsen.

Tierwelt

Im Bergland findet man noch Bären und Leoparden, weiter oben in den Gebirgsregionen außerdem Mufflons und Steinböcke. In den Wüsten und Steppen sind noch Gazellen zu Hause. Überall im Land gibt es kleine Nagetiere, aber auch Schlangen. Zu den zahlreichen Vogelarten, die man im Iran finden kann, gehören neben Möwen und Rebhühnern auch Pelikane und Flamingos, Falken und Fasane.

Kulinarisches

Die iranische Küche ist bekannt für ihre vielseitige und würzige, aber nicht scharfe, Gerichte, deren Zubereitung oft viel Zeit in Anspruch nimmt. Auch wenn es regional große Unterschiede und Spezialitäten gibt, so ist Reis, ob nun süß oder herzhaft, Hauptbestandteil der iranischen Küche. Der im Dampf gegarte Reis wird Tschelo genannt, mit Polo hingegen wird ein Reisgericht bezeichnet, bei dem der Reis mit weiteren Zutaten gekocht wird.
Viel verwendet wird frisches Gemüse sowie Lamm-, Rind- oder Hühnerfleisch. Sehr beliebt sind z.B. Kebabs, gegrillte Fleischspieße. Aber auch viele Eintöpfe und unzählige Süßspeisen zeichnen die iranische Küche aus.
Als Beilagen zu den Hauptgerichten werden Kräuter, rohe Zwiebeln, Zitronensaft und Knoblauch gereicht. Eine andere typische Beilage ist ein mit Kräutern und Gurkenstücken angereicherter Joghurt.
Traditionell wird im Iran nur mit Löffel und Gabel gegessen, Messer werden nicht benutzt. Als Getränke werden oft Fruchtsäfte und natürlich im Samovar gekochter Tee gereicht.

Souvenirs

Der Iran ist die Heimat der Perserteppiche. Auch heute kann man sehr schöne (auch kleine, leicht zu transportierende) Stücke kaufen. Billig sind sie nicht, vor allem nicht die älteren Stücke, nachdem man gemerkt hat, welches Interesse in Europa an diesen Teppichen besteht. In Teheran und anderen Städten gibt es Kunstgewerbeschulen, die man besichtigen und in denen man sehen kann, was in diesem Land kunsthandwerklich geschaffen wird. Dazu gehören fein gemusterte Seidenbrokate, gerahmte und ungerahmte Miniaturen, Armbänder mit Miniaturmalerei auf Perlmutt oder Kamelbein, auch Zigarettenkästchen mit feinen Mosaiken, Artikel mit ziseliertem Silberschmuck, Gegenstände mit zarter Email-Malerei und dergleichen. Die Auswahl ist groß. Beim Kauf empfiehlt sich das Handeln!

Sitten und Gebräuche

Das Händeschütteln findet nur unter Angehörigen desselben Geschlechts statt und dauert, besonders bei befreundeten Personen, länger als bei uns. Ziehen Sie daher nicht voreilig Ihre Hand zurück. Das Ansprechen oder gar Berühren von Frauen (auch per Handschlag!) ist Männern strikt verboten. Auch der direkte Augenkontakt bei der Begrüßung von Frauen muss unbedingt vermieden werden. Unter Freunden, auch befreundeten Geschäftspartner, ist eine herzliche Umarmung üblich. Der Gastgeber wird immer zuerst begrüßt. Bei der Anrede verwendet man den Nachnamen sowieso eventuell vorhandene Titel, während die Anrede mit Vornamen nicht gebräuchlich ist.

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